Mannheim

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Norden, Joseph

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/1000085

Also known as (1 names)
–
Norden, Josef
Born
1870
Died
1943
Occupation
Rabbi
Geb. 17. Juni 1870 in Hamburg,Gest. 7. Febr. 1943 im Ghetto Theresienstadt.Besuch der Talmud-Tora-Schule und des Johanneums in Hamburg, Abitur ebd., 1890-1894 an der Univ. Berlin sieben Semester Philosophiestudiumtrotz seiner liberalen Anschauungen studierte er 1890/91-1896 am Berliner RS und erwarb dort im Juli 1896 auch die Rabbinatsautorisation24. Mai 1895 Promotion in Halle. 1896/97-1899 Rb. in Neustettin (Szczecinek), PommernSept. 1899 bis Aug. 1907 Rb. in Myslowitz (Mysłowice), Oberschlesienab 6. Sept. 1907 Rb. in Elberfeld. Mitunterzeichner der „Richtlinien zu einem Programm für das liberale Judentum“ 19121915 Verleihung des Kronenordens1927 im Ehrenausschuß der Wohlfahrts-Lotterie der „Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden“. 1929 Zusammenschluß der Städte Barmen und Elberfeld mit den Gemeinden Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkeldadurch wuchs die Gemeinde auf über 3000 Mitglieder an, und Dr. Alfred Philipp wurde als zweiter Rb. angestellt. Ging am 1. April 1935 in den Ruhestand und zog nach Hamburg, 1937 Mitglied des Rabbinatsgerichts am Israelitischen Tempelverband Hamburg, 1939-1942 als Nachfolger von B. Italiener Rb. ebd. War Mitglied in der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands und im Verband der oberschlesischen Rabbiner, Vorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Rabbinerverbandes (ab 1912)Mitglied und Präsident der Bergischen Loge Elberfeld. Gehörte 1918/ 19 dem konträr zum Arbeiter-und Soldatenrat der revolutionären Bewegung gebildeten Bürgerrat in Elberfeld an. Vorsitzender im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Myslowitz (1905) und Ehrenmitglied in Elberfeld (1913). Mitglied der Vereinigung für das liberale Judentum, tätig in der World Union for Progressive Judaism (WUPJ). Seit Sommer 1939 verband ihn eine innige Freundschaft mit der 30 Jahre jüngeren Regina Jonas. 16. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Emigration und Betätigung in England, die ihm mehrfach angeboten wurde, lehnte er ab. Verheiratet mit der Rektorentochter Emilie, geb. Meseritz (1876-1935), fünf Kinder: Die drei Töchter (Berta, geb. 1898Elfriede, geb. 1902Hanna, geb. 1919) emigrierten in die USA, nach Palästina und nach China, der Sohn Hans (geb. 1899) starb 1926 an den Folgen seiner Verletzungen aus dem 1. WKAlbert (1904- 1982) trat 1920 der KPD bei und arbeitete ab 1923 als Parteijournalistwährend der NS-Zeit hielt er sich im Ausland auf, kehrte 1946 nach Deutschland zurück und wurde in Berlin (Ost) „der weitaus begabteste Journalist, Redner und politischer Buchautor der SED“ (Podewin, S. 11).

Identifiers

GND
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Library of Congress
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VIAF
217700458 · 217700458
Wikidata
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de.wikipedia.org
Joseph_Norden de
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isni.org
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www.deutsche-digitale-bibliothek.de
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Sources (6)

Norden, Joseph

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Geb. 17. Juni 1870 in Hamburg,Gest. 7. Febr. 1943 im Ghetto Theresienstadt.Besuch der Talmud-Tora-Schule und des Johanneums in Hamburg, Abitur ebd., 1890-1894 an der Univ. Berlin sieben Semester Philosophiestudiumtrotz seiner liberalen Anschauungen studierte er 1890/91-1896 am …
Geb. 17. Juni 1870 in Hamburg,Gest. 7. Febr. 1943 im Ghetto Theresienstadt.Besuch der Talmud-Tora-Schule und des Johanneums in Hamburg, Abitur ebd., 1890-1894 an der Univ. Berlin sieben Semester Philosophiestudiumtrotz seiner liberalen Anschauungen studierte er 1890/91-1896 am Berliner RS und erwarb dort im Juli 1896 auch die Rabbinatsautorisation24. Mai 1895 Promotion in Halle. 1896/97-1899 Rb. in Neustettin (Szczecinek), PommernSept. 1899 bis Aug. 1907 Rb. in Myslowitz (Mysłowice), Oberschlesienab 6. Sept. 1907 Rb. in Elberfeld. Mitunterzeichner der „Richtlinien zu einem Programm für das liberale Judentum“ 19121915 Verleihung des Kronenordens1927 im Ehrenausschuß der Wohlfahrts-Lotterie der „Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden“. 1929 Zusammenschluß der Städte Barmen und Elberfeld mit den Gemeinden Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkeldadurch wuchs die Gemeinde auf über 3000 Mitglieder an, und Dr. Alfred Philipp wurde als zweiter Rb. angestellt. Ging am 1. April 1935 in den Ruhestand und zog nach Hamburg, 1937 Mitglied des Rabbinatsgerichts am Israelitischen Tempelverband Hamburg, 1939-1942 als Nachfolger von B. Italiener Rb. ebd. War Mitglied in der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands und im Verband der oberschlesischen Rabbiner, Vorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Rabbinerverbandes (ab 1912)Mitglied und Präsident der Bergischen Loge Elberfeld. Gehörte 1918/ 19 dem konträr zum Arbeiter-und Soldatenrat der revolutionären Bewegung gebildeten Bürgerrat in Elberfeld an. Vorsitzender im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Myslowitz (1905) und Ehrenmitglied in Elberfeld (1913). Mitglied der Vereinigung für das liberale Judentum, tätig in der World Union for Progressive Judaism (WUPJ). Seit Sommer 1939 verband ihn eine innige Freundschaft mit der 30 Jahre jüngeren Regina Jonas. 16. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Emigration und Betätigung in England, die ihm mehrfach angeboten wurde, lehnte er ab. Verheiratet mit der Rektorentochter Emilie, geb. Meseritz (1876-1935), fünf Kinder: Die drei Töchter (Berta, geb. 1898Elfriede, geb. 1902Hanna, geb. 1919) emigrierten in die USA, nach Palästina und nach China, der Sohn Hans (geb. 1899) starb 1926 an den Folgen seiner Verletzungen aus dem 1. WKAlbert (1904- 1982) trat 1920 der KPD bei und arbeitete ab 1923 als Parteijournalistwährend der NS-Zeit hielt er sich im Ausland auf, kehrte 1946 nach Deutschland zurück und wurde in Berlin (Ost) „der weitaus begabteste Journalist, Redner und politischer Buchautor der SED“ (Podewin, S. 11).
has publication
David Deutsch (1810 - 1873), Rabbiner in Myslowitz und Sohrau O.-S. Ein Lebensbild, 1902„Trauungs- und Grabreden“, AZJ 17.06.1904 (Jg. 68, Nr. 25)Dr. Samson Philip Nathan: ein Lebens- und Charakterbild (Hrsg.), Hamburg 1906„Die Geschichte der jüdischen Gemeinde“, Festschrift zur …
David Deutsch (1810 - 1873), Rabbiner in Myslowitz und Sohrau O.-S. Ein Lebensbild, 1902„Trauungs- und Grabreden“, AZJ 17.06.1904 (Jg. 68, Nr. 25)Dr. Samson Philip Nathan: ein Lebens- und Charakterbild (Hrsg.), Hamburg 1906„Die Geschichte der jüdischen Gemeinde“, Festschrift zur 300-Feier der Stadt Elberfeld, Elberfeld 1910, S. 331- 334„Der Sonntagsgottesdienst und der Hamburger Tempelverband“, AZJ 03.06.1910, S. 253f.; erneut abgedruckt in Brämer, Hamburger Tempel, 2000, S. 231fUnser Kaiser. Ein Charakterbild in 15 Kanzelvorträgen, Elberfeld 1915„Krieg und Frieden. Die gottesdienstliche Vorlesung am Peßachfeste“, Liberales Judentum 8 (1916)„Der Prophet Elia, der ‚Schutzheilige’ unseres Pessachfestes“, Liberales Judentum 9 (1917)Grundlagen und Ziele des religiös-liberalen Judentums, Frankfurt/M. 1918; 2. Aufl. Berlin 1927 (rez. von M. Dienemann [Offenbach], JLZ 01.07.1927 [Jg. 7, Nr. 26], S. 10)„Hundert Jahre Hamburger Tempel“, Liberales Judentum 10 (1918), S. 79f.; erneut abgedruckt in Brämer, Hamburger Tempel, 2000, S. 233f„Abtrünnigkeit“, JLZ 08.07.1921 (Jg. 1, Nr. 31), S. 1„Rahels Leid und Rahels Trost“, JLZ 30.09.1921 (Jg. 1, Nr. 43), S. 1„Was bedeutet das heilige Land dem religiösen Juden?“, JLZ 26.05.1922 (Jg. 2, Nr. 21), S. 1„Zum Fest der Offenbarung“, JLZ 02.06.1922 (Jg. 2, Nr. 22), S. 2f., u. 09.06.1922 (Jg. 2, Nr. 23), S. 2„Die Forderung der Sittenreinheit“, JLZ 29.09.1922 (Jg. 2, Nr. 39), S. 1f„Zur Frage des Einheitsgebetbuches“, JLZ 24.11.1922 (Jg. 2, Nr. 47), S. 3f„Sabbatgedanken und Sabbatheiligung“, JLZ 12.01.1923 (Jg. 3, Nr. 2), S. 1f„Der König Hiskia und die eherne Schlange“, JLZ 06.04.1923 (Jg. 3, Nr. 14), S. 1„Felix Coblenz’ Verdienste um das liberale Judentum“, JLZ 28.12.1923 (Jg. 3, Nr. 31), S. 1„Die Speisegesetze“, JLZ 23.01.1925 (Jg. 5, Nr. 4), S. 7„Die religiösen Lieder in der Bibel“, JLZ 06.02.1925 (Jg. 5, Nr. 6), S. 2f„Die ‚religiöse Mittelpartei für Einheit und Frieden der Gemeinden’“, JLZ 20.02.1925 (Jg. 5, Nr. 8), S. 5f„Lël schimmurim. Die Nacht der Bewahrung“, JLZ 10.04.1925 (Jg. 5, Nr. 15), S. 2f„Rabbinermangel und Rabbinerausbildung“, JLZ 18.09.1925 (Jg. 5, Nr. 38), S. 7„Der Glaube an unsere Sendung. Zum Feste der Gesetzesfreude“, JLZ 09.10.1925 (Jg. 5, Nr. 41), S. 1„Auge um Auge – Zahn um Zahn“. Eine vielumstrittene Bibelstelle, Berlin 1926 (rez. von Kurt Alexander, CVZ 01.10.1926 [Jg. 5, Nr. 40]); Nd. 2003„Ein Sederabend im Hause des Rabbi Akiba“, JLZ 26.03.1926 (Jg. 6, Nr. 13), S. 1„Montefiores Werk“, JLZ 03.09.1926 (Jg. 6, Nr. 36), S. 1f„Vom Werk des Lebens und von der Freude an ihm. Zum Hüttenfest“, JLZ 24.09.1926 (Jg. 6, Nr. 39), S. 1„Hanna, das Vorbild der jüdischen Frau“, JLZ 24.09.1927 (Jg. 7, Nr. 38), S. 2f„Der ‚Diener des Ewigen’ (Der ‚Gottesknecht’)“, Der Morgen 4 (1928/1929), S. 581-589„Das auserwählte Volk. Zum Schowuausfest“, JLZ 24.05.1928 (Jg. 8, Nr. 21), S. 2„Judentum und Völkerfrieden“, JLZ 12.10.1928 (Jg. 8, Nr. 41), S. 1„‚Religion ist Opium für das Volk’. Zum Schowaus-Fest“, JLZ 12.06.1929 (Jg. 9, Nr. 24), S. 1f„Die kulturelle Not der arbeitenden Massen“, JLZ 28.08.1929 (Jg. 9, Nr. 35), S. 2„Die jüdische Gemeinde“, Elberfeld in Wort und Bild, Elberfeld 1930„Von jüdischer und christlicher Ethik“, Mitteilungen der Jüdischen Reformgemeinde zu Berlin 01.01.1930„Jesus von Nazareth in der Beurteilung der Juden einst und jetzt“, JLZ 04.06.1930 (Jg. 10, Nr. 23), S. 1f., 11.06.1930 (Jg. 10, Nr. 24), S. 6, und 18.06.1930 (Jg. 10, Nr. 25), S. 4„Noch ein Wort zu den ‚Glaubensartikeln der liberalen Jugend’“, JLZ 04.03.1931 (Jg. 11, Nr. 8/9), S. 8„Das Lied der Lieder“, JLZ 22.04.1931 (Jg. 11, Nr. 16), S. 2„Die ‚Gottlosen’ und ihr Bund“, JLZ 13.05.1931 (Jg. 11, Nr. 18/19), S. 1f„Zwei neue Bücher Constantin Brunners über Juden und Judentum“, JLZ 22.07.1931 (Jg. 11, Nr. 28/29), S. 5f„Mah Nischtannoh. Eine Betrachtung zum Pessachfest“, JLZ 15.04.1932 (Jg. 12, Nr. 2), S. 1f„Die neue liberal-religiöse Bewegung in Holland“, JLZ 01.06.1932 (Jg. 12, Nr. 5), S. 4„Constantin Brunner. Zu seinem 70. Geburtstag am 28. August“, JLZ 01.09.1932 (Jg. 12, Nr. 11), S. 3f„Abschied von Dr. Samuel. Zu seinem Ausscheiden aus dem Essener Rabbinat“, JLZ 29.09.1932 (Jg. 12, Nr. 13), S. 4f„Trost und Mahnung“, JLZ 10.04.1934 (Jg. 14, Nr. 29), S. 3„...dann wäre ich vergangen in meinem Leid. Zum Fest der Offenbarung“, JLZ 18.05.1934 (Jg. 14, Nr. 40), S. 1f„Kol nidre“, JLZ 02.10.1935 (Jg. 15, Nr. 40), S. 3Rezension von Max Dienemann, Liberales Judentum (Jüd. Lesehefte 11), Berlin 1935, in JLZ 15.01.1936 (Jg. 16, Nr. 3), S. 6„Das biblische Lied von irdischer und himmlischer Liebe“, JLZ 06.04.1936 (Jg. 16, Nr. 15), S. 6„Rabbiner Dr. Samuel 70 Jahre alt“, CVZ 07.10.1937 (Jg. 16, Nr. 40), S. 4„Constantin Brunner. Zum 75. Geburtstag am 28. August“, CVZ 26.08.1937 (Jg. 16, Nr. 34), S. 5. Übersetzte die Bücher Claude Montefiores (seit 1926 Vorsitzender der WUPJ) aus dem Englischen ins Deutsche.
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Norden, Joseph

Norden, Joseph

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Rabbiner, geb. 17.6.1870 in Hamburg, 7.2. 1943 Theresienstadt. N. besuchte in Hamburg zunächst die Talmud Tora Schule, anschließend bis zum Abitur 1890 das Johanneum. In Berlin schrieb er sich an der Universität für Philosophie und – trotz seiner liberalen Anschauungen – am ortho…
Rabbiner, geb. 17.6.1870 in Hamburg, 7.2. 1943 Theresienstadt. N. besuchte in Hamburg zunächst die Talmud Tora Schule, anschließend bis zum Abitur 1890 das Johanneum. In Berlin schrieb er sich an der Universität für Philosophie und – trotz seiner liberalen Anschauungen – am orthodoxen Rabbinerseminar ein, hörte aber bald auch Vorlesungen an der progressiv ausgerichteten Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Die akademische Ausbildung schloss er 1895 in Halle mit der Promotion ab, das Rabbinatsexamen erfolgte 1896. 1897 trat N. seine erste Stelle als Rabbiner in Neustettin (Pommern) an, wechselte aber 1899 nach Myslowitz (Schlesien). Große Teile seiner Gemeinde gehörten einer ...
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Joseph Norden

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Vertreter des liberalen Reformjudentums. Zog nach dem Tod seiner Frau Emilie und seiner Pensionierung 1935 nach Hamburg und engagierte sich dort in der jüdischen Gemeinde; 1939 übernahm er die Rabbinatsstelle beim Hamburger Tempel als Nachfolger von Bruno Italiener. Deportation nach Theresienstadt am 15.07.1942.
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