Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486269--0391-3486751- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
54 hatte, auch materiell, wie aus den später festgesetzten iiedingungen für den aufzunehmenden Rabbiner (s. weiter) erhellt, nichts Verlockendes bot, liessen sich für das ledige Rabbinat 11 Kandidaten ״engagieren“, darunter die Rabbinen geachteter Gemeinden wie Prenzlau, Filehne, Schönlanke, Labischin, Kurnik und Zempelbürg und, der Not und dem Drängen seines unglücklichen Schwiegervaters gehorchend, — auch R. Akiba Eger * * * * * 6 * * 9 10) — obschon er sich nur schweren Herzens zu diesem verantwortlichen Amte entschliessen konnte 11). Von diesen Bewerbern kamen jedoch nur 4, der Rabbiner von Prenzlau, R. Salomon benR. Hirschei Lewin, seit 1792 Rabbiner in London 12), der Rabbiner von Labischin, R. Abril Katz aus Dt. Krone und R. Akiba Eger, in die engere Wahl. Am 8. Adar I 1791 schritten die Aeltesten zur Abstimmung, setzten jedoch vorher den Kontrakt fest (s. Anhang I).. der die Einkünfte und Ehrenrechte des neuen Rabbiners bestimmte. Danach sollte derselbe neben freier Amtswohnung und freier Beleuchtung für die Wintermonate (2 Stein=40 Pfd. Licht) ein Monatsgehalt von 10 Tlrn., ein Jahreshonorar von 6 Tlrn. für die beiden zu haltenden דרשות, einige Naturalien für den Bedarf am Pessachfeste und die damals üblichen Revenüen רח״ש, bei Hoch- Zeiten 2%, (bei auswärtigen von Seiten des Bräutigams die Hälfte), bei Testamenten, Erbschaften 1% (wovon 1/3 die דיינים erhalten), ein Gesamteinkommen, bei dem auch damals ein repräsentierender Familienvater von 4 Kindern nur kümmerlich und notdürftig standesgemäss leben konnte. Ausserdem wurde 10) In den Friedländer Gemeinde׳Acten heisst es: פאלגענדע רבנים האבען wohl R. Jacob Moscheh ben R. Saul, הרב בק״ק ווילעהן D :דך ענגאגירען לאסען Schwiegersohn des R. Hirschei LewimBerlin, der nach dem Tode seines Vaters, Tamus 1750, als dessen Nachfolger zum Rabbiner in Amsterdam wurde. (R. Israel Joel) 2 הרב ק" ק שלאנק) vgl. Landshuts חידושי אנשי שם S. 111. (3 הרב גק״ק לאבישין הדרשן, (4 הרב בק״ק פרענצלויא, (5 התורני מיה אברי׳ 6 התורני ביו' עקיבא איגר מליסא, (7 הראב״ד) ,(Deutsch-Krone=) כ״ק מווא\טש wahrscheinlich R. Secharja Mendel, der 1784 (Flatow) רק״ק זלאטווע 1|ehuda b. Jacob ,חהלות יעקב (8 התורני מה״ו יהודה דיין מליסא approbiert, 9 הרב״ד דק״ק קארניק, (10 הרב אב״ד) Hakohen?, 8. Lewin S. 267). .התורני טו״ה פינחס סנהיים מגלאגוי (H דק״ק צעמפעלבורג ") Vgl. Brief an Bleichrode. 12) Ueber ihn s. Eisenstadt, 123 ,122 רעת קדושים und Landshut a. a. 0• S. 110.