Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 29 (16.7.1937)
- Date
- 1937-07-16
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIO Seite 3 EDITH fflALSTKKI ERICH VKLMAXX VERLOBTE i^ig, rregcsir. 32 II. Juli 1937 uOisuon nei i pir>-.<« v>~«~w>»><wv»wwiOOPOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO<X)00^ Wien CAKCILIA HUUW1TZ DOHl BIALOSTOZKV Verlobte London 4, Holmbush Court Brent Street esoacoöoooooooooooooooooooonooooooooooooooooi Herbert Mannheimer Dagmar Mannheimer geb. Lewinsohn VERMÄHLTE München, Krumbacherstraße 6 Leipzig, Fritzschestraße 11 Trauung: 20. Juli 1Q37 In Leipzig, Fritzschesir. ü, i. Et., 12.15 Uhr Nau-ljark Dr. med. Dago Runar Cdüh Rynar aeb. Kalte Vermählte 27. Juni 1937 I Rabbiner Dr. Freudenthal - Nürnberg gestorben. In Nürnberg starb der langjährige Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde, Rabbiner Dr. Max Freudenthal. Der Verstorbene, der lange Jahre stellvertretender Präsident des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden und Vorsitzender der Bayerischen Rabbinerkonferenz gewesen ist, ist erst jüngst zum Ehrenmitglied im Rat des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden gewählt worden. Der Verband wulmet dem Heimgegangenen einen von seinem Präsidenten, Oberlaiidesgerichtsrat i. R. Dr. Neumeyer unterzeichneten Nachruf, in dem es heißt, daß Rabbiner Dr. Frcudenthal eine der bedeutendsten rahbinischen Persönlichkeiten in Deutschland gewesen ist, eine kraftrolle, vornehme Natur, einfach und schlicht, ausgestattet mit seltenen Gaben des Geistes und des Charakters. Als Rabbiner der Kultusgemeinde Nürnberg hat er seit Begründung des Verbandes Bayerischer Israelit. Gemeinden sich dessen Aufgaben mit der größten Anteilnahme gewidmet. Er war Mitbegründer der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland und einer ihrer Herausgeber. Lr hat sich besonders historischen Studien über die Geschichte der Juden in Bayern gewidmet. Er galt als ein besonders hervorragender Kenner dieses geschichtlichen Spezialgebietes. Gottesdienste vom 23. bis 29. juii Gemeindesynagoge. Freitag, 23. 7., Abendgebet 10 Uhr. Sonnabend, 24. 7., Morgengebet 0 Uhr, Nachmittagsgcbet 20,30 Uhr, Abendgebet 21,02 Uhr. — Gottesdienst an Werktagen in der Ez- Chaim-Synagoge. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. Freitag, 23. 7., Abendgebet 19,15 Uhr. Sonnabend, 24. 7., Morgengebet 8,30 Uhr, Minchoh 17 Uhr, Ausgang 21,02 Uhr. — Wochentag: Morgens 7 Uhr, abend» 19 Uhr. Taimud-1 hora-Synagogc, Keilstr. I. Freitag, 23.7., abend 10.15 Ulli. Sonnabend früh 8.'«» Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,02 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abend 10,15 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 23. 7., Abendg. 10,15 Uhr. Sabbat, 24. 7., Morgeng. 8,30 Uhr, Minchag. '7 Uhr, Abeudg. 21,02 Uhr. — Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 10,15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 27. Juni 1037 Siegmund Lehrfreund und Frau Charlotte geb. Wagner, Schlößchenweg 3, eine Tochter „Eva". B a r in i z w a : Sonnabend, 24. Juli 1037, Josef Lermann, Sohn des Herrn Samuel Lermann und I ran Rosa geb. Oarfunkel, Sophienstraße 3d, in der Ez-Chaim-Synagoge. Trauungen: tag, 20. Juli 1037, t2l t Uhr mittags, Fräulein Dagmar Ruth lewinsohn, Fritzschestraße 11, mit Herrn Herbert Mannheimer, München, in der Wohnung, Fritzschestraße 11. Dienstag, 20. Juli 1037, 12' 4 Uhr, Fräulein Hinda Linker, Kl. Flelschergasse 10, mit Herrn Moritz Herschlik, Nordstraße 48, in der Ariowit3cli-S<.liul, Färberstraße II. Todesfälle: l Juli 1037 David Wolf Urbach, Auenstraße 1. 8- Juli 1037 Chaim Haseiiiauf, Berliner Straße 24. 9- Juli 1037 Laje Aussenberg, Uferstr. 17. J!f Juli 1037 Simon Mannheimer, Naumburg. l2-Juli 1037 Feige Wimiischner, Dessau. INach kurzem Krankenlager verschied unerwartet unsere über 1 alles geliebte Mutter. OroBmirttfr. S:h 1 Lhi«' Ai»H#*isbcr« im /j. Lebensjahre. Leipzig C 1, Uferstraße 17. 5 In tiefstem Schmerz Die Hinterbliebenen. Nach langem schweren Leiden verstarb heute unsere liebe Mutter, Großmutter, Schv/iegcrrnüller, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Agnes Siraul? geb. Speyer im 66, Lebensjahre. Leipzig N 22, den 15. Juli 1937 Springerstraße 20 In tiefer Trauer; London Rechtsanwalt Herbert Strauß u. Frau Oisela geb. Ebel Edward Robert u. Frau Ilse geb. Strauß Im Namen aller Hinterbliebenen Die Trauerfeier findet am Sonntag, den 18. Juli um 15 Uhr auf dem Neuen israelitischen Friedhof statt. Mein innigstgeliebter Mann und tretiester Lebenskamerad, unser liebevoller Vater, Herr Samuel Friedeberg ist nach schwerem Leiden im Alter von 80 Jahren sanft entschlafen. Leipzig Stuttgart Winterberg den 14. Juli 1Q37 ,n t,efem Schmerz: Klara Friedeberg geb. Flkisch Im Namen aller Hinterbliebenen. Die Trauerfeier findet am Sonntag, 11.45 Uhr auf dem Neuen israelitischen Friedhof statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft. Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religiousgesellschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene ürabstellc auf unseren Friedhöfen zur f olge. Kaufmannsehefrau Clara Reinhold geb. Groß recte Kuh, geboren 1. April 1888, I Hpzig, BlfleherstraBe 33. Formerlchrling Albert Behr, geboren b. lanuar 101=», Taucha bei i eipzig, OcncntiwcK u. Aus dem Gemeindeamt Verschickung von erholungsbedürftigen Kindern! Verschiedene Anfragen aus dem Kreise unserer Gemeindemitglieder veranlass'*" uns, über die in diesem Jahre durchgeführten Verschickungen von erholungsbedürftigen Kindern zu berichten. Seit drei Jahren führen wir Verschickungen und Halbtagsferienkolonien in größerem L'mfange durch. Ober die Erfolge werden wir in diesem Jahre bessere Übersicht erlangen können, als früher, weil statistische Erhebungen vor der Verschickung und nach der Rückkehr der Kinder vorgenommen werden. Die ärztlichen Untersuchungen in diesem Jahre ergaben, dal) der Gesundheitszustand unserer Kinder relativ günstiger war, als in den vorhergehenden Jahren. Die Kinder werden durch die Kuren körperlich gekräftigt und haben dadurch die Möglichkeit, den manchmal durch mangelnde Ernährung entstehenden Schwierigkeiten zu widerstehen. Auf die diesjährigen Anmeldungen hatten wir dreimal im Ocmeindebtaii hingewiesen. Außerdem forderten wir von den jüdischen Schulen Listen von erholungsbedürftigen Kindern an. Nach Abschluß der Anmeldungen lagen etwa 400 Anträge vor. Alle Kinder wurden ärztlich untersucht. Die Verschickung von 72 Kindern wurde wegen des verhältnismäßig guten Gesundheitszustandes abgelehnt. 120 Kinder sollen in das Heim des Diirrenberg- Komitees verschickt werden. Weitere 100 Kinder sind für andere Erholungsheime vorgesehen. Von den gemeldeten Kindern werden SO Kinder für die Halbtagsferienkolonie vorgemerkt. Das IKirrenberg-Komitee wird in diesem Jahre voraussichtlich drei vierwöchentliche Kolonien für je 30 Kinder auf eigene Kosten durchführen. Eine