Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 41 (4.10.1842)
- Date
- 1842-10-04
- Page
- Spalte 647-648 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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648 647 Handfchriftenkunde. Delitzsch. düng, des Kilajim-Derbotes, der Chaliza und der Leviratsehe, des Verbotes *")EQ re. und zwar ohne Weitschweisigkeit, nur in andeutenden Wr'nken. Die Ordnung der aufgedeckten Heimlichkeiten ist folgende: 1) NDZ. 2)-TO j^DNN; 3) dw rw py to 5- 4) rh TO; 5) to riDio 6) xr\mr\) TO; 7) n^bn to; 8) b^D py TO; 9) rupbro dd* py to. Darauf folgt unter den Aufschriften: 10) □'pp; 11) Mn emö; 12);BW; 13) ffW, eine allegorische Auslegung der Schristverse 1 Chron. Wy 22. 23. Das Ganze schließt mit einer Erläuterung des Abschnitts ptfnPj pN aus Chagiga. Daß Gecatilia der Verfasser dieser NNO ist, folgere ich 1) aus dem Prolog, in dem sein Name, aber bei der grenzenlosen Ignoranz des Schreibers völlig verbindungslas er* fd&tfttfc'.(DnJönV D'PPT D7m ^m)y 2) ans seiner Namennennung am Schlüsse (-qd nwb'Dpä rpp *lh epbwd 'i)y njn rrn*todd lrmv 'N2M)) und daraus, daß TO im Oppenh. Catal. ms. und p*?Dni rottf TO im Cod. Ross. 1221. unter Gecatilia's Namen sich finden, beide, wie wahrscheinlich, unserer vollständigeren, unter einem mit ^yw beginnenden Gesammttitel zusammengefaßtewSammlung entnommen. 12) 'DMNpn dito nfenri nwa (f. 218, b. — 238, a.), Erklärung der Arcana der Gebetsformulare, von Me nachem Reea na ti, nebst einer vorausKeschickten Abhandlung über die zehn Sesiren. Letztere ist identisch mit dem in der Sorbonne und unter den Wolfschen Handschriften (Bibi. Hebr. IN. 700 s.) befindlichen nVTDD hy TO&D l6), wie mich eine Vergleichung der von Wolf gegebenen Excerpte mit unserem Cod. überzeugt hat; sie ist aber nur ein Propyläum zu dem größeren Werke über die Tesillot, welches Andr. Masius zu Iosua folgendermaßen aufführt: „etpd rfen explanatio oratioiium et precationum aliquot, quas solent Judaei ad Deum adhibere. Hunc librum conscripsit R. Menachem Rekanat, eoque persequitur abstrusissima quaeque in intima IMiiiosophia Cabbalistica, Deique proprietates, ut vocamus, explieat, et qua mente orändus sit Deus, doeet", — und welches Wolf fälschlich mit Recanati's niäb identisieirt. Der Inhalt unseres Werkes ist folgender: 1) über die Union der zehn Sesiren; 2) über das Geheimniß des Sinnes der in der Lora beschriebenen göttlichen Eigenschaften (Dnttfl); 3) über die Tendenz der Berachot, in denen rva^D n) vor kommt, nach ihrem offenbaren und geheimen Sinn (inD-Jr tf?.1); 4) über die Arcana aller Berachot und Lefillot nach ihrer Reihenfolge; 5) über das Arcanum der Teflllin nach der Auslegung der Alten; 6) über den Anfang der Zemirot n n lj,'i -jfe’ ’V 7) über n'.l! 'vonc? -]ro. 16) S. auch Noblot Ehokma 195, a. wo erst anonym eil! rfly irtenn '*»D, -bann unter Recanate's Namen ein ö hy aufgeführt wird. 17) S. meine Geschichte der jüd. Poesie 1846. S. L92. Poetische NachbilLüngen von Sachs. Schluß: „nifösjn ]T1M deutet auf Gott, den großen, der Wunder thut alleine, auf Ihn, der Wohlgefallen hat an den Liedern der Synagoge Israel, denn es heißt: Laß mich hören deine Stimme r Preise, Jerusalem , den Ewige». Und ferner ist geschrieben: Daß meine Ehre dir lobsinge und niemals stille werde (Pf. 30, 13), coViyn Tt deutet auf den, der das Fundament des Universums, der Wesensgrund alles dessen, ist, was die beiden Welten in sich fassen." (Beschluß , folgt.) Poetische Nachbildungen von Dr. Michael Sachs, isr. Prediger in Prag. (Aus brieflicher MittHeilung.) Aus dem Diwan des Jehuda ha- Lewi. (Luzzatto mim m n*?ra S. 53). I. Sehnsucht nach Jerusalem. O Schmuck der Welt, du, schön in holdem Prangen, Aus fernem Westen sieh nach Dir mich bangen. Es wogt der Liebe Strom, denk' ich der Vorzeit, — Des Tempels — wüst —, der Pracht, die nun vergangen. O hätt' ich Adlersflug, zu Dir entflög' ich, Bis Deinen Staub ich tränkt' mit feuchten Wangen. Mich zieht's zu Dir, ob auch Dein König fort, Ob auch, wo Balsam troff — jetzt nisten Schlangen. Wie wollt' ich küssen Deinen Staub, die Schollen, Wie Honig süß dem liebenden Verlangen l II. (Luzzatto a. a. O.) Im Osten weilt mein Herz, ich selbst an Westens Rand, Wie soll mich freu'n, woran ich sonst wohl Lust empfand; Wie mein Gelübde lösen, wenn in Edoms Haft Zion — ich selbst in des Arabers Joch gebannt. Wie gilt Hispaniens Gut mir nichts — wie mir so hoch. Den Staub zu seh'n der Stätte, wo der Tempel stand! III. (Luzzatto S. 65. Nr. XI.) Auf dem Meere. O dämpfe nicht der Wogen mächtig Brausen, Gebeut der Fluth nicht, trocknend still zu stehen, Bis deiner Liebe Walten ich verkündet, Gedankt den Wellen und des Westes. Wehen. Sie tragen fort mich aus Arabers Joch, Und führen mich zu deiner Liebe Nähen. Wie sollten nicht mir meine Wünsche werden? Dir trau' ich ja, du mußt mir Bürge stehen! iv; (Ebendas, Nuri.) Zur Wafferwüste ward die Welt voll Sünden!