Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
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bedeutenden Schüler R. A. Egers, bei dem er 7 Jahre lernte, ״Ravs Bachur“ genannt, Rabbiner in Krojanke imd Gollub70), gest. 1879; ferner der Klausrabbiner zu Altona, R. Jecheskel Johlsohn. Ungleich der bedeutendste, originellste und begabteste unter all diesen Schülern des Rabbi Akiba Eger ist wohl aber der geistvolle und philosophisch gebildete, weithin berühmte R. Zwi Hirsch Kalischer aus Lissa, später in Thorn, 1795—1874, Verfasser des philosophischen אמונה ישרה, des Pentateuchkommen־ tars ספר הברית, des Ritualkommentars צבי לצדיק und der geistige ״Vater des Zionismus“71). — Ausser diesem haben aber auch andere seiner Schüler in grösserer Zahl, dem Drange der Zeit gehorchend, während oder nach dem Talmudstudium sich mit allgemein-profaner oder gar höherer, akademischer Bildung vertraut gemacht. Unter Letzteren sind besonders bekannt die beiden Talmuddozenten Dr. David Joel aus Inowrazlaw, 1815—1882, Rabbiner in Schwersenz und Krotoschin, später Seminarrabbiner in Breslau, Verfasser der Schriften ״Die Religionsphilosophie des Sohar“ und ״Der Aberglaube und die Stellung des Judentums zu demselben“72); Dr. L. ben Aron Juda Lazarus aus Filehne, 1835—1837 Schüler des R. A. Eger (gleich seinem Vater, s. Jahrb. II S. 55), 1872 - 1875 Rabbiner in Prenzlau, ebenfalls später Seminarrabbiner in Breslau, verfasste ״Zur Ethik des Talmuds“73); der bekannte Talmudübersetzer Dr. Moses Ephraim Pinner74); der Verfasser der Lexika zum Talmud, Midrasch und Targum, Prof. Dr. Jakob Levy aus Rosenberg, später in Breslau, Sohn des Bomster Rabbiners Isak Levy, starb 189275); der in Lissa geborene, als Dichter, Prediger und jüdischer Literarhisto- 70) S. Hammagid und Jüdische Presse, Mai 1879, an ihn 66 ת' מר״ם יפזז und 92, er korrespondierte auch mit B. H. Auerbach, Juda Lob Blaschke, Zwi Mecklenburg, Moses Feilchenfeld, Seligmann Baer Bamberger u. a. (Handschriftlicher Nachlass im Besitze seines Sohnes in Stralkowo). 71) Siehe Lewin a. a. O. S• 285. 72) Siehe Ost und West a. a. O. und oben die Angaben über seinen Vater. 3ד) Siehe Brann, Geschichte des jüdisch-theologischen Seminars in Breslau, 1904 S. 103. 74) Siehe Lewin, Aus der Vergangenheit der Gemeinde Pinne S. 17. 75) Siehe Lippe, Bibliographisches Lexikon S. 282.