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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 593

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 593)
Language
German
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501 ein and berichten ans aus neunzehn Jahren bis zum Jahre 1786 von der Anwesenheit von Proselyten, die dort milde Gaben empfingen und weiter reisten. Es handelt sich um zweiundzwanzig Fälle, vier weibliche Personen, zwanzig männliche. Namen und Herkunft werden nicht genannt. In wenigen Fällen wird etwas über die Personalien gesagt. 1713 kamen zwei zusammen. 1723 ist der ,,Proselyt gewöhnt, hierher zu kommen“, und wiederum 1723 ist es ״der obenerwähnte Proselyt1735 .״ sind es ״zwei Proselyten, die sich angezogen fühlten, die von Ort za Ort Aufenthalt nahmen״ 1736 ,(*״eine Frau, Proselytin, die von Rabbinern Atteste besass״, in demselben Jahre ״ein Proselyt, der Aufenthalt nimmt, und dessen Wohnsitz in Amsterdam ist, wie aus den Attesten erkennbar ist, die in seiner Hand sich befinden1748 .״ handelt es sich um ״eine arme Proselytin“. 1770 sprechen wiederum zwei Proselyten vor, 1775 ein solcher mit seiner Frau. Die Höhe der Unterstützung für je eine Person schwankt zwischen drei Groschen und einem Gulden, der 30 Groschen galt; die Annahme dieser Gaben galt nicht als ehrenrührig, auch Rabbiner, Prediger und abgebrannte Aerzte nahmen sie entgegen 1 2). Gottfried Losch, ein zum Katholizismus übergetretener Lutheraner, leugnete die Dreieinigkeit und wurde im Juni 1745 laut gerichtlichen Urteils in Posen mit glühenden Zangen gezwickt und, nachdem ihm die Zunge herausgerissen worden war, lebendig verbrannt. Ob er dem Judentume nahe stand, ist uns nicht bekannt geworden3). Im ersten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts wollte in Wongrowitz ein Nichtjude zum Judentum übergehen. Der dortige Rabbiner R. Jakob Lithauer wollte die Beschneidung nicht vollziehen lassen, da ein Verbot der preussischen Regie- 1J S. 152b: לשני גרים גרודים המתגודדים ממקום למקום; zu dem Ausdruck vergl. Jebamoth S. 79 a u. ö. 2) Flatower Chebrabuch S. 37 a [1748], 135b [1713], 136 a [1714, wohl zweimal], 142b [1722/23], 143b [1723 zweimal], 147a [1729]. 152b [1735], 155 b [1736], 157 a [1736], 221 a [1770], 224b [1772], 236 a [1775], 247 b [1778], 248 b [1779], 252a [1780], 265a [1782], 273a [1783], 274 b [1784], 277a [1785], 283b [1786J. 3) Lu kaszewiez a. a. O. 11 295.

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