Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 347)
- Language
- German
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304 Talraudausgabe veranstalten wollten, entschied der erwähnte Gelehrte, dass der Wilnaer Verlag die übriggebliebenen 37 Exemplare aufzukaufen habe, wodurch das Nachdrucksverbot aufgehoben wäre. ״Denn unsere Macht, den Nachdruck zu verbieten, gründet sich auf den zu erreichenden Zweck: das Beil ganz Israels, um das Thorastudium zu fördern, nicht aber das materielle Interesse des Verlegers zu schützen... Und der Bann der Altvordern, den sie über die Drucker verhängt (die einen Nachdruck veranstalteten) ist nur giltig entweder bis zur (in der Approbation bestimmten) Zeit oder bis zum Ausverkauf der Auflage; und selbst wenn die Approbierenden ausdrücklich den Nachdruck auch nach dem Ausverkauf der Auflage verbieten wollten, so hätten sie nicht die Macht, nicht das Recht dazu. Denn oberstes Prinzip ist nicht das materielle, sondern das geistige Wohl des Volkes; das Studium der Lehre zu fördern.“ R. Moses Sofer gewährt uns in diesen seinen lichten Ausführungen einen Blick in die Werkstätte der H&lacba, lässt uns ihre Entstehung und ihr Wachstum beobachten; und von demselben gilt auch das Urteil seines Gegners in dieser Sache, des mährischen Landesrabbiners, das er bezüglich sonstiger balachischer Entscheidungen des Pressburger Gaons, oft ohne es für nötig zu halten, dieselben zu überprüfen, in die Worte zu kleiden pflegte: משה אמת ותורתו אמת Moses ist wahr und seine Lehre ist wahr. :57 .R. M. Sofer Resp. Bd. VI Nr ף כיון דבל עצמינו אין בידו לאסור ההדפסה אלא לטובת כל ישראל ולהגדיל תורה לא לטובתו..... וחרם הקדמונים שגזרו על המדפיסים לא חל ולא יחול אלא עד הזמן או עד תום ממכרו ואפילו התנו המסכימים בפירוש כן שיהיה חל גם אם ספו תמו ספריו מכל מקום אין כח בידם לגזור כן.