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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 86

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 86)
Language
German
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23 satz zur Gegenwart, sich als ideale, hingebungsvolle Pfleger und Förderer des Talmudstudiums trefflich bewährten. Aus der stattlichen Reihe dieser Jünger seien hier besonders genannt Daniel Lasker aus Jarotschin, Vater des bekannten Abgeordneten Eduard Lasker; der als sehr gründlicher Talmudforscher weit über die Grenzen seiner Provinz hinaus bekannte Meir Bergei in Rawitsch, einer der ältesten Posener Bachurim, 1805—1888; Michael Nathan80) und AbrahamBlaschke ebendaselbst80 ); in Rogasen die Kautieute Meir Weyl, Elias Hahn und Kirschner; in Gnesen J eschaja Pul vermach er und Obed K uttner; in Pieschen Mosche Geliert; in Filehne A. Seckeisohn; in Schrimm Aron G< ldSchmidt; in Posen, ausser den Genannten, der Lehrer Victor Löwenfeld, starb 1883, Todros Munk, starb 1866, Salomo Pos ner, Sohn des erwähnten R. Raphael Moses, ß. Mordechai Schönlank, später in Pressburg81), und der heute noch in Posen lebende, greise Aron Thor ner aus Slusewo. Der Einfluss des Lehrers auf diese seine Jünger war so ausserordentlich tiefgreifend und nachhaltig, dass die Nachwirkung Egerschen Geistes meist heute noch bei den Nachkommen seiner Schüler in der Verehrung jüdischer Gelehrsamkeit und Frömmigkeit wahrzunehmen ist. Andrerseits hat ß. Akiba Eger neben dieser unschätzbaren Zukunftssaat das grosseVerdienst, in seiner Zeit, da infolge der Reform- und Kulturbestrebungen der geistige Zusammenhang zwischen der deutschen und östlichen Judenheit immer lockerer und schwächer wurde, durch seine Persönlichkeit und Wirksamkeit die innere Verbindung mit der Gesamtjudenheit, auch nach dem Wegzug des ß. Jakob Lissa aus Deutschland (1821), aufrecht erhalten zu haben. Wurde er doch überall als religiöser Führer und massgebende Autorität auf dem Gebiete des jüdischen Religionsgesetzes, wie kein anderer deutscher Jude nach ihm, anerkannt. Von Posen, über das er bald einen ungeahnten Glanz ausstrahlte, ging die Lehre aus. Die ersten Koryphäen des Auslands rechneten mit *>) ת׳ I, 189. 8°a) Ein Verwandter desselben, Herr Hausdorf in Baltimore, sandte mir ein handschriftliches Collegienheft zu, welches A. Blaschke — wie wohl auch viele andre Schüler — im Anschluss an die talmudischen Lehrvorträge des R. A. Eger anfertigte, um die dabei vorgebrachten חידושי תזדה aufzuzeichnen. 81) Siehe חוט המשולש I, 22.

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