Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 74)
- Language
- German
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11 die Vergangenheit des p. Eger und darauf, dass sein Gehalt nur 2 Tlr. mehr33) als das seines Vorgängers betrage, sowie dass derselbe bereits seinen Posten zu Märkiseh-Friedland resigniert habe. Die in unmittelbarer Folge sich häufenden Proteste vom 28., 31. August und 1. September, die allerdings auch in der Energie und Beschleunigung des Vorstandes ihren Grund hatten, bestimmten die Regierung zu dem Bescheid vom 6. September, wonach die Majorität der stimmberechtigten Mitglieder den Rabbiner wählen und mit seinem Diensteinkommen einverstanden sein müsse, sodass auch die Minorität keine erheblichen, begründeten Einwände gegen ihn auf st eilen könne. Zum Glück aber hatten die Gemeindeältesten schon vorher wiederholt und schliesslich mit Erfolg, — wie sie der Regierung am 5. September anzeigten, — sich bemüht, die Einigkeit in der Gemeinde durch ein Kompromiss herzustellen und die Gegner von der geeigneten Individualität und humanen Denkungsweise des R. Akiba Eger zu überzeugen. Nachdem R. Jakob Lissa selbst zur Leitung der Sitzung und Schlichtung des Streites nach Posen berufen ward 34), wählten auch die Gegner in Rücksicht auf den Gemeindefrieden und auf den Kulturzustand des Gros der Gemeinde ״aus den vielen Übeln das kleinste44 und willigten in die Anstellung des R. Akiba Eger unter den folgenden Bedingungen, durch welche sie — nach ihren eigenen Worten 35) — dem R. Akiba Eger die Mittel benahmen, um für die heilsame Verbesserung der Jugend schädlich zu werden, ja sogar ihn ״ausser Wirksamkeit zu setzen44 und ihm den Weg zu einem Aufklärung, Moral und Humanität befördernden Verfahren ״vorzuzeichnen44 wähnten. Diese, zwischen den Bevollmächtigten beider Parteien, den Gemeindevorstehern, den drei Vieerabbinern, am 1. Ellul in Posen vereinbarten und von R. Akiba Eger am 2. Ellul in Friedland Unterzeichneten 10 (8) Punktationen 36) enthielten 38) Das Einkommen des R. Josef Hazaddik betrug wöchentlich 20 fl. (— 206 Tlr. jährlich), für 2 6 דרשות Tlr., Ostermehl 3 Tlr-, von Verlobungen jährlich 25 Tlr., für Trauungen 2%, c. 25Tlr., vordem 5. Mai 1707 c. 100 Tlr. Gebühren für Rechtspflege. Posener Archiv XV111, 12 vom 20. Juli 1707. 34J S. Kämpf a. a. O. S. 35. 85) ln ihrer letzten Erklärung an die Regierung am 6. September. 36) Dieselben, 10 an Zahl, befinden sich im Posener Gemeindebuch ס, הזברומת IV, S. 34 und 8 davon, mit einigen Abweichungen, im Posener