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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 594

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 594)
Language
German
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502 rang vorlag. Sein Verhalten wurde von E. Akiba Eger gebilligt. Der Proselyt wünschte aber Unterricht in der heiligen Schrift und den täglichen Gebeten. Hiergegen sprach keine königliche Verordnung. Sodann wollte er an einem Ort zum Judentum übertreten, an dem dies gestattet war. Lithauer wandte sich an R. Akiba Eger mit der Anfrage, ob er das Verlangen des Petenten erfüllen dürfe, und ob hier das Verbot, einem Nichtisraeliten Thorakenntnis beizubringen1), ausser Kraft sei, da der Betreffende sie behufs seines Uebertritts sich aneignen wolle, ß. Akiba antwortete: ״Es steht nicht in meiner Macht es zu erlauben2)״. Vor das Forum des letzteren kam auch die Angelegenheit einer Proselytin, die um 1792 nach Aussage von Zeugen in Serrey in Lithauen zum Judentum übergetreten war. Sie war .aus Wisch will in Ostpreussen (östlich von Tilsit), wo sie die Frau eines Geistlichen gewesen ist3). 1839 wohnte in Neustadt an der Warthe der aus Greifs־ wald stammende Christian David Wimpelberg, der als ein zum Judentum übergetretener bezeichnet wird4 5). Noch sei hier zweier Proselyten in Lublin gedacht, von denen der eine um 1691 bis 1698 eine Armenunterstützung seitens der dortigen ״heiligen Bruderschaft“ empfing, der andere, namens Jekle, 1818 gestorben ist 6). *) Sanbedrin 59 a, Chagiga 13 a; vgl. Responsen דבר שמואל, Venedig 1702, Nr. 75, שז״ת מהר״יא von R. Jehuda Ossad, אל״ה Nr. 4 gegen Ende. 2) Responsen des R. Akiba Eger!,Warschau, 1834 Nr. 41; vgl. Jahr״ buch III S. 48 Anm. 145. Zu dem Verbot seitens der Regierung vgl. Kletke, Organisation des Judenwesens im Grossherzogthum Posen, Berlin 1843, S. 159 3) Responsen das. Nr. 121. 4) Heppner-Herzberg, Aus Vergangenheit und Gegenwart der Juden und der jüdischen Gemeinden in den Posener Landen, Koschmin״Bromberg 1911, S. 651. Dass er ein Proselyt sei, teilte Herr Rabbiner Dr. Heppner״ Koschmln mit. Ob er derselbe Greifswalder ist, von dem Samter, Judentum und Proselytismus S. 40, berichtet, vermag ich nicht zu sagen. 5) Nissenbaum, לקורות היהודים בלובלין, Lublin 1899, S. 14, 121, 161.

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