Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 348)
- Language
- German
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Inschriften und Urkunden aus den Siebengemeinden. (Schewa Kehilloth.) Von L. Moses (Wien). I. Einleitung. Im Burgenlande, dem durch den Frieden von Trianon an Österreich abgetretenen Teile Westungarns, liegen uralte Judengemeinden. Gegründet wurden diese Gemeinden wahrscheinlich von Juden, wrelche nach den verschiedenen Ausweisungen aus dem nahen Niederösterreich (Wien, Mödling, Tribu$winkel, Wr. Neustadt u. s. w.) und der Steiermark (Graz, Judenburg u. s. w.) nach dem damals etwas duldsameren feudalen Ungarn einwanderten oder flohen. Diese damals entstandenen Gemeinden des Burgenlandes sind die unter dem Kollektivnamen ״Schewa Kehilloth“ bekannten sieben Gemeinden, wozu noch die Orte Rechnitz, Güssing, Scblaining und' Gattendorf (Kottendorf) sowie zeitweilig Neufeld kommen. Die Schewa Kehilloth bildeten zeitweise einen Administrativ-rechtlichen Verband, dessen Vorort Eisenstadt, die jetzige Hauptstadt des Burgenlandes, war. Ihre berühmten Jeschiwoth, von denen die in Mattersdorf1) und Deutschkreuz noch heute blühen, zogen Schüler aus weiter Ferne herbei und waren von grossem Einfluss auf das geistige Leben der Juden fast der ganzen ehemaligen österreichischungarischen Monarchie. Ausser den schon erwähnten Orten läsenstadt, Mattersdorf und Deutschkreuz gehören zu diesen ״Sieben Gemeinden“, die alle wegen ihrer vorbildlichen Gesetzestreue hohes Ansehen genossen haben und zum Teil beute noch gemessen, Lackenback, Kobersdorf, Frauenkirchen und Kittsee. *) Jetzt Mattersburg. Jahrbuch der J. L. O. XVIII, m