Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 216)
- Language
- German
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178 Der Verfasser, B. Menachen Asarjoh aus Fano, antwortet darauf in No. 85 mit folgenden Worten: מיום שעמדתי על דעתי אד שונה בה דברי ר מאיר ור יהודה ופליגו עלייהו ד יוסי רד שמעון ובדוכתי ״ טובא הכי נמיSeitdem ich denken kann habe ich diese Mischna immer so gelernt, dass auf der einen Seite E. Meir und E. Juda stehen und ihnen gegenüber E. Jose und E. Schimon und so auch an vielen anderen Stellen.“ D. h. es stehen zwei Tannaim gegen zwei. Das wollen wir in Folgendem mit 2 : 2 bezeichnen. E. Akiba Eger זצ״ל in seinen Eesponsen פסקים וכתבים II, 181 und ebenso in den תוספות רע״א zu Parah daselbst fragt darauf eine schwere קשיא. In Gittin 26 b und ähnlich in Sukka 23 b wird gesagt, dass E. Jehuda mit sich selbst in Widerspruch stehe in Bezug auf den Grundsatz von ברירה. In der ברייתא von הלוקח יין מבין הכותים lernt E. Meir יש ברירה während seine drei Kollegen Er. Juda, Jose, Schimon ihm opponieren und אין ברירה lernen, während E. Juda in einer anderen Mischna das Prinzip von ברירה ja anerkennt. Wenn nun, so fragt E. Akiba Eger, die Lesart des רמ״ע 2:2 richtig wäre, dann würde doch die Frage der Gemara hinfällig sein, denn K. Juda steht doch auf Seiten des E. Meir und bejaht den Grundsatz von ברירה. Es ergibt sich daraus mit Notwendigkeit, dass die Gemara die Lesart 1:3 als einzig richtig anerkannte. So weit E. Akiba Eger. Aus dieser Auseinandersetzung muss doch jeder logisch Denkende schliessen, dass in der Gemara selbst nirgends darüber gesprochen wird, ob 1 :3 oder 2: 2 die richtige LA der ברייתא sei. Deshalb behauptet der 2:2 ,רמ״ע sei die richtige LA, während ß. Akiba דל aus der Gemara das Gegenteil beweist, dass 1 :3 gelesen werden muss. In Wirklichkeit spricht sich die Gemara Selbst darüber aus in Erubin 37 a. Dort wird ebenfalls, wie in Gittin a. a. 0., der Widerspruch in den Äusserungen des E. Juda in Bezug auf ברירה erörtert und da heisst es: עולא אמר זוגי זוני קתני דברי ר, מאיר ור יהודה ״ ד יוסי וד שמעון אומריןUla sagt, die Namen sind paarweise abzuteilen, auf der einen Seite E. Meir und ß. Juda, auf der anderen B. Jose und E. Schimon. Die dort folgenden Amoraim sind Gegner dieser Ansicht und bemühen sich den Widerspruch anders zu erklären. Wir ersehen daraus, dass auch schon unter den Amoraim