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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-04-06 · 4 (6.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
4 (6.4.1936)
Date
1936-04-06
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeirideblattder Dentsrh-Israe Ii tischen Gemeinde Nummer i /> •. Alhirm J_on ms:! , - Ein neuntes Schuljahr an der Mädchenschule der Gemeinde Seil »-ini^c-r Zeit wird in der jüdischen Öffentlichkeit die Ffrage eiirenennte ir Schuljahres erörtert. Besonders einteilend winde jüngst .inf der nädugpgl-jhcn 'l'iijrinijr in ObcrrochwiU •ine Au^e-tnltiing diskutiert Einmütigkeit über die Einz.elhritcji war /war nicht zu erzielen, aber vunv4ille.il Seiten wurde die Notwendigkeit lind die Bedeutung einer derartigen Einrditute: anerkannt. - Audi di<- Sdiiilabtcilung der Reidisvertretung hat nunmehr ru einem Rüntf-ch reiben zu dem neunten Schuljahre Stellung gi-nnninicn Nach ihrer Auffassung ist die neue Einrichtung Keine Notstandsmaßnahme für die Jugendlichen, welche muh null) In die Berufsarlieit eintreffen, sondern hat eine Reihe allgemein p.id.iüo'-i-ilirr und spezifisch jüdischer Aufgaben zu erfüllest. Die erzieherischen und hildungsmäUigen Arl>eiteu unserer" t ulk—ehule sollen im neunten Schuljahre ihre Ergänzung vi l ihren Ah»diluR rinden. Mitbestimmend für den ,/,rlicit»plaii sollen <l i e Probleme sein, ilie dem jungen Juden unserer rage gebellt sind: vor allem die Kinführiing in.die lern fei die bisher l>ei der Reru/swahl nidit genügend Berücksichtigung fanden. uinl Vorbereitung für das Leben auüerlalb Deutschlands, insbesondere «las in Palästina. ISRAELITISCHER T E M P E L - V E R B A N D Freitag 17. April, abends 7 Uhr TEMPEL, OBERSTRASSE-120 •' ^boiher Dr. Caesar Seligmann FRANKFURT A. M. GASTPREDIGT DER VORSTAND i Mit Reiht ln-tont das Rundschreihen, daß ln'i dem neuartigen Charakter der'ganzen Arlieit und der Eigenart des i ru Ilten 'Schuljahres der Auswahl der hier tätigen Lehrkräfte iK'siihdjere Bixleutung zukomme. Sie müssen eine möglichst ngc Bi-zieliung zum jüdischen Leisen der Gegenwart besitzen und Im ton de res Verständnis für die Scfrgen nnd Probleme der judi-du-n jugendlichen haben, die sie in<der heutigen Situation bewegen. Vid welchen Gesichtspunkten wird unser neuntes Schuljlalir ejnge richtet werden' Zielsetzung ist nicht die Berufs- «orherijitung. sondern die Erziehung zur' richtigen Arlieit an Stollen Fi«[ das praktische lieben Die Schülerinnen erhalten eint- Ausbildung, die sie ' für die Berufsausbildung geeignet macht. De« Halb wir<l keine Schülerin das neunte Schuljahr be- ■uchefl dürfen, welche -icti geistig und k<ir|>erlidi für eine Berufsausbildung eignet. \\ .is den I nterridit angeht, so ist zlwi-dien den fonnal-w issvnschaftlidien. den jüdischen dml den tedini-di-iiaii-w irt-chaltlidicn Eädiern zu unterscheiden. Die cr-teuen gliedern si,h m Englisch, Deutsch. Redinen, Stenoa rapide. VVirt-diuft-gcograpliie und' KJandelskunde -mit Exkursionen, auf die letzteren ward liesonderer Wert gelegt, r-ie nehmen einen breiten It IIIIII im Kähmen des neunten Schlll- Jihres ein Jedes Each .wird seinen Gegenstand intensi\ und v i nn möglich -erschöpfend behandeln. -»--Die technisch-hausvirt-diafllidie Gruppe umfaßt Handarbeit Rechnen. Turnen i n I ll.iu-w irtschiift. Der Il.indarbeitsunterridit glie<lert sidi i i Ma-driienkuii le. Stofflehre. einfache und feine Handarbeit. f)er •>!<>!Iki:ii:!<--1 nterridit soll den kindem <lie Kenntnisse der 1 c\iil-Roh-tolfc 'Vermitteln, aus denen sie die jeweils iiot- * fn liai •Behandlimg bei der Verarbeitung und beim Waschen nnl l'lälien ableiten. Der Zeichen-1 nterridit dient cor allem der ge-diui icklidien Bildung. Der E nterridit umfaßt Enrbenleliie. \.ihn tu.heu und Gc-tnltungsnrbcitcn mit verschiedenem pln-ti-eheii Material. Die kinderdertigen hier die Entwürfe für die (.cten-tan.le. welche sie im Handarbeitsunterricht hergellen sollen. - Im liauswirtschaftlichen Unterricht werdenden Km I«;in die Grundkenntnisse des Kothens und der Hausarbeit v rnjittelt. Bei allen Aufgaben werden sie zu kc ■ imI safibercr. Durchführung ungehalten. Dali die Pflege der jüdischen Fächer in diesem Jahre mit an erster, Stelle steht, braucht nicht hervorgehoben zu werden. In einer größeren Anzahl von Stunden werden* 1 nach, Iwrit un<l jiiilisdie Geschichte unterrichtet Außerdem soll das Ichcnskundl iche Moment, d. h. die Lebensart des jüdischen Mensdien in Hans und Synagoge berücksichtigt werden. Im gesamten l nterridit wird die Beziehung zu Erez. Israel zum Durdihrudi kommen. Der vorstehende Plan ist ein Rahmenplan, Von dem Zu-' sammenw irken der Lehrkräfte lind <ler Schülerinnen wird es" abhängen, bis zu welchem Grade die gesteckten Ziele verwirklicht werden können. Einstweilen tragen wir mit dieser neuen Einrichtung den Wünschen vieler Eltern und den Bedürfnissen der Gegenwart Rechnung, und in diesem Bewußtsein gehen w ir ans \\ erk1). < M vgl. auch die Ausführungen über das'i ü d i s c h e Schulwesen in dem Arbeitsbericht des Zcntralaussthassrs lür Hilfe und Ausbau S. 11 dieser Numjncr. Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums der Gemeinde ■•- '; Das He|)iäsentanten-Kollegiinn der Gemeinde hielt am |o. v. M. eine kurze öffentliche Sitzung ab. In dieser gedachte der Vorsitzende Dr. I rias zunächst des 'itlj.ihrigeii Bestehen-} de- Alteuhause, der Gemeinde, bei dessen l eier das Kollegium durch mehrere seiner Mitglieder vertreten war, und sprach namens des Kollegiums allen herzlichen Dauk aus, die sich um die Verwaltung des Altenhauses geil Jahren in anerkenne-ns- , .werter Weise verdient madieii. Das Kollegium ehrte d.nyi durch Erheben von den Sitzen <las Andenken <les heinigegangenen ehemaligen Direktors de- Central vereint der Juden in Deutschland Dr. Ludwig Holländer, lür clc--cit verdieustvolles Wirken" für clas Bedit llrfd <las Wohl der Juden in Deutschland dc-r Vor-iljZende warmherzige Worte fand. — Das Kollegium be-tätigte sodann denin schriftlicher Abstimmung bereitzuvor erfolgten Be-dilulf. <las der Gemeinkle gehörige Grniidstü.k Heimh uder s t räfle (>s zu verkaufen'; der Verkauf i-t inzwischen getätigt worden. — Endlich entsandte das 'Kollegium anstelle des. ausgeschiedenen Herrn Dr. Pinner I ran 'Lilly /nutz .in eleu Bildiliigsuussdiufi und Herrn llorowitz in den Wahlrechts- und Verfa-siing-au—Cilmtl der Gemeinde, sowie anstelle von Frau Dr. Mevcr-Wcdcll Herrn Dr. () p p e n h e i m e r in die Beratungsstelle lür jüdische W irtsdiaftshiJfe. In nichtöffentlicher Sitzung wählte «las Kollegium Frau UMtseqneitter Wally Dämel und die Herren Eelix IIa Iiier Stadt, Joseph I.evy, H. A. I )r." Ilenrv Minden ffugo von Sun, John Wigderowitsch, Ernst Leopold Wolf und Dr. Hugo /.nutz in die Konimission lür das Wohlfahrtswesen wieder: neu wählte es in die gleiche Kommission die Herren Huiro Cohen, Dr. Siegfried Marcus, Georg Salomou und L ran Martha l^ev y. Die Religionsschule der Neuen Dammtor-Synagoge Am Sdiliis-e «les Schuljahres 1935/36 gibt die Religionssdiule <ler .Neuen Dammtor-Synagoge wie in den früheren JahrCn einen kurzen Tätigkeitshericht Die Anfänger erlernen die Elemente des Hchrüisdien nach der Mändelbaumscheo Fibel, Zugleich werden sie in die biblische Geschichte und in den jüdischen Kalender eingeführt. Die Gruad/üge unseres Gottesdienstes werden Vilich schon den. Kleinen nahegebradit. Die L o r t g e s c h r i t t e n e n werden zum Verständnis von T'fillo. Mach-or und. Clinmosdi angeleitet. Außerdem erhalten sie l nterweisung in biblischer und jüdjsdier Geschichte, in Kalenderkunde und in den wichtigsten Diriim. — Eine Anzahl unserer Kinder beteiligt'«ich an einem Kursus für Neuheliräi-di. Besondere Kurse sind für die Knaben vor und nach der Barmizw.0 eingerichtet, damit siemit dem Pflichten- und * Aul-ilienkiei-e sowie mit dem Gedankengut .des Judentums intensiv vertraut gemacht werden. Die reifere männliche und weibliche Jugend bcmhäftigt sich in Abendkursen mit Lektüre der Bibel und ihrer Kommentare und mit Ki/ztir Sdiuldian. Aruch. — Die Kurse im Ni'uliebräischen für Erwachsene erfreuen sich steLs einer regen Teilnahme. In regelmäßigen Abstäriclen finden in der Neuen Dammtor- Svnagoge an . Sardmt-Nadimittagen J ugendgottesdieaste statt. Alle gottesdienstlidien Funktionen werden hierbei nur von Jugendlichen ausgeführt, l^-diglidl 'die belehrende Ansprache wird von Rabbiner Dr. Hölzer gehalten. Der anr ttSVh TOP*erstmalig nur von Jugendlichen durdigefuhrte Torniittag-gotteMlienst erregte bei Jung und Alt eine solche Freude, dafl auch am nOS iyi»n T\2V ein solcher Gottesdienst veranstaltet Werden wird. Eine Gruppe von Barniiy.woknaben hält auiferdem au jedem Sabbat-N'adimiltag

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