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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-05-13 · 102 (13.5.1921) · p. Seite 146

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
102 (13.5.1921)
Date
1921-05-13
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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Wochenschau Tatsachen und Ergebnisse öooooooooooooooooooooooooooooooooooooooö Deutschland. Berlin. Tem Berich: über die Repräienmniensrtzunq in Berlin entnehmen war, daß gegen die Siimmen der Cppofilion der Beschluß aeiaßi wurde, d.e Enlbintmrgsabieilung -es Iüdi- 'chen Krankenhauses zum I. Mai zu schließen, weil damu eine Eriparnis von 14"«»" M. erziel! werten »oll. In dem gleichen Berich: wird mngeici!:. dah am gleichen Tage der Refckkwzemeir.de mir ihrem Tonn:agsgo::e.:-t:en''i e:ne Tubvenrion non i«.ei« bewiUip; nmrde. y«iiel. Tic jüdischen Iugentcererne Teuiichlands veran- :al:en am 15. und 16. Mar >Punchrer) jn Hasse! eine Führer- .aguna. Ter crüe Tag iü der Erörwrung wlgender Themas aew.tme:: „Weg und Ziel des jüdischen Iugentführers", Refercn: ,'rut. jur. Paul Eppfiein-Lutwigshaien. Tr. Gustav Löffler- Frankiui: a. M. Ter zwciie Tag behand-el: iolgende fragen: .,T:e Bc:cil:gur..r der jüdischen Jugend Teur-'chlands am Äusbau Paläffinas". teuren: Tr. Alfred Äp'el-Bcriin. „Vas die jüdi'ch.' Iua/nt Teun'chlands ü:r die ofijüdische Iu- In:eine Verba.-.tsangeleger.heff.cn. Hierzu wird Zu der Tagung liegen zablreiche Anmeldungen, aus alkann re: d u. a. Fr!. Tr. (5-rra Berliner über die lenren Beschlüsse des Zenrialrcreins dcur-'chcr Traarsbürger südlichen Glaubens resc- .-.cren. " len Teilen des Reiches vor. Mänchea. Zn der hiesigen Geiellichaff ..Gnosis", die einen Br-rrraaözyklus über das Delianschauungsproblem veransralre:, wurde e:n Borrrag des Rabbiners Tr. Baeiwald über „Judenrum und Velranichauung" durch mehrere Tunend Annsemiren. r.'.i.K junge von denen ein Teil gewalffam in den Taal c. 7. gedrungen war, am das schtversre genörr. Mahnungen, die auch ran eurem larholi'chrn und einem proreüanrischen Geisi- Irchen an die. den 'ogcnannrcn deurichvölkr'chen Kreisen Anlslammrnden Ruye^'wrcr gerichre: wurden, nüxren nichts. Tie Burschen schlugen plönbuh mir Twckcn und Truhlbeinen ein. Der Borntzent-e erhielt schvere T:ocffch!äge über den Kopü Andere wurden;u Boden geworien und mir den Füßen gerrelcn. Ein Mrrchicd. das als Hauprmann im sielte war, wurde mir drei Vur.den biutüberfiröm: aus dem Taale gcrragcn. Tie herbeicctili-c Polir.ei kor.nre noch einen Teil der Turnulranicn verbauen. Leipzig. Tas Hanprorgan nanonaliirncher Verrroirelung. der ^Hammer", ha::c kürzlich mu Dohigeiailcn die Zuschrift c-7'es ''einer Leier verönemlichr, in der es hieß: ., Venn es noch einmal^zum Blurvergießen unrer Deul- -chen kommen ioll'.e, dann müuen für jeden Teurschen vier Iir- :en daran glauben: ein Rabbiner, ein Bankjude, ein Zeiiungs- und ein Handelsjude." Einem Arbeirer, der nch darauchin, naiv genug, die Rdühe machrc, in einer Zuichrn: an l-ta .Hammer" tiefem anmaßuchen Berircrcr cch.csicn ..Techchiums" tie wahnwitzige Gemeinhei: solcher Gesinnung klarzumachen, wird von dem Blau jci.i un.cr Hinweis am den Bolschewismus iolgende Annvorr zuteil: ..Ta w:r Teurschen nrch: feslsrellen können, welche jüdische Personen unmittelbar an der Verschwörung beteilig! sind, ist tas Ivcentum in Teun'chland insgeiaml als schuldig und mn- 'chuldiz anzuiehen." Breöl«». Vre man aus Oberschlesien erfährt, har die polnische Hetze gegen alles Deutsche in mehreren Orten antisemitischen Charakter angenommen, yo vor allem in M^owitz. Diese Gegnerschaft der Polen gegen die jüdischen Deutschen in Oberschlesien ist die 'Folge der restlosen Stimmabgabe der Juden für Deutschland. Canilätsrat Tr. Bloch sBeurhen) hat festgestellt, daß die Liste der Richnvähler in Beuthen 2054 Namen enthält, darunter im ganzen drei jüdische AdstimmungKberechrigle. Bon diesen befindet sich der eine seit einem Jahre im Sanatorium, der -veile ist entmündigt, also überhaupt nicht wahlberechtigt, und der dritte ist vor drei Monaten gestorben. Danach haben sänNliche jüdischen Wähler in Beuchen ihre Wahlpflicht erfüllt, trotz der Bedrohungen ynd SHSdianngen, denen besonders die Kreise jüdischer Sauste «re in «eA^en anS-esetzt find. OsteneLch. Wien. In der Sitzung des Zentralrates der Agudas Jisroel in Wien wurde beschlossen: Der Zentralrat erachtet es in einem Augenblick von geschichtlicher Bedeutung für seine.Pflicht, in politischer Hinsicht zur Palästinafrage folgendes zu erklären: „Artikel 4 des Entwurfes zum Palästinamandat, durch den eine einzelne Partei innerhtilb der Iudenheit, die zionistische Organisation, als Icwish Agency anerkannt wird, widersprich! den Grunl5sätzen allseitiaer Gerechtigkeit und ist insbesondere nicht geeignet, das von. der Mandatarnmcht angestrebte Ziel der Heranziehmrg aller am Ausbau Erez Israels interessierten r-lreise zu fördern. Der Zcntralrat hält daher im allseltigelt Interesse die Umbildung der im Entwürfe vorgesehenen Iewish Agency für erforderlich, derart, daß der durch di^ „Agudas Jisroel" repräsentierten O rlhvdcrire die Möglichkeit gegeben wird, ihrer geschichtlichen Ausgabe gemäß, an dem Ausbau der jüdisä)- nationalen Heimstätte in Erez Israel im Geiste der religiösen ^Uebcrliesrnng und des jüdischen Religionsgesetzes mitzuwirken." Ungarn. Budapest. Gras Emmerich Karolyi h<rt eine Erklärung verosienllicht, die heftige Angriffe gegen den Abg. Edmund Beniczkt) enthielt. Er ebschuldigt ihn, datz er als wütender Antisemit von den: Gelde seiner jüdischen Iran lebe. Beniczky hat durch Prinz Ludwig Windischzrätz und Baron Geza Lukassich vom Grafen Emmerich Karolyi Genugtuung verlangt-, der seinerseits den Ieldmarschallentnant Blasius von Dany und den gewesenen Abgeordneten Ladislaus Almassy als seine Zeugen nominierte. Die die Blätter melden, wurde ein Pistolendnell linter schtverstcn Bedingungen vereinbart. Polen. Warschau. Tas Komitee zur Linderung der Rot der ukrainischen Iiüchrlinge veranstaltete eine Reihe Sedorim an den beiden Feiertagen für die l)eimloscv Pogromopfcr. Fast 2000 Personen nahmen daran teil. Tie Kosten betrugen mehr als eine Million Mark. , Litauen. Kowno. Laut den von der Regierung veröffentlichten Taren über die Heimkehrbewegung sind seit Anfang Januar 1921 12 000 litauische Flüchtlinge aus L-Ävjetrußland in ihre Heimat zurückgekehrt. Ter größte Teil der Heimkehrer sind Juden, die im Anfang des Krieges aus Litauen evakuiert wurden. Wilna. General Zeligowsky hat Vertreter sämtlicher jüdischer Parteien zu Besprechungen über die Zukunft Mittelliranens eingeladem Ukraine. London. Um envaigen neuen Pogromen zrwor zu kommen, sind in der Umgegend von Kiew jüdische Konrpagnieit von je 500 Mann zusammengestellt worden. Tie Befehlshaber sind in der Hauptsache Richljuden. London. tI. E. 33.) Hier sind Nachrichten eingetrosfen, daß neue Massakers in der Ukraine staltgesunden haben. 76 Männer. Frauen und Kinder wurden in schrecklichster Weise durch bewaffnete Banden uiedergemacht. Diejenigen, tvelchen es gelungen ist, in die Wälder zu flüchten, sind erfroren aufgefuttdcn worden. Von der kleinen 2-tadt Repoka ncchmen die Mörder ihren Deg nach Tobrianko-Pvdabinsko, Tupiza, Lisüvin und Kalibinka, wo sie überall die jüdische Bevölkerung niedermetzelten und ihre .Häuser nach der 3lrlsplündernng in Brand steckten.^ Rumänien. Wiea. Da über die Unterrichtssprache in den jüdischen Volksschulen Rumäniens Differenzen entstanden waren, wurde der Referent für das Siebenbürgener 33olksschu!lwesetr zu einer gmilichen Aeußerung über diese Frage veranlaßt. Er erklärte, das neue Rumänien habe das Nationalprinziv anerkannt. Daher habe jede Nationalität das Recht auf Volksschulen mib der nationalen Unterrichtssprache. NationcAfprache sei aber nicht identisch mit Muttersprache. Daher hätten die Jrchen Wohl das Recht, ans Schulen mit jüdischer oder hebräischer Unterrichtsspräche, rucht'äber dürsten sie in den ehemÄS ungarischen 8a>

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