Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 22 (1.6.1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1. Juni 1934 ÜEMEINÜEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSÜEMEINDL ZU LEIPZIG Seite 7 dieser Roman bereits als zweite Veröffentlichung der Jahresreihe erscheint und zwar am 15. Juni an die Mitglieder geliefert wird. Der zweite Teil dieses Werkes wird erst im Herbst herauskommen. Der große Umfang von 640 Seiten machte diese Zweiteilung notwendig, um die Mitgliedsbeiträge nicht erhöhen zu müssen. An alle, die noch nicht Mitglied sind, ergeht die Aufforderung, ihren Beitritt möglichst umgehend zu erklären. Nur so ist die Qewähr für pünktliche Lieferung des Werkes gegeben. Der Mitgliedsbeitrag beträgt RM. 2.25 vierteljährlich. Das erste Buch der Jahresreihe, der Roman von Qeorg Hermann „Eine Zeit stirbt" wird gegen Zahlung des ersten Quartalsbeitrages geliefert. Anmeldungen sind zu richten an Jüdische Buch- Vereinigung (JBV), Leipzig C 1, Mahlmannstr. 6, (Tel.36214, Postscheck-Nr. 50858). Erinnerungsschriit um 900jährigen Bestehen der Wormser Synagoge. Zum 900jährigen Bestehen der Synagoge zu Worms ist soeben als Erinnerungsgabe des Vorstandes der Israelitischen Religion*- gemeinde Worms ein Sonderheft der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland erschienen. Im Geleitwort weist der Vorstand der Wormser ReHgionsgemelnde darauf hin, daß die W ormser Synagoge die einzige in Deutschland und wohl auch in Europa ist, die vom hohen Mittelalter — die Synagoge wurde 1034 vollendet — bis zur Gegenwart ihrer Bestimmung dient. Als Zeugnis für den ungebrochenen Lebenswillen der jüdischen Religionsgemeinschaft und für den (iottesgeist, der in ihr lebt und wirkt, rage sie aus alter Zeit in die (iegenwart hinein. Einst eine „Mutter in Israel", so heißt es in dem Geleitwort, hat unsere Gemeinde in ihrer langen und ereignisreichen Geschichte große und glückliche Tage gesehen, aber mehr noch schwere, schmerzvolle Zeiten heroischen Leides und bekenntnistreuen Martyriums. Diese große Vergangenheit legt ihr Pflichten auch für die Zukunft auf. Der unterzeichnete Vorstand glaubt, eine dieser Pflichten dadurch erfüllen zu können, daß er trotz der großen Sorgen und Nöte die über das deutsche Judentum gekommen sind, das Jahr des UOOjährigen Bestehens der Synagoge, durch Herausgabe einer Denkschrift ehrt und auszeichnet. Das Heft, das durch einen Vorspruch von Rabbiner Dr. Leo Baeek über die Bedeutung des Gotteshauses als Künden bleibender Heimat eingeleitet wird, enthält eine von zahlreichen Illustrationen begleitete Beschreibung der Synagoge aus dem Werke von Richard Krautheimer Ober „Mittelalterliche Synagogen", einen Aufsatz des Nürnberger Rabbiners Dr. Max Freudenthal über die Ligenart der Wormser (iemeinde, die unter Ablehnung französischer und östlicher Einflüsse frühzeitig einen eigenen deutschen Ritus ausbildete; Rabbiner Dr. Max Dienemann schreibt über „Die Geschichte der Einzelgemeinde", die Rechtsstellung der Wormser Juden im Mittelalter behandelt Dr. Guido Kisch, der Kölner Rabbiner Dr. Adolf Kobcr hat einen Aufsatz „Die deutschen Kaiser und die deutschen Juden" beigesteuert, Prof. ismar Ellbogen schildert Wirken und Bedeutung von drei hervorragenden Persönlichkeiten aus den ersten Jahrzehnten der Wormser Synagoge, des Rabbi Meir Ben Isaak, des Rabbiners Isaak Halevi, eines der Lehrer Raschis, und Lliesers Ben Isaak, der den Beinamen der Große führte. Über den „Wormser Reichsrabbincr Anselm" schreibt Gberbibliothekar Dr. Moritz Stern, der Wormser Rabbiner Dr. Isaak Holzer schildert nach dem Minhagbuch des juspa Schammes Sitten und Gebräuche in der alten Wormser Judengemeiude. Schließlich enthält das Heft historische Beiträge von I. Kiefer, Rabb. Dr. S. Levi, B. Rosenthal und Rabb. Dr. Paul Lazarus. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland im V. Jahrgang. Nach Überwindung vieler Schwierigkeiten ist jetzt wieder ein Heft der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" (Philo-Verlag, Berlin W15) erschienen. Es zeigt, wie eng die Aufgaben der Geschichtsforschung mit den Problemen unserer Zeit verwachsen sind. Eine Studie von Dr. Siegfried Ucko über ,,Geistesgeschlchtliche Qrundlagen der Wissenschaft des Judentums" (Motive des Kulturvereins vom Jahre 1819) führt mitten hinein in die aufgelegten Erörterungen einer stürmischen Jugend, in denen die Grundlagen für die Beschäftigung der Juden mit der allgemeinen Kultur gelegt wurden. Damals wurden viele Oedanken ausgesprochen, die heute richtunggebend sein können. Vor hundert Jahren wurde wie heute um die Gestaltung der bürgerlichen Rechte der Juden gerungen. Was damals in Preußen geplant wurde und welches Echo diese Absichten in ganz Deutschland fanden, zeigt Dr. Ismar Freund, der sich um die Erforschung der Geschichte der Emanzipation sehr verdient gemacht hat. in einem aufschlußreichen Aufsatz „Die deutsche Judenfrage vor hundert Jahren". Ahnliche, stark an die (iegenwart anklingende Gedanken enthält der Aufsatz von Arno Kapp, der die Bemühungen der Leipziger Meßjudcn um die Gleichberechtigung darstellt. Es war bisher völlig unbekannt, daß das Archiv der Stadt Landshut in Bayern außerordentlich reiches archivalisches Material zur Geschichte der Juden enthält. Dr. Raphael Straus gibt einen „Landshuter Judeneid aus dem 14. Jahrhundert*' in Wort und Bild wieder und erläutert ihn näher. Sehr wichtige Aufklärungen vermittelt auch Dr. Hans Lichtenstein in einem Beitrag „Die Wiederaufnahme der Juden in die brandenburgischen Städte nach dem Schwarzen Tod". Mit den Verhältnissen der brandenburgischen (kh%leMgk0&\ ändwiMfa! Kurz- Reinleinene Ro.loschnur weiß, erprobte Qualität . . 20 Meter-Stück 45 ', 7 Meter Stück 10 Achselband-Halter aus Celluloid Paar Halbleinen band verschied Breiten 1 Stck. ä 2Mtr. Leinen-Sternzwirn schwarz o.weiß *2 Sterne ä 20Mtr. 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