Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 5 (6.2.1920)
- Date
- 1920-02-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Jüdische Korrespondenz^ Nr. 5 über 13 JahreaÜ schekelpflichtigsind und zum Beispiel Rambam und Rrmban annchmen, daß sie wohl zahlen, aber Niemand meines Wissens verflöchtet Frauen dazu). Bestraft nach der Kundschafter-Sünde werden nur sie, Num. 14,29 Deut. 1,35. Die Frauen, auch, die zur Zeit her Sünde 20jährigen starben nicht (Num. 14,38). Nicht anders scheint es. auch bei der Egä-Sünde zu sein, nur die Männer werden bestraft; sie sind duale hadeoh, sie das Volk (Exod. 32, 27, 28, 29 überall max., auf die Schwierigkeit, welche in Deut. 33,9 (cir. Joma 66 d, liegt, kann hier nicht näher eingegaugen werden). Haam in 32,1 sind ja nur die Männer wie aus V. 2 ersichtliche ist. Dasselbe dürste auch in B. 3 ausgesprochen sein und im Allgemeinen sprach ja Moses nur zu den Männern (Erubin 54d): Ausnahmen sind nur bei matan tauroh und siehe auch Deut. 29, und da kamen die Frauen nur um zu hören, edoh sind die eigentlichen selbständigen Glieder, und zwar die männlichen, die später auch mizwas hakhel genannt werden, und wenn Berachoth 55 a gelehrt wird en mamidin Pameß al hazibur, so sind das zibur, mit dem man beratschlagt, die Männer, siche auch weiter unten Nr. 4. 3. Allerdeutlichst ist die Unzulässigkeit des Frauenwahlrechts ausgesprochen, in Deut. 1, 13, V. 3 lesen wir: Moses spricht zu den Söhnen Israels (siehe Mag. Abr. Q. CH. 14,2 und besonders Malbim zu Lev. Nr. 8 und 191), .der zeigt, daß dieser Ausdruck in der Tat so zu verstehen ist, daß nur zu Männern gesprochen wurde und daß, wenn auch Frauen darunter verstanden werden sollen, dafür besondere Anweisungen gegeben sind. Wenn man dieses Kapitel liest, kann man es nur so auffassen, daß es zu Männern gesprochen wird, und wenn Mose zu ihnen sagt, stellt euch Männer an, ruft staunend Sifte aus: Käme es uns denn in den Sinn, daß es Frauen sein könnten. Das gilt für undenkbar! Zu Männern wird gesprochen und nur Männer können angestellt werden. (Ich glaube, daß auch in diesem Bibelverse eine Quelle zu suchen ist für Maimonides Worte, Malachim 1, 3: wenn es nicht die uralte Praxis war, die ihn zur Mederschreibung dieser Worte veranlaßte.) Die von der Gemeinde angestellten Tube f a-ir sind für ihre Stadt gleich dem Beth-dim Hagadol (R'ma h. M. 2) und aus Resp. Raschba I 617 ist zu sehen, daß eS nicht gerade diejenigen zu sein brauchen, welche die ausgezeichnetsten sind durch Weisheit, Reichtum und Ansehen, sondern es sind diejenigen, welche die Gemeinde als Parnassim über ihre Angelegenheiten angestellt hat. In der Tofista (Megilla) werden die Tube Ha-ir Parnassim genannt und ebenso Machan-Thora. (Aus der Agada und dem Midrasch.) I. Auf Adlerflügeln von Gott aus Aegypten getragen, kamen die Söhne Israels in die Sinaiwüste und lagerten sich vor dem göttlichen Berge. Hier reinigten sie sich und bereiteten sich auf den großen Tag vor. Am dritten Tage aber erbebte die Erde vor Donnern und Blitzen. Der Himmel tat sich auf und verdeckte den Gipfel des Berges, und dichte Wolken umgaben seine Sohle. Gott der Herr schwebte auf seinein Throne, die Wolken waren sein Fußschemel, und der Anblick der göttlichen Majestät versengte die Augen mit seinem Glanze wie mit Feuer. Und Moses ging auf den Berg zum Herrn. Seine Füße standen auf dem Berge, doch er selbst war ganz im Himmel, der sich vor ihm in seiner ganzen Herrlichkeit aufgetan hatte. Und der Herr begann die zehn Gebote zu verkünden. Himmel und Erde erzitterten, Meere und Ströme erbrausten. Berge und Hügel erbebten, Wälder rauschten, die Tiere erhoben ihre Stimme, und selbst die Toten in den Gräbern wurden lebendig und standen auf. Alles, was besteht, und alle Kreaturen waren vom Worte des Herrn, betäubt. Schrecken befiel die Kinder Israels. Und sie riefen zu Moses: „Rede du mit uns und laß Gott nicht mit uns reden, wir werden: sonst sterben!" Und Moses vermittelte von diesem Tage an zwischen dem Volke und dem Herrn. Der Herr redete zu ihm, und er überbrachte es dem Volke Israel. H. Das Firmament senkte sich, die Erde hob sich empor, und Moses trat in den Himmel. Da sprachen die Engel des Dienstes: „Was hatdieser Sterbliche unter uns zu suchen?" — „Er kommt die Thora zu wenig! als diejenigenvom denen inr Deuteronomium die Rede ist, durch- Frauen gewählt wurdenebenso wenig darf dasin Israel heule geschehen. 4. Im babylonischen Talmud Schabbath 62 liest man Noschim am bifne azmon und das ist nicht etwa, ein haggadisches Wort, sondern es hat rein Halachischen Charakter. Sehr merkwürdig war es mir, wie einer der Adnotatoren im Wilnaer Schaß eine Begründung dieses Lehrsatzes in der Thora (Genesis 10,14) findet „und auch die-Frauen und das Volk" und wenn dem so ist, wie kann man daran denken, daß sie bei der Wahl, von Männern mitzählen sollten! Daß sie in. ihren eigenen Vereinen Wahl- und Verwaltungsrecht haben, ist ja ganz selbstredend. 5. In. 1 ist nachgewiesen, daß sie unter Männern, nicht, mitzählen. Aus den talmudischen Quellen ist mir nur' eine Ausnahme von dieser Regel, bekannt,, aber hierbei gilt besonders das Wort, daß die Ausnahme die Regel bestätigt. Ich meine die Stelle Pesachim 79 b und Maimonides Korban Pesach VII3, wo ersichtlich ist, daß Frauen mitzählen und einigen Einfluß ausüben, aber hierfür ist ein besonderer limud, siehe 91b von bemichsas nefoschans. Im Uebrigen ist die allgemeine Regel, daß sie nicht mitzählen; es kann ihnen also sicherlich Wahlrecht nicht zugebilligt werden. 6. Das Bilden von Gemeinden, die ja ein Ausfluß des Volksbewußtseins sind, dürfte, wenn man den Grundsatz en arewus lenoschim annimmt, — die Sache' ist ja strittig, siehe den Kommentar Tidiri zu Berachoth 3,3 Dogul merwowoh und auch Tschuwaus R. Akiba Eger — auch gegen das Wahlrecht der Frauen sprechen, auch möchte ich Hinweisen auf 7. Schema Jakow 141, wo gezeigt wird, daß ein Dajon, der selbst für einen besonderen FÄl possul geworden ist als solcher zu fungieren, possul lehauschiw dajon acher. Ich meine nun, daß Kal wochaumer, daß eine Frau, die pessuloh lodin ulehoid sicherlich nicht zur Anstellung von denjenigen, denen die Kraft des Bes Din hagodaul zuerkannt wird, Mitwirken kann. Jedenfalls sind die zwei letzten Nummern als. senifim nicht ganz zu verwerfen. . . In meinem hebräischen Gutachten habe ich auch, in diesem Zusammenhänge über Steuerpflicht der Frauen einiges angeführt. Ich hoffe, daß in dem Obenstehenden bewiesen ist, daß Frauenwahlrecht von der jüdischen Geschichte respektive der Geschichte jüdischer Gemeinden, wie von der biblisch-rabbinischen Literatur verurteilt wird. holen", antwortete der Herr. Und die Engel sprachen: „Diesen Schatz, der von Anbeginn der Welt verborgen war, willst du den Sterblichen geben? Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest und auf ihm Bedacht nimmt?" Und der Herr wandte sich zu Moses und sprach: „Gib ihnen die Antwort, die sie verdienen!" — „Ich fürchte mich, daß sie mich mit ihrem Odem versengen", sagte Moses. Und der Herr sprach: „Halte dich an meinem Throne fest und sprich zu ihnen." „Herr, was gebietet die Thora, die du unS gibst?" — „Ich bin der Herr dein Gott, der dich hinausgeführt hat aus dem Lande der Aegypter, aus dem Hause der Knechte." — „Und ihr, seid ihr in Aegypten gewesen? Habt ihr dem Pharao dienen müssen? Warum sollte euch die Thora gebühren? Was gebietet sie noch?" — „Du sollst keine andern Götter haben neben mir!" — „Lebt ihr denn unter heidnischen Völkern? Und was enthält sie noch?" — „Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest!" — „Arbeitet ihr denn, daß ihr ausruhen brauchtet?" — „Ehre deinen Vater und deine Mutter." — „Habt ihr denn Väter und Mütter?" — „Es heißt noch: Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht Gelüste tragen!" — „Trägt ihr denn Gelüste? Oder seid ihr neidisch?" Und die Engel erkannten an, daß Moses,im Rechte war, und sie halfen ihm, die Tafeln des Bundes aushauen unter dem Throne des Königs der Könige, gepriesen sei er, der auf ihnen mit eigener Hand die zwölf Gebote eingegraben hatte. UI. Drei Monate nach dem Auszuge der Kinder Israels aus Aegypten sprach der Herr: „Ich will meine Thora meinem Volke Israel geben, denn es hat sich völlig vom Schmutze Aegyptens gereinigt in diesen drei Monaten, in denen ich ihm Manna zu essen gab unk viele Wunder an ihm tat. Ich will, aber zuvor die anderen Völker bestagen, ob sie nicht meine Thora annehmen wollen- Und wenn sich, ein Volk findet, das nach meiner Thora dürstet, so will ich es zu Israel hinzufügen und reichlich belohnen. Damit die Völker später nicht murren