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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 41

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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…/3486266-3486269--0374-3486734
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37 Urenkel des Lissaer Rabbiners R. Itzig hen Elia Rahdes26) der bereits eine Tochter מסה mit R. Josua Lob Feibelmann Halevy, später Dajan in Lissa (s. weiter), verheiratet hatte, begehrte den ihm als Talmudgrösse warm empfohlenen Akiba Eger zum Gatten für seine jüngere Tochter Glückchen. Sowohl sein Oheim Wolf Eget* als auch seine Eltern in Eisenstadt befürworteten diese vorheissungsvolle Verbindung, und so feierte Akiba Eger im Alter von 18 Jahren, wie es die Mischna vorschreibt, im Jahre 1780 26) (in den Omertagen) seine Vermählung mit der als züchtig, tugendhaft und später als gottesfürchtig in der Erziehung ihrer Kinder gerühmten Glückchen Margulies in Lissa, wohin er auch auf die Dauer übersiedelte. Die Freudenklänge dieser Vermählungsfeier hallten auch in Breslau wieder, wo sein Oheim und Lehrer das frohe Familienereignis im Kreise seiner und seines Neffen gelehrten Freunde, insbesondere des Jesaia Pik und Jizchak Joseph Teomim, festlich beging und durch die an den Gratulation*- brief sich anschliessende Erörterung über ein halachisches Problem 27) talmudisch würzte. In den daran sich knüpfenden Gut« achten R. Akibas (30—32), dem ältesten Denkmal seiner Geisteserzeugnisse, offenbart sich bereits sein kritisches Talent, sein tiefes Eingehen auf die Grundgedanken talmudiseher Lehren und ihrer autoritativen Kommentatoren, der ראשונים, und der Ansatz zu seinem umfassenden Wissen, aber auch sein durch jugendliches Feuer noch erhöhtes, rücksichtsloses wissenschaftliches Selbstbewusstsein, welches seinem Lehrer, noch mehr einem Jesaia Pik gegenüber, fast an Oppositionslust streift. — R. Akiba Eger in Lissa 1780—1790. Lissa, z. Z. zum Königreich Polen gehörig, jedoch mit einer stärkeren, deutschen Bevölkerung und über 4000jüdischen Seelen1), war damals eine der nervorragendsten Pflanz- und Plegestätten 25) S. Lewin, Geschichte der Juden in Lissa S. 244 und S. 176. 26) Nicht 1770, wie Lewysohn und nach ihm Lewin annimmt. 27) .אם כסב בימי הספירה היום כך וכך לעומר אם יצא בזה s.'129,30 ת* 31, 32.!) S. Wuttke, Städtebuch des Landes Posen S. 358 ff.

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