Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1925)
- Date
- 1925-03-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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.Seite 172 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 19 Tb. Masiaryk Am 7. Marz feiert der Präsident der Tschechoslowakischen Republik, Tliomas O. Massaryk, da» Fest «eine» 75 Jährigen Geburtstages. Am diesem Anlaß wird Massaryk, der Schöpfer des Tschcclroslowakischcn Staates, «lieht nur in «einem Lande, sondern auch in der ganzen Welt Gegenstand herzlicher Kundgebungen sein. Die Bedeutung Massaryks reicht weit •über die Orcnzen des von ihm geschaffenen Staatei hinaus. Die platonische Forderung, daß zur Leitung der Völkergeschicke nur die weisesten befähigt sind, lut In der Tatsache, daß Professor Masiaryk Oberhaupt eines Staates Ist, lirfflllung gefunden. Massaryk Ist «ach einem langen arbeitsreichen Kfinipfcrtcbcn als Gelehrter und Wahrhcllssucher Staatsmann geworden. Die Unbcirrbatkclt «einer wissenschaftlichen und politischen Ucbcrzcugungcn, der Gerechtigkeitssinn, der ihn als Gelehrten, Denker und Politiker auszeichnet, heben Massaryk auf das Niveau einer repräsentativen Ocstalt der gesamten abendländischen Kultur. Sein Jahre-' langer Kampf zur Feststellung der Fälschung der Königinhoter Handschrift, den er als nationaler Tscheche gegen die öffentliche Meinung seines ganzen Volkes führte, war eine Orolllat wissenschaftlicher Ehrlichkeit. Die Rolle, die er Im Poluacr Rltualmordprozcß spielte, legte gleichfalls Zeugnis von dem Gerechtigkeitssinn dieses seltenen Mannes ab. Auch wir Juden befinden »ins in der Reihe der zahlreichen Gratulanten. Massaryk Ist keineswegs das, was man einen „Phiktscmitcii" nennt. l£r ist nur gerecht, cdcldenkcnd und freiheitsliebend. Und darum hat er als einer der ersten europäischen Geister Verständnis für die zionistische Dewegung bekundet. Als er während des Weltkrieges nach New York kam, um seine grolle Propagandatätigkeit ftir die Gründung des Tschechoslowakischen Staates aufzunehmen, veranstalteten die New Yorker Juden, als erste in Amerika, einen Bcgrüßungsabcnd für Massaryk, in dem sie den mutigen Kämpfer gegen die Kulturschande der Ritualmordlügc ehren wollten. In Amerika, England und Paris kam Massaryk auch mit zionistischen Vertretern in Berührung und brachte deren Hcstrchungen das größte Interesse entgegen. Dieses Interesse bewahrte er auch, als er sp'ilcr Präsident der tschcclroslowakischen Republik wurde. Vor einigen Wochen cmpfi.ig er den Präsidenten der Zionistischen Organisation, Projcs:,o.- Welzmaun, und gab ihm die Versicherung seiner dauernden lebhaften Anteilnahme für die /Joulstisdic Bewegung und für das Aufbauwerk In Palästina. Wenn auch Professor Massaryk auf Tagesfragen der Politik in seinem Linde wenig Einlluß nimmt, so ist sein Wort und Urteil von großem Gewicht in dem Rate der erlesensten Geister der heutigen Welt. ^mMM^M^MW-M «S Die Wahabltea aas Traas|ordanIen Maaos2edrSogl Jerusalem. (J.T.A.) Die Regierung von Trans. Jordanien gab am 27. Februar die folgende offizielle Mitteilung heraus: Die in das Land eingedrungenen Wahabitcn wurden durch die transjordanischen Stimme BeniSakhr und Serham aus TransJordanien wieder hinausgedrängt. Wie erinnerlich, war es der Bcnl-Saklir-Stamiii, der schon Im Jahre 1923 die damals Jn Transjordanlcn eingedrungenen \y,iliabltcn über die Grenze 'zurückgeworfen.l\at.. Seither: wurde dieser Stamm durch Emir Abdullah stark begünstigt. Dies rief bei den übrigen Stämmen Unzufriedenheit hervor und gab Anlaß zu mancherlei Unruhe. t * Jerusalem. (J.T.A.) Die Pal.'istina-Regicrung bevollmächtigte die Pal.Tcl.-Agentur, die Nachricht von oinc'm Wahabitcuelnfall In Trans Jordanien zu dementieren. Ebenso forderte die Palästina-Regierung den britischen Kommt In Keimt nuf, die vom Gesandten Ihn Sauds, des Sultans der Wahabitcn, in der syrischen Presse veröffentlichte Mitteilung, daß die Wahabitcn in Transjordanlcn eingedrungen sind und etwa 1000 Orcnzbcwohner getötet und verwundet haben, zu dementieren. (Dieses Dementi der Jenisalcmer Regierung steht nicht in Einklang mit der Mitteilung der transjordanischen Regierung vom' 27, Februar, wonach In TransJordanien eingedrungene Wahabllcn über die Orcnzc zurückgeworfen wurden. Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß ein Wahahilen. einfall In Transjordanlcn nicht stattgefunden hat, sondern daß Irgendwelche unbedeutende Grenzzwischenfälle von Irans, jordanischer Seite, wie von der Seite der Wahabitcn, Uber Gebühr autgebauscht worden sind. Red. „J.T. A.") Die Sitzung der Palesline Economic Corporation New York. (J.T.A.) Im Zusammenhang mit der rapJfig der amerikanischen Nlchliloublen, die die Teilnahme au der erweiterten Jcwish Agcncy beschloß, tagte am l.Miirz in New York, der Rat der Palcstine Economic Corporation, die Palüstina-lnvcsticrungskörperschaft der unparteiischen amerikanischen Juden. Nachdem der provisorische Direktorenrat den Bericht erstattet hatte, wählte der Rat das Präsidium »ml das engere Komitee der Körperschaft. Mr. Ikrimrd Hexncr wurde zum Präsidenten, Mr. Louis Marshall und Coloncl Herbert II. Lehman wurden zu Vizepräsidenten und Mr. Felix M. Warburg zum Mitglied des engeren Komitees gewählt. Mr. Bernard Plcxncr als der Präsident der i'alcstlne Economic Corporation gab Im Namen der Herren Felix M. Warburg, Louis Marshalf, Herbert H. Lehman und m seinem eigenen Namen die folgende Erklärung ab: „Obwohl in der Organisierung der Corporation Fortschritte gemacht sind, wird sie In den nächsten Monaten noch '»cht aktiv auftreten können. Es sind jetzt Verhandlungen m Gange, die darauf hinzielen, die Aktiven des Falcstlne Jevtlopmcnt Council (Hrandels-Oruppc), der American Pa- '«'ine Company und des Joint Distribution Committce In ' iustina für die Corporation zu erwerben. Man trat bereits a'l » GOTO«''«»" wegen Ocwährung von Darlehen für Arbe lcn In Palästina heran; wir waren aber noch nicht hl «er Lage, auf solche Ocsuehe schon Jetzt einzugehen, Di« nnarulcrungsUUigkcit wird erst begonnen werden können, wenn die Zeichnungen für das Kapital der Corporation beendet sein werden. Inzwischen werden schon Jetzt eingehende Untersuchungen und Erwigungen Ober .die Methoden, den uuraktcr und den Tätigkeitsbereich der Corporation gepflogen. 1 * Die Arbeit der Corporation in Palästina - fuhr 'terr Hcxncr1 in seiner Erklärung fort — wird durch, sachkundige und vertrauenswürdige Personen, die sich In Palästina niederlassen werden, organisiert und geleitet werden. Die b. Prüfung aTier Darlehnigesuchc für die Arbeit fr» Palästina wird In Palästina selbst durch die dortigen beglaubigten Vertreter geschehen müssen. Die Namen dieser Vertreter werden noch bekanntgegeben werden. Keine anderen Personen werden die Autorität habe», Im Namen der Corporation In Palästina zu sprechen und zu handeln, als die dort beglaubigten Vertreter." Ein Delegierter der lllaulsehea Universität aielt Palisliaa Kowno. (J.T.A.) Einer Einladung des Komitees der hebräischen Univcoil.it in Jerusalem folgend, hat das Profcssorcnkollcgium der litauischen Universität zu Kowno beschlossen, Prof. Grlgaitls zur Eröffnung der hebräischen Universität nacli Jerusalem zu entsenden, damit er der neuen Universität die Orilße der litauischen Universität überbringe. Die Warschauer UaiversltSt in Jerusalem vertreten Warschau. (J.T.A.) Der Rektor der Warschauer Univcrsiliit wandte sich an den Präsidenten der jüdischen Oemeindc Warschaus mit der Mitteilung, daß die Warschauer 'MIIVIIIIUK, M'V Universität einen Delegierten zur bevorstehenden Eröffnung der hebrfilscheit Universität in Jerusalem entsenden wolle. Die jüdische Ocmcindc wurde um nähere Information gebeten. Die Nachricht verbreitete sich unter den Delegierten der zionistischen Einigungskonferenz, die im ücmclndenause tigt, und wurde von den Versammelten begrüßt.. Die polnisch« Zlonlslcn nad dl« Erüllonog der liiversllll Warschau. (J.T.A.) Die Exekutive der Zionistischen Organisation Polens hat den Dep. Rosen blatt, Senator Braudc, die Herren Feldstein und Scliwlff. alle Mitglieder der Exekutive, als Ihre Vertreter bei der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem delegiert. Die Delegation überbringt der Universität als Ocschenk ein lebensgroßes Bildnis Theodor He rzls, dos von dem Warschauer Maler Ellowitz stammt. Die Jüdische Gemeinde Warschaus hat Ihren Präsidenten Brcgmanu als Vertreter zur Unlvcr*ltlttneröffnuiiff noch Jerusalem entsandt. Touristenverkehr aarh Palostlaa Jerusalem. (J.T.A.) Da* EJuwanderuiifrsdcparlcniciit der Palästina-Regierung instruierte die britischen Konsulale in Oalatz, Saloniki, Klauscnburg, Trlest, Agram, sowie die britischen Paßkoiitrolläintcr in Berlin, Budapest, Kowno, Prag, Koiistanllnopel, Rl<{a, Sofia, Wien und Warschau dahin, daß In Verbindung mit den kommenden Panfah-Tagcn und der Eröffnung der hebräischen Universität zu kommendem Frühjahr ein gesteigerter jüdischer Touristenverkehr zu erwarten Ist. Die Palästinensische Exekutive beabsichtigt, heißt es in der Instruktion weiter, Gruppen von Touristen zu organisieren, die in Palästina wenige Wochen bleiben wollen, aber über beschränkte Mittel verfügen. Das Einwandcningsdcpartemcnt der Palästina-Regierung verfügt, daß die von beglaubigten Vertretern der Zionistischen Organisation empfohlenen Personen unter den folgenden Bedingungen ins Land kommen dtlrfcni Die Reise- Periode dieser Personen umfaßt die Zelt zwischen 20, März und 20. April. Die Gruppen werden aus solchen Personell zusämmengesetzr, die slch nlcht dauernd in Paliislln« niederlassen wollen. Kinder werden zu diesen Touren nicht zugelassen. Ein namentliches Verzeichnis der zur Einreise empfohlenen Personen muß seitens der zionistischen Vertreter rinc Woche vor dem eintreffen der Touristen in Palästina dem Einwanderung», departement übergeben werden. Jeder Tourist muß Im Besitze eines Rciscdokumcnts sein, das Ihm ermöglicht, In das Amgangsjand zurückzukehren. Die Konsuln und PoDkontrollbcanitcn werden instruiert, den von den lokalen Vertretern der Zionistischen Organisation namhaft gemachten Personen ohne weiteres Visa zu gehen. Solche beglaubigte Touristen sollen nächstes Jahr ohne Schwierigkelten einreisen dürfen. Von der llniverillüt Jerusalem Der Umbau des alten Hauses der Universität Jerusalem Ist nunmehr beendet; die Zimmer und Säle wurden für ihren Zweck hergerichtet. Der Bau des neuen zwclitScklgen Gebäudes gclit seiner Vollendung entgegen. Die Laboratorien werden bereits eingerichtet, die Maschinen, Instrumente und Arbeitsgeräte, die zur Abteilung Prof. Fodor» gehören, wurden bereits aufgestellt. Viele Beamte und Hörer haben In dieser Abteilung ihre Tätigkeit bereits aufgenommen. Für die JudaistUche Abteilung, die «Ich gegenwärtig noch In den Räumen der Abteilung Prof, Fodor» befindet, wurde gegenüber der Universität ein Haus gemietet, das ganz für die neue Abteilung bestimmt Ist. Man ist jetzt dabei, das Haus, das zehn Räume hat, umzubauen und für seine Bestimmung zurechtzumachen. Im Hof mim der Universität arbeiten gegenwärtig etwa 60 Arbeiter. Ein Teil von Ihnen den Bau zu Ende, ein anderer Teil Ist mit den Aufräurnungsarbclteu beschäftigt. Der Rest arbeitet an dem Bau des Amphitheaters, das für die Eröffnungsfeier der Universität hergerichtet wird. Das Amphitheater.wird sich In einer natürlichen Senke der Vorplatzes1 des Uiilvcrsltälsgebäiidcs befinden und die Form eines Halbkreises haben. Von diesem Platze aus hat innn eine wundervolle Ausstellt auf das Gebirge und das In der Ferne erglänzende Tote Meer. Zu beiden Seiten der Senke befindet sich genügend freier Platz, den die Universität erworben hat, Das ganze Grundstück des Instituts umfaßt etwa 100 Dunam. Gegenüber der Universität, Jenseits der Straße, Hegt ein Terrain, das ebenfalls zur Universität gehört und auf dem die Nationnlblbllothck erbaut werden soll. Das Amphithcator wird aus Beton gebaut, In schier Mitte wird sich du Katlieder befinden. Es wird mehr als 2000 Plitre fassen und kann bei Bedarf auch noch erweitert werden. Es toll in Zukunft ständig für Volksversammlungen und große Festlichkeiten benutzt werden. (Zlko.) Elae Jemeillenstedlnarj tot den Namen Manaorck Seit Beginn der Immigration der Jemenitischen Juden nach Palästina hat der Jüdische Natlonalfonds ein großes Interesse an diesem für die Kolonisation besonders geeigneten Element genommen. Lr hat mm beschlossen, ein Stück Land zu erwerben, das für, die Errichtung eines weiteren Jcmonltendorfcs ausreicht. Laut Vereinbarung mit der Pariser Gesellschaft „Freunde Nordaus und Marmorcfcs" soll die neue Siedlung den Namen Msrmorek. tragen, um das Andenken dieses Mannes zu verewigen. Dfcs wird die sechste Jcmcnltcnsicdhing auf Nationaifondsbodcn »ein. Die bestehenden JcnKiiltcnilcdlungcn sind: Machnc Jchuda bei Pctach Tlkwah. Schfwnt Zlon bei Rischon Io Zlon, Schaarafm bei Rcchoboth. Nachlief bei Chedera und fn Neß Zlona. Von der UlsracU-Welizentrde » Wir erhalten folgende offizielle Nachrichten vom B« ' Huer Büro des Mlsraclih |- Dlc Wellzcntralc des Misrachi in Jerusalem entsandte drei tnlsraclilstlschc Führer aus Palästina, und zwar den Rabbiner S. Gold noch England und Amerika, den Rabbiner J. Mar. fülle« nach Kanada und den Orcnzatädtcn der Vereinigten taalen, endlich Herrn J. PJcsscr nach Europa. Außer ihnen traf In diesen Tagen Herr Raw J. L. Fisch, mann, Mitglied der Wcltzcntralc des Misrachi und Redakteur des „lialor" in Amerika ein, um den Führern des anicri. kanlsehen Misrnchl dabei behilflich zu sein, die Organisation im Lande zu starken. Im Vordergrund der Tullgkclt der drei Herren werden foi. gcitde Angelegenheiten stellen: 1. Tschkcmonl: Bekanntlich hat die Wcltzcntralc dt« Neuhau der Taclikcmoni-Schule in Jaffa-Td-Awlw übcr. nominell. Diese Schule, die gegenwärtig die größte nationi!- jüdische Schule In Palästina ist, entwickelt sich qualitativ und iliiaiilltatlv außerordentlich. Die Zahl der Schüler und Lehrer steint jährlich, und wäre nicht großer Platzmangel, so würde die Zahl der Schüler 1000 weit übersteigen. Ucl Beginn jeden Schuljahres melden sich neue Schüler In großer Zahl, doch müssen mehr unverrlchtctcr Dinge umkehren, als null genommen werden, dn die Schule sie nicht alle fassen kann Die Wcltzcntralc steht unter dem Zwang, den Neubau auf den Terrain, das für diesen Zweck im Mittelpunkt der jüdischen Siedlung In Tel-Awiiv erworben wurde, zu beschleunigen. Djf Kosten des Baues der Tachkcmoni-Schule betragen etwa 25000 £. 2. Misrachi.Bank: Die Wcltkonfcrcnz des Misrachi in Derlin beschloß, alle Landsmannschaften des Misrachi *Ur hoforllgcu energischen Aufnahme der Arbeit für die Hank de» Misrachi zu verpflichten. Die Aufgabe dieser Bank in die Unterstützung der Kaufleutc, Landleutc, Handwerker und Arbeiter aus allen Kreisen, die dem Misrachi angehören, und zwar durch Gewährung von Darlehen unter günstigen Ucdingungen oder auf andere Weise. Sic soll einzelne Gruppen und Kwuxoth von Misrachisleti bei der Gründung von landwirtschaftlichen Siedlungen, Dörfern, Stadtvierteln und Gartenstädten unterstützen und einen Kredit oder eine finanzlcllr Unlcrnüttning naclißcdarf /utell werden lassen. Die Misrachi. Bank wird das Fiiunizinstitiit der Organisationen tclu, das den mlsrachlstlschcii Gesinnungsgenossen, die sich in Palästina an. siedeln wollen, eine flasls für den Beruf zu »chaffen, he. rufen ist. Das Onmdkapltal der Bank beträgt 50 000 LC, das aus 100 Oründeraktlen und 40900 gewöhnlichen Aktien besteht. 3. Religiöse Angelegenheiten in Palästina: Eine der ernstesten Fragen, deren Lösung dein Misrachi obliegt, ist das Problem der Stärkung des jüdischen Gesetzes im Lande. Der Misrachi hat deshalb folgende Aufgaben: die rituellen Küchen des Misrachi, die für die Misrachi Aulini und Chuliuim sind, zu stärken; Rabbiner und Schochtim zu unterstützen, Synagogen und Mlkwoth In den Siedlungen zu gründen. Die Beschlösse det polntschea Sllsraehl Warschau. (J.T.A.) Die zu Ende gegangene vierte Landeskonferenz des polnischen Misrachi hat u.a. die folgende Resolution angenommen r In Anbetracht dessen, daß die gegenwärtigen Formen der Zionistischen Organisation zu eng sind für die große Palästinawanderung und auch für die politischen und wirtschaftlichen Aufgaben des Jüdischen Volkes In Pah- »Ilm, beschließt die Konferenz, daß bis zum Zusammentreten des allweltllchcn jüdischen Kongresses die Jewlsh Agcncy durch Heranziehung neuer Elemente, die bis jetzt außerhalb der Zionistischen Organisation gestanden haben, die aber aul der Dosis des Palästina-Mandates und des jüdischen Heims stehen, verbreitert wird. Die Hauptaufgabe der neugeschaffenen Jewlsh Agency wird es sein, In möglichst naher Zukunft den allweltllchcn Jüdischen Kongreß einzuberufen. In Polen soll eine allgemeine jüdische Konferenz einberufen werden, die die Vertreter der polrflschcn Judenhclt für die Jcwish Agcncy zu wählen haben wird. Der MUrachi fordert das gesamte regiliöse Judentum aller Gruppierungen auf, sich an der zukünftigen Palästina-Konferenz zu beteiligen, damit das religiöse Element zahlreich vertreten Ist. Die Konferenz Ist übcrzciißt, daß da.s Verbleiben Sir Herbert Samuels als ObcrkommiMnr von Palästina im lntcrr*<c der Schaffung des JQdlschcn Nallonalhelms, wie auch Im Inlercjie aller Einwohner des Landes liegt; die Konferenz drückt ihren Wunsch aus, daß der Oberkommissar soln verantwortungsvolles Amt weiter behält. Die Konferenz begrüßt feierlich die Idee der Schaffung einer „hohen Jcschlwah" In Jerusalem, die durch Rabbi Kook propagiert wird, Ebenso wünscht die Konferenz die Uebcrtrsgung aller großen Jcschlwoth nach Palästina, so daß Palästina das geistige Zentrum der Judcnhcit der Welt werden soll. ■r i •f War i :, ,.■ IMIU '. .; < rinlr* ' v fuhr (Jy'f 1 ' pr.;.*;•■»•,<>? dir it$..\l- | |,unv)>"h,-> ■ ' Ihr •'«'•! Rabbi Soanenfeld der Nicblolger Disklrs J c r u g a f c in. (J, T. A.) Am 23. Februar fand in JcriiMlur.;r ungemein zahlreicher Beteiligt! "' " unter ungemein zahlreicher'Beteiligung die Bestattung <l.*s Im Aller von M Jahren verstorbenen Rabbiners J. J. Ui»kin statt. 1 ' 1 Rabbiner Sonncnfcld, der Führer der Agudali In Palästina, wird die Nachfolge Rabbi Ülskins all Leiter des Diskiii- Walsenhauses und der Jcrusalcmer Jcschlwah „Ohe! Mosche" antreten. für i>'r1,ii m:Y: >ucl *c css auf ^'i pie!V '*,:-.'; P'K t i'«: iik;. .;«• i U'ir :i S'i,,, , w-tl,'u'"i , , cdirVr, < hciC,!,' I . tot /. s r*1 \' .,,c;-. s,i'-i'i\ .!*!',*./ ' h,d0. i UMt- Y1'' IMf,.l(lsll Die;•',>■;','/ . t u ,,;-tj '.. i und {',';,■ , Olai-v,,;. i»«ll 1, «Ii.- ■ har,.H ' ., H'-V-r nid- ,.,,; ">• i.'. i'. ^'M;'> "v'-,l P.:r.i l»n'J'r, V V v'. '-r. .' vor' ' ' , rn.-\f,\-'.'. Hn9f«*l'^ .■■ «' ' * ' t' ',(.V. Im ,'',v.t\. fdir .("* '/ *, Mh.V^'«.!' WV > , f. •; 1 'V, i;' ZU a»tr-< "* . slr'^ -.'.V , V* i.tn- ' .;,« Nw' :.; m ai . . hr.V!'j'.. '' , ' < ■ yyf' '«iK v-*h i.!•• .•-.III l{< .' ';. : /Jo!||»',r •Ilc;<ä, « ir'„ 1 m-ü :; /Kx("ä ,. <vc. »"■,• der'',1 , ]'<, "Vi Ij /H Verlros der „l'blmlx" mit dem K. K. I. Die Richtlinien des Bcgfinstlgungsvcrlrages, den das IXrcklorlum des Natlonalfonds mit der Lcliciisvcislchciung ge^<•!!• schalt „P Ii ö ii i x" In Wien abgeschlossen hat, sind folgende: 1. Den Versicherungsnehmern werden alle Vorteile, Erleichterungen und sonstige Begünstigungen garantiert, welche der (.Phönix" oder sonst eine solide VersIcherungsn'cscSlJcli.dt gewahrt, und darüber hinaus gcwijsa Spezhlprlwlegeii. Sa steht Jedem Versicherungsnehmer Im Falle einer, Llquidierungi- oder sonstigen- Streites mit dem „Phönix" da» Recht zu, den Fall durch behiedsspruch des Hauptbüros entscheiden zu lassen- 2. 2«/a der Versicherungssumme hat der „PhönU". iiaiä Maßgabe des Eingangs der ersten Johrespramle, dem K. K. Lals Superprovlslon abzuführen. Hierbei sind diesem gewisse Mlndcsthctrfigc garantiert | In den ersten beiden Vcrtras«- Jahren allein Je 6000 £. 3. Die Prämien aus den Versicherungen auf Grund des Begttiistlgiingsvertragcs werden, nach Maßgabe der betreffenden Lnndcsgesctzc und gciniß den Ratschlägen das K. K.L.« Hauptbüros, vom „Phönix" in einem lährlich steigenden Ausmaß In und für Erez Israel investiert. M* "i fr-.! 1 <iti! dn!? WC i utu •klj. t de Of dir n|j t; O'V 'C| Uc <l« - h.i n. .* k» ih 1 l«! 1 ■IH '■' i aii ]! V, . >i c!| U 1 -ii» ij * ui« d. 1 tr at 1 tu \ t. (\ f % ■ (Ii \ P , tr { h l' J 1 s | i \ r; ■i. 'f.- 'A ,, .i^ ,,"»'