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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 33

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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29 wissenschaftliche Darstellung erforderlichen Urkunden zu Rate zu ziehen, und vor allem ohne Rücksicht zu nehmen auf die Eigenart seines Lehrganges und seiner Werke und seine besondere Bedeutung für das jüdische Religionsgesetz3). Auch sind seitdem einzelne Episoden seines Lebens durch Spezialforschungen und nachträgliche Veröffentlichungen in ein neues, gänzlich verändertes Licht gerückt. Im folgenden wird darum versucht, eine wissenschaftliche Darstellung R. Akiba Egers, seiner Entwicklung, Wirksamkeit und Bedeutung, gestützt auf urkundliche Quellen und das Studium seiner Werke, sowie der auf ihn bezüglichen Literatur, vorzuführen. — 3) Die teils deutschen, teils hebräischen Lebensbeschreibungen Akiba Egers sind meist von Schülern und Nachkommen verfasst. a) Die erste schätzbare schrieb S.J. Kämpf im Todesjahre des A E.: Biographie des Rabbi Akiba Eger (deutsch) nebst einem Trauergedicht auf sein Hinscheiden. Lissa 1838. b) 1862 erschien in Berlin als Einleitung zu den הגהות ר׳ עקיבא איגר על ש״ע יו׳ד von seinem Urenkel Abraham Moses Bleichrode תולדות רביג׳ עקיבא איגר (hebr.), nach Mitteilung von Abraham und Salomo Eger. c) 1865 (1869 und 1875 neu aufgelegt) erschien eine vollständige Biographie des R. Akiba Eger von Salomon Lewysohn in Posen, der selbst ״durchaus keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit“ (Einl.) erhebt. Auf diese Aibeit stützt sich auch die volkstümliche Biographie von A. Ein ״jüdische Charakterbilder“ von M. Ehrenteil, Pest 1865. d) 1887 erschien in Paks in הוב המשולש von seinem Urenkel שלמה סופר (hebräisch) תולדות יבינו עקיבא איגרזצ״ל. Daneben sind die kleineren, meist populären Aufsätze wie der von Steinschneider in Ersch u. Gruber, Art- Gins, von N. H- Friedländer: ״Das Talmudstudium in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Wien 1901“ sowie in der Flanterschen Jugendschrift kaum nennenswert. Recht schätzenswert dagegen für die Posener Lebensperiode ist die auf Urkunden basierende Darstellung von Dr. Philipp Bloch in : ״Die ersten Kulturbestrebungen der jüdischen Gemeinde Posen unter preussischer Herrschaft“ (Jubelschrift zum 70. Geburtstage von Prof. Grätz) sowie für die Lissaer Periode die Mitteilungen in der soeben erschienenen Geschichte der Juden in Lissa von Lewin, namentlich S. 244 ff ln verschiedenen Punkten sind meine Forschungen mit den Ermittelungen des Letzteren zusammengetroffen. Beiden, Herrn Dr. Bloch—Posen, wie Herrn Dr. Lewin—Pinne, schulde ich für mannigfache Informationen und fördernde Winke meinen Dank. Der Kürze halber ist im folgenden die Biographie a. mit Kämpf, b. mit Bleichrode, c. mit Lewysohn, bezeichnet; die תשובות ר' עקיבא Teil I sind mit ‘ת I, dieselben Teil II mit 'ח II, desselben דרוש והדוש mit דו״ה Citiert.

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