Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 217)
- Language
- German
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…/3486266-3486309--6277-3492651- Visual Library
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170 in der Gemara eine Meinungsverschiedenheit herrschte, ob 1:3 oder 2:2 die richtige LA sei. Wir stehen hier vor einem Rätsel. Ist es möglich, ist es denkbar, dass sowohl der Fragesteller wie der Respondent im שדת רמ״ע und nun gar der הגאון רע״אי — גדול שבגדולים — diese Stelle in Erubin übersehen haben? Wie denn anders sind ihre Worte aufzufassen? Mehrere Jahrzehnte trage ich diese Frage in mir, habe auch schon einige גדולים gefragt, einen halbwegs befriedigenden Bescheid habe ich nicht erlangt. Siehe auch Jeruscb. Demai VII, 2, 4 und Gittin III, 8. Abgesehen von der erwähnten Boraita הלוקה יין מבין הכותים, auf die sich R. Akiba Eger bezieht, kommt noch eine andere ähnliehe Stelle im ש״ס vor. Kethubot 71a wird eine Tossefta aus Nasir angeführt, in der R. Meir und R. Juda auf der einen, R. Jose und R. Eleasar auf der anderen Seite stehen. Auch dort findet die Gemara einen Widerspruch in den Worten des R. Juda und sagt darauf, man müsse 3 : 1 lesen oder wenn du durchaus meinst זוגי זוגי קתני, dass die Namen paarweise gelesen werden müssten, so müssen die Namen ausgetauscht werden. Siehe das. und Arachin 5 a, Temura 11b. Auch diese Stelle, die doch zur Klärung der S:•che beitragen könnte, wird von den beiden Grossen mit keinem Worte erwähnt. Wir finden noch einige Stellen wo diese vier resp. fünf Tannaim — ihr College R. Eleasar [b. Schamua] tritt an die Stelle des Einen oder Anderen — in der Form 2:2 angeführt werden. Erubin III. 4, Kelim XVIII. 4, Nidda IV. 5; Tosefta Nasir III. 12, 13; Ahiloth XI, 7 und Chulin 69b. — Auch sonst werden diese vier Tannaim in einer Mischna erwähnt, wo sie vier verschiedene Ansichten vertreten, z.B. Erubin VIII, 5, Terumoth die letzte Mischna, Toharoth X, 1. Endlich finden sich noch mehrere Beispiele, wo zwei dieser Tannaim neben dem dritten Kollegen als Gegner genannt werden. Aus diesen vielen Beispielen, die der Fragesteller im רמ״ע ja nicht erwähnt, ergibt sich erst recht die Berechtigung seiner Frage, warum gerade diese Tannaim stets mit voller Namens angäbe angeführt werden, wo sonst ein סתם oder 2 וחכמים אומריםm stehen pflegt. Die Erklärung dafür ergibt sich, wenn wir bedenken, dass diese fünf zu den grossen Schülern R. Akibas zählten, die