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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 95

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 95)
Language
German
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32 Gemeinde ad acta zu legen 104). Allerdings musste auch R. Akiba Eger wahrnehmen, wie ein Teil namentlich der jüngeren Generation seiner Gemeinde unter den blendenden Einwirkungen der neuen Schulen und Tdeen sich seinem Einfluss entzog und sein Wirken für seine engere Gemeinde — von der grossangelegten Lehr- und Justiztätigkeit abgesehen — fürs erste neben seiner Fürsorge für die Gesetzmässigkeit der religiösen Gemeindeinstitutionen auf Einzelfälle und Kleinarbeit beschränkt war. So brachte er kurze Zeit nach seinem Einzug (1816) eine Summe von 300 Tlrn. auf für den im folgenden Jahre ausgeführten Bau eines bescheidenen Lehrhauses in den Räumen der früheren ״Badestube“, da das alte Lehrhaus bei dem grossen Brande 1803 ein Raub der Flammen geworden war 105). Ebenso erwirkte er, da zur gleichen Zeit auch die Einschliessungsmauer des Juden- Viertels zerstört war, vom Polizeidirektor, der 1818 die Bel euchtung Posens durch hängende Laternen anordnete, die Erlaubnis, mittelst der neuen Laternenpfähle vorschriftsmässige Erubschnüre herzustellen unter der Bedingung, dass die Juden zur Errichtung der kostspieligen Laternen wesentlich beitragen, woraufhin der Vorstand auf seine Veranlassung die Einnahme aus dem Verkauf der Synagogengallerien bis zu 500 Tlrn. für diesen Zweck zur Verfügung stellte 106). Fanden aber diese und ähnliche Bestrebungen seiner seelsorgerischen Tätigkeit zum Schutze der Thorapflege und zur Wahrung der traditionell-religiösen Praxis nicht immer die verdiente, ungeteilte Anerkennung und Unterstützung in Posen, so konnte sich doch auch hier keiner dem Banne der Begeisterung und Verehrung entziehen, zu der die Entfaltung seiner aus dem Borne reinster und tiefster Religiosität quellenden Seelentugenden alle unwiderstehlich hinriss. Seine wahrhaftige Demut, sein überall bewährter, unbestechlicher Gerechtigkeitssinn 107), sein nach 04י) Posener Staatsarchiv C. XVIII, 50. Bezeichnend für das Ansehen R. A. Egers ist, dass auch David Caro später seine Reformvorschläge nur pseudonym zu veröffentlichen wagte; vgl. oben S. 7. 105) Posener Gemeindebuch III. S. 39: צריך?1הודיע שקבלנו מן אדמ״ו הגאון ר׳ עקיבא איגר.. סך ג׳ מאות ד״ט להוצאת בנין ביה״ם כמבואר בקונטרס שבט תקע״ו ומעתה הבית החרך והמרחץ נבדלו להיות קדושים בקדושת ביה״ם י״א שבט תקע״ז. 16״) Ibid. S. 48. Siehe auch Anhang IX über den Umbau der Syna«־ gogengailerien. 107) Auch sein Amtssiegel in Posen zeigt in sinniger Weise in der

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