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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1937-08-01 · 8 (1.8.1937) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
15 (1937)
Issue
8 (1.8.1937)
Date
1937-08-01
Page
Seite 8 (sequence 6)
Language
German
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t 15. Jhrg./Nr. 8 Jüd. Gemeindeblatt f. d. Synag.-Gem. in Preußen/Norddeutschland i. August 1937 nuten, Höchstzahl der Mitwirkenden 5) etc. Es steht den Teilnehmern des Preisausschreibens frei, auch abendfüllende Programme mit verbindenden Conferenzen einzureichen. Hierbei ist Bedingung, daß diese Programme mit höchstens 6 Darstellern auf behelfsmäßigen Saalbühnen und mit einem Mindestmaß szenischer Erfordernisse spielbar sind. Zur Verteilung gelangen folgende Preise: 1. Preis: M 250,— 2. Preis: M 125,— 3. Preis: M 75,— 4. Preis: M 50,— Das Preisrichterkollegium ist berechtigt, im Rahmen der ausgesetzten Beträge Abänderungen in bezug auf die einzelnen Preise vorzunehmen. Einsendungen haben bis spätestens 31. August 1937 anonym und mit Kennwort versehen, in Maschinenschrift zu erfolgen an: KünsUerbilfe der Jüdischen Gemeinde, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 159. In einem zweiten Umschlag, der erst nach der Zuerkennung der Preise geöffnet wird, ist Name und Anschrift des Kennwort-Inhabers niederzulegen. Das Uraufführungsrecht für preisgekrönte Arbeiten steht der Künstlerhilfe zu. Alle Teilnehmer am Preisausschreiben müssen in der Lage sein, ihre Mitgliedschaft bei einer jüdischen Gemeinde nachzuweisen. Die Teilnehmer des Preisausschreibens unterwerfen sich dem Urteil des Preisrichterkollegiums. — Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Dem Preisrichterkollegium gehören an: Max Ehrlich, Nicolai Eljaschoff, R.-A. Philipp Kozower, Leo Kreindler, Alfred Lichtenstein, Willy Maschke, Dr. Bruno Mendelsohn, Dr. Kurt Pinthus, Dr. Hermann Schildberger. ronik des jüdischen Lebens Die letzten Wochen standen so völlig unter dem Eindruck der Palästina-Entscheidung, daß daneben alle andern jüdischen Ereignisse verblassen; es ist nur eine kleine Nachlese^/fie, nach dem Leitartikler, der Chronist hier zu halten hat. Und selbst da betrifft manches wiederum Palästina oder wird doch im Zusammenhänge mit Palästina gesehen. Die Auswanderungsnot ist drängend, aber die Einwanderungsmöglichkeiten sind ungewiß. Brasilien, das in den letzten Jahren vielen Juden ein Land der Zuflucht wurde und noch jetzt vielen ein Land der Hoffnung schien, soll nach einer Bekanntgabe des „Hilfsvereins der Juden in Deutschland“ die Einwanderung vorläufig ' * gesperrt haben. Die gleiche Stelle gibt bekannt, daß in C h i 1 e zur Zeit Einwanderungsmöglichketten bestehen, die, aber an bestimmte Bedingungen geknüpft sind: es muß sich um kinderreiche Familien handeln (Familienvater, nicht älter als 40 Jahre, muß einen'Manuellen Beruf ausüben; Staatenlose ausgeschlossen usw.). — Einen allgemeinen Überblick über die jüdische Wanderbewegung erhält man aus dem Bericht über die in Paris abgehaltcne Generalversammlung der H1CEM (Hias- Iea-Emigration Association). Die Arbeit der. genannten Organisation erfaßte im Jahre 1936 und in den ersten vier Monaten 1937 7600 aus Osteuropa und 2400 aus Deutschland Ausgewanderte; die Gesamtzahl der von den Komitees der HlCEM in den Einwanderungsländern betreuten Auswanderer beträgt etwa 16 000. Wichtig aus dem Tagungsbericht ist ferner die Mitteilung, daß die HICEM in ihrer Arbeit das Schwergewicht einerseits auf strenge berufliche Auslese der Auswanderer legt, die in neue Länder entsandt werden, daß sie andererseits aber die Erleichterung der Wiedervereinigung von Familienangehörigen anstrebt. — Eine gewisse Besserung der jüdischen Lage scheint in Rumänien eingetreten zu sein: das viel erörterte Gesetz zum Schutz der nationalen Arbeit, das eine Beschränkung der Angehörigen nationaler Minderheiten auf höchstens 25% der Arbeiter und Angestellten aller Privatbetriebe vorsah, ist, wie die Jüdische Telegraphen-Agentur von gut unterrichteter Seite erfuhr, von der Regierung zunächst zurückgezogen worden. Diese Maßnahme scheint mit den voraussichtlich im September stattfindenden Parlamentswahlen im Zusammenhang zu stehen. — Von den kulturellen Ereignissen der letzten Wochen ist zu verzeichnen, daß die französische Regierung 100 000 Francs für die Errichtung eines Lehrstuhls für französische Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalem zur Verfügung gestellt hat. — Das sephardische Rabbinerseminar in Amsterdam, gleich berühmt durch seine in der Welt ganz einmalige Bibliothek wie durch die mit ihm verknüpfte Erinnerung an historische Persönlichkeiten, beging im Juli sein 300jähriges Jubiläum. — Unser Landesverband hatte Gelegenheit, einem seiner treuesten und rührigsten Verbandstagsmitglieder, Konrektor Emanuel Goldschmidt (Dortmund) zum 70. Geburtstag zu gratulieren. — Einen schweren Verlust hat der Verband Israelitischer Gemeinden in Bayern und mit ihm die gesamte Judenheit in Deutschland durch das Ableben des langjährigen Gemeinderabbiners in Nürnberg, Rabbiner Dr. Max Freudenthal erlitten; in den Nachrufen wird der Verstorbene mit Recht als eine der bedeutendsten rabbinischen Persönlichkeiten unserer Zeit bezeichnet. ZEIGT WELTMODE IN DAMENSCHUHEN KurfOratMdamm 216 ■.Hin w TauentxlensfraBe 11 (am U-Bahnhof UhlandstraBo) (an darGadäditnlskirdia) IWRIÄ-BAN U eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Bankgeschäfte Effekten, Devisen Sanatorium Dr.Ernst Rosenberg Bad Neuenahr Zudar Magen 6a>t Darm Ünror porsöniidiar Leitung BaferBdKr Holz FumOteaBetm filascr Ml MnnBii. 35, 2i 43 49 große und kleinere Komfort' Zimmer, leer oder möbliert bet bester Verpflegung, jede Diät. Karfürstendamm 217, Ecke Fssaneostr. Td. 91 86 91. Beste Lage, Koafortdaaer ait ond ohae Venßegung für Passanten n. Daaermietrr, evtl. 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