Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 80 (1916)
- Issue
- Heft 24 (16.6.1916)
- Date
- 1916-06-16
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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3 enehmigt n 1. Juli i-e -innere kmeinbe^ - - Die Ohlsdorf estatteten geräumt, ierrlickier, öhne der r S-teintl'ien des lußerbem In der angelegt, worben, i Anlage an. Der ewährten Eduard stlerisches rer Hamfern von lirb auch erhalten, ü tz u n g üelt seine hob im er außermkeit nur heit eines!N konnte, rr Nnterahmte im Gemeinde Nark und schuß von anerkannt ' die Berge, die Hause zu onndetenin seinen s'che Darcharaktee Hintertergrunde aus dem n ist, bereit. Aus ihre verödete aber on ihre in rste Hilfe bst ist ast s gedacht, wtdürftig auf dem Mundeten Endplatzes die Verer Sanilteriesanideten sind eine Vorr größere väge aussen Uninnd Fetd- Hier gibt : Signatl, die ihre gesamten Einrichtungsgegenstände den Gerätschaften am Orte selbst entnimmt. So weist ihre Einrichtung den aus Holz gezimmerten Behelssoperationstisch auf; der Helm dient als Narkosenmaske bei der Plastisch )\ix Darstellung gelangenden Operation. Das weiter rückwärts ge-, legene Feldlazarett, in das sich der Abtransport aller irgendwie hierfür in Frage kommenden Verwundeten vollzieht, weist bereits die Einrichtung eines Lazaretts -auf, wenn natürlich auch in wesentlich Primitiverer Form als die Lazarette im Innern -des Landes. Hier wird mit Feldröutgenapparaten und anderen fahrbaren Einrichtungen gearbeitet, die sicher das Interesse vieler Besucher erregen werden. Bom Feldlazarett vollzieht sich auf Leiterwagen, Automobilen der Abtransport in das Etappenlazarett, das wiederum nur eine Station für die Ilebernahme der Verwundeten in das Heilnatlazarett bildet. Tie lleberführung nach dort vollzieht sich durch den Lazarettzug, der zeitun'tfe neben -einem Badezug auf dem Gelände der Ausstellung der Besichtigung durch das Publikum offen stehen soll. Hier werden mtcf) die oerschiedeueu Trachten der männlichen und weiblichen Krankenpftegerorganisationen, die sich um die Ileberführung der Verwundeten vom Felde zur Heimat verdient machen, zur Ausstellung gelangen. Aber auch die Lazaretteinrichtungen im Innern des Landes dürften in ihrer ivstematischen Ordnung hier im Gesamtraymen das Interesse des Besuchers ebenso gefangennehmen wie die Verbandstationeu auf den Bahnhöfen, die Vorrichtungen für den Verkehr zwischell Bahnhöfen und Lazarett, die Inneneinrichtung eines Krankenzimmers sowie die verschiedenen Einrichtungen, die für unsere Verwundeten und Kranken getroffen sind. Von Kölner Einrichtungen wird da ganz besonders der Verw nnd-etenarbeitsnachweis i'.n Wohlsahrtshause der Stadt Köln und der Verwundetennnchlveis für Angehörige zu nennen sein. 6. Z. Bochum, 9. Juni. Eindrucksvoll und schön war die am 3. d. M. abends auf dem Wilhelmsplatz anläßlich der Seeschlacht am Skagerrak stattgefnndene vaterländische Feier. Dichte Scharen umringten Schmied-Halle und Denkmal. Jugendwehr ruckte an und fügte sich in die Reihen ein. Auch Herr Oberbürgermeister Gr aff hatte sich cingefnnden und mit Herrn Stadtrat B o s cb andere Herren vom Ausschuß für vaterländische Feiern in Bochum. Herr Rabbiner Dr. David war gebeten worden, die Ansprache zu lialten. Ein stattlicher Sängerchor hatte sich ait§ Mitgliedern des R!ännergesangvereins „Schlägel und Eisen" gebildet. Mit v-aterländifchen Weilen und Marschen leitete die Merkertfche Kapelle ein. Tie Sänger trugen unter Musikdirektor H offmann den Ehor „Deutsche Völker" vor. Dann ergriff Herr Rabbiner Dr. David das Wort. Bon der nordischen Sage ausgehend, zeigte er, wie wuchtiger Hannnerschlag den meerbeherrschenden Drachen -- England - - in diesen Tagen getroffen. Die deutsche Marine hat den ersten großen Sieg erkämpft. Das danken wir den Tapfern, die ihr Leben eingesetzt haben für unser Vaterland, das danken wir den Führern, insonderheit unserem Kaiser und dem Organisator der delltschen Seewehr, dem Großadmiral v. Tirpitz. Wir gedenken auch des allmächtigen Gottes, der das Schicksal der Länder und Völker bestimmt, der mit uns war und der jetzt allch unsere Fluren segnet. Mit dem Gelöbnis „Deutschland über alles" klang die formvollendete und Packende Rede ans. Nach gemeinsamem Gesang der deutschen Hymne noch ein Chorlied von „Schlägel und Eisen". Wie ergreifend ertönte es doch in den linden Abend hinein: „Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen!" Das Publikum lauschte ganz der weihevollen Stimmungdieser Stunde hingegeben. J. A. Nürnberg, 9. Juni. D i e bayerische goldene T a p f e r k e i t s m e d a i l l e , die höchste Auszeichnung, welche sich ein Nichtoffizier erwerben kann, erhielt Walther Freudenthal, Offizierstellvertreter hu 14. bayerischen Insanterieregiment, Sohn des Rabbiners Dr. Max Freudenthal, der unter eigener größter Lebensgefahr im größten Granatfener 16 Soldaten seiner Kompagnie das Leben gerettet hatte. Das Eiserne Kr e u z e r - h i e l t e n : Stabsarzt der Artillerie Dr. Latte (Nürnberg), Lndwig S i l b.e r st e i n , Sohn des Schuhfabrikanten Jakob Silberstein tSchweinfurt). Den Militärverdienstorden 4. Klasse erhielt: Artillerieleutnant d. L. Dr. Otto R o s e n t h a l aus Nürnberg. Das österreichische M i l i t ü r v e r d i e n st - k r e u z 3. Klaff e m i t d e r K r i e g s d e k o r a t i o n e r h i e l t: Pionierhauptmann Siegfried K u x z m a n n , Bauamtmann in Rosenheim. Den Militärsanitätsorden 2. K l a s s e e r - hielt: Assistenzarzt d. N. Dr. Ludwig Cohen (München) für die ausgezeichneten Verdienste, die er sich dadurch erworben hat, daß er in der Zeit vom 20. bis 24. April 1915 und am 5. Mai 1915 mitten im schwersten feindlichen Artilleriefener unter ganz besonders schwierigen Verhältnissen und großer Lebensgefahr in einer weit über die Grenzen der Dienstpflicht hinausgehenden Weise in vorderster Linie die Verwundeten versorgte und barg. Zu Leutnants wurden befördert: Die Vizewachtmeister Alfred Low y im bayerischen 3. Trainbataillon, Lothar Fuld und Stefan Bauer bei der Landwehrseldartillerie, Julius Graf in der Reserve des 8. Feldartillerieregiments. Z u m Oberleutnant wurde befördert Leutnant Fritz Stein lein im 3. bayerischen Trainbataillon; z n m R ittmeister: Oberleutnant Anton Steinl e i n im 3. bayerischen Trainbataillon. Gkstrrrelch-Angsm. z. Budapest, 9. Juni. Ter hiesige israelitische Fran-enverein hielt am 19. v. Nt. seine 50. ordentliche Generalversannnlung unter dem Vorsitz der Bizepräsidentin Frau Dr. Josef R eint tz ab. Das Jubiläum soll mit Rücksicht auf die Kriegszeit nur mit einem Dankgottesdienste gefeiert werden. Die Sammlung zugunsten des Jnbiläumsfonds hatte den besten Erfolg, wofür die Vorsitzende den Ausschnßmitgliedern sowie den mildherzigen Spendern ihren Dank aussprach. Dem vom Sekretär Ladislaus Kajari vorgelegten Jahresberichte entnehmen wir folgende Daten: Jrn abgelanfenen Jahre wurden außerordentliche Unterstützungen von 3 7 743,60 Kronen, regelmäßige monatliche Unterstützungen von 61 93 7 Kronen, vierteljährliche Zinsbeiträge von 10 200 Kronen, Heiratsausstattungsbeiträge von 680 Kronen und Zinsen ans verschiedenen', zu bestimmten Zwecken -errichteten Stiftungen von 6427 Kronen, zusammen daher 116 987,60 Kronen verteilt. Im Mädchenwaisenhanse wurden 113 gänzlich verwaiste und 48 halbverwaiste Mädchen erzogen. Die Ausgaben für diesen Zweck betrugen 12 7 769,22 Kronen. In der Volksküche dieses Vereins speisten vom 1. Januar bis 31. Dezember 1915 287 465 Personen ohne Unterschied der Konfession, und hiervon gänzlich gratis 14 867 Personen, zum größten Teile Familienmitglieder der einberufenen Soldaten. Die Verwaltungskosten der Volksküche betrugen 110 019,60 Kronen. Im Alice-v.-Weisz-Wöchnerinnenheim haben im abgelanfenen Jahre 831 Frauen entbunden, und zwar 645 Israelitinnen und 186 anderer Konfession. Die Ausgaben für dieses Institut betrugen 56 406,78 Kronen, die Gesamtausgaben für sämtliche Verwaltungszweige der Humanitären Wirksamkeit des Vereins 411 183,20 Kronen, denen nur Einnahmen im Betrage von 345 689,11 Kronen gegenüberstehen. Das Verwaltnngsdefizit von 65 494,09 Kronen wurde durch Abschreibung vorn Vereinsvermögen gedeckt. Der Bericht gedenkt sodann der Verluste, die der Verein durch das Hinscheiden der verdienstvollen Vorsteherin Frau Moritz Heidlberg, des Ausschußmitgliedes Frau Albert Netter, des Ehrenmitgliedes Hofrat Berthold v. Weiß und des Chefredakteurs des „Egyenlösäg" Max Szabolcsi erlitten hat. Der Bericht wurde dann zur Kenntnis genommen und dem Allsschuß für das nbgelaufene Verwaltungsjahr das Absolntorium erteilt. Ansschußmitglied Frau Emanuel v. Stein würdigte die unermüdliche Tätigkeit der Vereinsleitnng und sprach der Präsidentin, den Vizepräsidentinneu, den Vorsteherinnen und sämtlichen Allsschußmitgliedern ihren wärmsten Dank aus. Ferner wurde dem Chefärzte des Wöchnerinnenheims für sein rastloses Wirken, der Presse für ihre Werktätige Unterstützung der Dank ansgedrückt. Schließlich wurde Frau Rosa G o m p e r z in Anerkennung ihrer unermüdlichen Wirksamkeit zum Ehrenmitgliede gewählt und den Mitgliedern der Revisionskommission Dr. Leo v. G o l d b e r g e r , Alexander Fleischt, Stefan Popper, Adolf v. U l l m a n n und Manfred v. Weiß Dank votiert. Amrrika. Z, New?)ork, im Mai. Der New Porker Zlueigverein trcr „Alliance Israölite Universelle" erhielt vonr Hauptsitz der Gesellschaft in Paris einen Bericht über die Ansiedlnng von ungefähr 750 Inden in Ajaccio ans Korsika, die von den türkischen Behörden aus Palästina verwiesen wurden, da sie, ans Algerien oder Marokko gebürtig, französische Staatsangehörige sind. Zum zlveitell Male unterstützt hier die Alliance diese Flüchtlinge. Das erstemal wurden sie von amerikanischen Kriegsschiffen ans der Türkei nad) Kreta gebracht. Das war eine leichtere Arbeit für die Alliance, denn auf Kreta gibt es jüdische /