Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 19. (10.5.1888)
- Date
- 1888-05-10
- Page
- Seite 73 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Monat 8 datum das Jahres 1621) 11331 * השלום), nicht aber za dem des Jahres 1G16, wie 1 s am Kopfe heisst; in diesem Jahre m. d. F. הכת fiel der 5. Elal auf D o n n erstag. Das ה von השלום bedeutet also nioht 5 Tausende, sondern 5 Einer.*, No. 29: Samnel Phöbus Lemle 8t. IT יום ר אייר שע״ו■ — Unmögliches Datum; der 8. Jjar 5376 m. d. F. הב״ז war am Montag. No. 36 und 39: 8t. 1619 1. 1618. No. 40: Samuel, S. d. Märtyrers E ia st. '3 יום 1ה■ ניסן ש5*נ. — Der 5. Nissan 5 (79 m. d. F. הכי ז war am Mittwooh; kann aber Dienstag Naoht gestorben sein. No. 43: יום א׳ ד־ כסליו,ש׳יף לפ״ק. — Der 4. Kisiew 5380 m. d. F. בש״ז War am Montag; kann aber Sonntag Nacht gestorben sein. St. 1620 1. 1619. No. 47 u. 48: St. 1621 1. 1620. No. 54: Iserln S. d. Marcus Lipschits st. יום ג׳ כיז אב דבר־ ב־א׳ ל־ע־ולים. Die Badistaben das Chronogramms betragen 5385 (1625). In d esem Jahre m. d. F. זח־נ war der 27. Ab.am Saobath; aber auch im Jahre 1623, welches am Kopfe steht, stimmt das Datum nicht, denn in diesem m. d. F. בש־ו war der 27. Ab am Mittwoch und ist am Dienstag unmöglich. No. 55: St. 1623 1. 1622. No. 58: יום א' י' אב שפ*ד. — Der 10. Ab 5384 m. d. F. בש״ה war am Freitag. No. 60 u. 61: St. 1627 1. 1626. No. 64: Hendl, Rabbiner st. .יום א׳ כ״ב תמוז שפייר. — Der 22. Tamus 5387 m. d. F. בש*ה war am Die nstag. No. 67: St. 1628 1. 1618. No. 68: Giitel, T. d. David Tewels Auerbach st ביום י' א ו־ אלול שפ״ח. — Wahrscheinlich 8011 es heissen ביום וי י״א אלול, wie aus den Worten הכנסת כלת zu schliessen wäre. Die Zeit nacli Sabbathanfang gehörte schon zum Sabbatb, 11. Elal. No. 69 u. 70: St. 1629 1. 1628. No. 71: Juda: S. d. Pinchas Horowitz st. 3 ״ס — .יום ב׳ נ׳ אב ש״ץ. Ab 5390 m. d. f. נכ״ה war am Freitag, dagegen im Jahre 5389 am Montag. No. 72: Joseph Sekei st.?*א‘ כ״־ט שבט ש. — Der 24). Schebat 5390 war am Montag; liaDn aber Sonntag Nacht gestorben sein. No. 74: Treindl,* T. d. Is&ao Spi ra st. יום 7ה׳ מ״ט סיח ש״. — Hier ist st. מ׳ ט wohl י יש zu lesen, ׳ welcher Monatstag auf Donnerstag fiel. No. 75: Minka, T. d. Hirz Sehif st. יום די י׳זלמנחסש׳ץ. —Der 17. Ab 5390 war am Freitag. No. 76: St. 1630 1. 1629. (Wird fortgesetzt.) Litteraturbericht. Recensionen. ' Neubauer, Ad. Aneodota Öxonientia eto. Oxford •at the Clarendon Press 1887. (Schluss.) Neubauer hatte den grossen Plau gei lasst, eine Siohtung all der historischen mittelalterlichen hebräisehen Quellen vorzunehmen, die zur Zeit th< ils durch Drnok, bekannt, theils handsohriffclioh sc!bewahrt sind. Darum hat er nicht nur Seltene Drud e erneut, ungekannte Handschriften veröffentlicht, sondern -auoh die Mähe sich nioht verdriessen lassen« ein 80 bekanntes Werk wie das ספר יוחסין des Sakuto einer Textprüfung nach der einzigen Handnohrift sii Oxford za unterziehen. So sehr er auch die Fil ipowskysehe Ausgabe dieses Werkes anerkennt, so hat er -doch Seite XV unter Note 2 eine grössere ' Sahl von Lesarten angefügt, die naoh der Handschrift za ver* bessern wären. Die fünfte Veröffentlichung ist ein Auszug aas einem Werke des R. Joseph Sambory, der eine im Jahre 1622 abgeschlossene Geschichte der Mohamedaner und Jaden verfasste. R. Josef ist ein gewandter Schriftsteller und anmuthiger Erzähler; seine Berichte sind von grosser lyiohtigkeit. Ich will das Letztere an einem Beispiele zeigen. Grat* behandelt Band VI. S. 289 die Gesohichte der Jaden Vorderasiens und erwähnt dort eines Exilarohea R. Salomo (Chasdai?), der in der Zeit (1130—1160) das Oberhaupt der Juden gewesen sei. In der Note No. 10 S. 459 bringt er eine Angabe des Reisenden Benjamin über einen Exilarchen Chasdai, der 1160 noch lebte. Im Jahr 1170 faDgirte bereits Daniel, Sohn dieses Chasdai. Petachja dagegen nennt den Vater des Daniel Salomo, der der erste der neuen Exilarchen gewesen sein solle. Aus einem Berichte Iba Esra’s schliesst nuu Grätz, dass dieser Salomo — bezw. Chasdai—,1139 schon fangirt haben müsse. Nun.berichtet unsere Quelle aber, dass 985 Daniel ibn Uhi^a*''’ dai — von den Arabern סיידנא דאוד genannt, als Exilaroh fangirt habe. Wenn dem so ist, dann wäre nioht 1130, sondern schon fast 200 Jahre vorher die Ex t• archen würde bei den Jaden der Eaphratländer erneuert worden; also nach beinahe 40jähriger Unterbrechung. Damit gewänne die Gesohichte des Exilarbats ein ganz neues Licht. Ebenso verbreitet diese Schrift ־ein neues Licht auf die Verhältnisse der Jaden Egyptens. Nach Grätz VI. S. 165 soll die Oberhoheit des Nagid um 1134—135 zum ersten Male dem Abn-Maasar Samuel b. Chananja als Dank für seinen Patriotismus übertragen worden sein, und nach Band VI. S. 307 habe R. Nathanael diese Würde bekleidet, dem 1187 Maimoni in dieser Wurde gefolgt ist. So Grätz. Nach anserm JBJS ist aber die egyptische Fürstenwürde um 985 in Egypten neu errichtet worden, indem eine Tochter des Kalifen von Bagdad, den Kalif von Egypten heirathete and die Exilarchenwürde ihrer Heimat auch in Egypten einriohten liess. Der Name des ersten aus Babel nach Egypten eingewanderten Nagid wird nioht genannt; aber berichtet wird, dass zur Zeit des RMBM ein Nachkomme jenes Ein- Wanderers Namens יאשיהו הנביא p יהודה das Negidus inne hatte, and ein nrkandlicher Belag dafür beigebracht. Damit wären aber die Annahmen von'Grätn gänzlich unvereinbar. Für die WahrscheiUlichkeit der Errichtung des Negida9, am die Zeit des Jahres 985 and auf Einwirkung von babylonische^ Stelle aas, spricht aber ein bekanntes Ereigniss. Grätz setzt in der Zeit 948 die Gefangenschaft der 4 babylonischen Gelehrten, von denen 2 naoh Egypten kamen. So wie in ' Spanien sich in Chasdai ibn Schaprat zu jener Zeit gewissermassen ein spanisohes Negidus entwickelte, 80 wird es auch in Egypten gewesen sein. Man könnte danaoh za der Annahme gelangen, dass in die Zeit 940—985 das Aufblühen neuer Schulen nnd WürdeD, welche dem Mutterlande Babylon entstammten and von dort aus angeregt worden, fällt. Somit bildet diese Zsit einen Wendepankt in der Gesohiohte Europas nnd Egyptens. Es mag dieser Fall nar zeigen, welche ho ohbedeut 8amen neuen Quellen für die Gesohiohte des Jadenthums, durah Neabaaers flaissige, genaae Veröffentlichungen erschlossen worden sind. Eine herrlichere Ehrengabe konnte dem Meister jüdischer Gesohiohte wahrlich za seinem Ehrentage nioht gewidmet werden. Hier ist den Geschichtsforschern viel neuer Stoff geboten and Neubauer verdient Tollen