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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 87

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 87)
Language
German
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50 Sabbats in Kurnik (Posen) ankommen konnte. Er schickte zum Posener Rabbinat, man möge ihm gestatten, nach Kurnik zu reisen, wenn auch dadurch der Sabbat entweiht werden sollte; wegen Lebensgefahr gestattete es ihm das Rabbinat. Er kam gegen Mitternacht, gab mir Medizin, reiste am Sonntag zurück, liess für mich Medizin und Tränklein zurück, und mit Lottes Hülfe überstand ich die Krankheit“. Als er 1815/16, in demselben Jahre wie R. Akiba Eger, in die ״heilige Bruderschaft“ eintrat, wurde dies in ihrem Pinax mit den Worten eingetragen: הרופא המומחה מרה זלמן .(1דאבענהיים [זאבערנהיים] דהוא דאקטער ר זלמן צילץ Am 10. April 1786 wurde der Kandidat Benedikt Philipp Gumperts bei der medizinischen Fakulät inskribiert. SeinJYater war der damals bereits verstorbene Privilegierte Philipp Moses in Berlin. Seine Mutter Fradel, die Tochter des. schlesischen Landrabbiners R. Baruch Wesel, war etwa 1736 geboren und 1755 bereits verheiratet. Über den Kandidaten berichtet der Biograph der Familie Gomperz: ״Zuvor hatte er gründliche Studien an dem Fridericianisehen Krankenhaus zu Kopenhagen unter Anleitung Jens Bangs, eines ausgezeichneten Vertreters der Medizin wie der schönen Künste, und des als akademischer Lehrer, Philantrop und Dichter gleichermassen bekannten Arztes Johann Clemens Tode zurückgelegt. Im Mai desselben Jahres [1786] wurde er auf Grund einer l) Univ.-Matr. II 504, Brann, Gesch. der Juden in Schlesien VI, Bresl. 1917, S. Clil, meine ״jüd. Ärzte in Grosspolen“ S. 26f., Histor. Monatssbl. f. d. Pr. Posen 1016 S. 36, Acta des Kgl. Medizinal-Kollegiums zu Posen Personalia der Ärzte Litt S Registratur I D, Staatsarchiv, P. sen Generalia AJI 5 Bl. 6, 43, Jahrbuch der jüd.-lit. Gesellsch. X 364, VIU 101 (hebr. Teil), □יקבוצת אבני Handschrift Weltsmann־Kali8ch II S. 87 a aus dem Posener קונטרס דחברא קדישא• Ein für allemal sei hier festgestellt, dass der Posener Stadtphysikus und Kreisphysikus des Wongrowitzer Kreises Dr. Sobernheim junior aktemnässig am 2. November 1797, 27. Juli und 22. September 1804 als Jude gekennzeichnet wird (Staatsarchiv Posen Generalia A I 5 Bl. 28, Zeitung des Judentums, Berlin 1907, S. 346f., meine ״jüd. Merzte in Grosspolen“ a. a. O.). ״Sobernheim junior scheint mir der Typus der ja noch heut als solche existierenden jüdischen Staatsbeamten zu sein. Er differenziert die jüdischen und christlichen Chirurgen sehr zu Ungunsten der erstereii“ (Mitteil, d. H. Dr. med. Kassel-Posen d. d. 22. 8. 12). Weiteres über ihn ist in den Akten des Kgl. Medizinal-Kollegiums zu Posen nicht vorhanden (Mitteil, des Landrats-Kempen d. d. 12. Okt. 1912 im Auftr. des Regierungspräs. in Posen).

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