Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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Dr. Norden aus Elberfeld diejenigen der Elberfelder Gemeinde. Landrichter Dr. G r ü n e b a u m ans Berlin 'feierte die Rabbiner der Gemeinde. Damit hatte das stimmungsvoll verlaufene Festmahl fein Ende erreicht. Aus Anlaß der Synagogenweihe wurden mehrere Auszeichnungen verliehen, die Oberbürgermeister Holle vor der kirchlichen Fhier bekanntgab. Es erhielten: Die silberne Medaille für verdienstvolle Leistungen im Bau- und Verkehrswesen oer Schöpfer des Baues, Professor Edmund Körner; den Roten Adlerorden vierter Klasse der erste-Rabbiner der Shnagogengemeinde, Dr.Salomon Samuel, und der erste Vorsitzende der Shnagogengemeinde, Stadtverordneter und Kaufmann Hermann Herz; den Königlichen Kronenorden vierter Klasse das Mitglied der Baükommission des Synagogenbaues, Kaufmann Jakob Geldern; die Kronenordenmedaille der Polier Wilhelm G e r l in g. : Paderborn, 26. September. Der hiesige Kreistierarzt Fötting ist wegen fortgesetzter Beleidigung des Tierarztes Blümenseld zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Fötting hat wiederholt von Dr.- Blumenseld -mit dem Ausdruck „der Jude" gesprochen und außerdem zu einem anderen Tierarzt geäußert, er möge „den Juden" nicht leiden. Charakteristisch ist es, daß Fötting auf die Frage des Vorsitzenden, wie er dazu komme, den Dr. Blumenfeld stets nur als „den Juden" zu bezeichnen, erwiderte, er habe den Ausdruck nicht als Beleidigung angesehen; etwas anderes wäre es, wenn er von dem Privatkläger als „dem stinkigen Juden" - gesprochen hätte:; Selbstverständlich wurde diese- Astt der Beleidigung von dem Vorsitzenden gerügt. L2 Marburg, 26. September. In den letzten Tagen noch begingen mehrere ehemals kurhessische Truppenteile, darunter das Infanterieregiment von Wittich Nr. 83, ihre Jahrhundertfeier. Wer die alten Soldaten jüdischen Bekenntnisses kennt, war nicht überrascht über die Begeisterung, mit der sie an den Festlichkeiten ihrer einstigen Truppenteile teilnahmen. Diese Treue und diese unverbrüchliche Anhänglichkeit konnten zu keiner Zeit durch Schmähungen von untergeordneter oder kränkenden Zweifel von hochstehender Stelle geschwächt werden. Und diese Gesinnung fand und findet die gerechte Würdigung bei den andersgläubigen Kameraden, die ihre jüdischen Waffenbrüder anders und besser einzuschätzen wissen' als der frühere Kriegsminister v. Heeringen, der auch ein Hesse ist. Jüdische Krieger, die aus körperlichen oder familiären Rücksichten sich von den Festlichkeiten fernhalten wollten, ließen sich durch das Drängen der nichtjüdischen Freunde zur Teilnahme umstimmen. Außerordentlich entgegenkommend erwiesen sich auch die Militärbehörden, wie folgender i Fall zeigt. Ein junger jüdischer Kaufmann aus einem hessischen Städtchen war zu einer Uebung bei einem Garderegiment einberusen. ' Der Vater „reklamierte" mit der Begründung: Er Müsse, feinen Sohn während dessen Abwesenheit in seinem Geschäft vertreten und sei dann verhindert, an den Gedenkfesten der Truppenteile, bei denen er gedient und in deren Reihen er den Feldzug mitgemacht, sich zu miMür« Monatlich 2 Mark Jeder Abonnent erhält 6 separate Wochenschriften kostenfrei Jeden Sonntag: Der Wellspiegel; jeden Montag: Der Zeitgeist; jeden Mittwoch: Technische Rundschau; jeden Donnerstag: Der Weitstiegel; jeden Freitag: ULK; jeden Sonnabend: Laus Hof Garten. Breslau, , Jhigrgärfen-Sfrasse 55-57| Teleph.No, 548. Modernster Comfort. . Alle zeitgemäß. Heilverfahren. Behandlung aller inneren und nervösen Krankheiten, i , Besondere Abteilung für Zuckerkranke. I Prospekte durch den Besitzer una leitenden Arzt Dr. 8. Winkler. 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