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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-10-01 · Heft 40 (1.10.1913) · p. Seite 7

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 40 (1.10.1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 7 (sequence 19)
Language
German
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beteiligen. Daraufhin wurde der Schn für dieses Jahr von .der Hebung befreit, und der Vater nahm zuerst an den Festen des Marburger Jägerbataillons und wenige Tage später an den Festlichkeiten der „Dreiundachtziger" teil. Auch da zeigte sich, , daß die kameradschaftliche Zuneigung, die nicht von dem Bekenntnisse abhängt, trotz aller Periodischen Hetzereien standgehalten hat,/ und .manch, rührendes Wiedersehen und manch wehmütiger Abschied waren zu verzeichnen. Eine besondere Genugtuung wurde noch dm jüdischen Kriegern geboten. Die Festschrift verherrlicht die hervorragendsten Kriegstaten der Dreiundachtziger. Der Divisionspfarrer W. Wegner hat sie in Versen, in „Liedern und Balladen" geschildert. Darin werden auch eine Heldentat des jüdischen Musketiers David Marx und dessen erfolgreicher Wagemut von dem geistlichen Barden besungen. Marx lebt heute friedlich in seinem hessischen Dorfe. Aus der Festschrift sind weiter die Namen der gefallenen Offiziere und Mannschaften zu entnehmen.. Unter 328 gefallenen Dreiundachtzigern sind mindestens sechs jüdischer Abkunft. Luszlsnd. 2. Petersburg, 26. September. Am 15. Oktober d. I. begeht die „Gesellschaft zur .Verbreitung von Aufklärung und. Bildung unter den Juden in. Rußland" das Jubiläum ihres 50 jährigen Bestandes. Diese Gesellschaft, welche unter den schlechtesten Auspizien ins Leben gerufen wurde und unter den schwierigsten Verhältnissen und Widerwärtigkeiten verschiedener Art ihre Tätigkeit hat entfalten müssen, hat trotz allen Schwierigkeiten, die ihr nicht nur von offiziell russischer Seite, sondern gar oft auch von seiten der orthodoxen Juden in den Weg gelegt wurden, ein-unermeßliches Stück Kulturarbeit geleistete Zum großen Teile ist es dieser Gesellschaft zu danken, daß die russischen Juden den Hindernissen, die ihnen bei Erwerbung des nötigen allgemeinen Wissens von der russischen Negierung entgegengesetzt wurden, dennoch sich auf jenem Kulturniveau erhalten haben, auf welchem sich ein großer Teil heute befindet. , Das Kuratorium der Gesellschaft plant eine Jubiläumsfeier in größerem Stile IW» Das Jdeal öer Hausfrau ist eine Singer Nähmasthine Neue Spezial-Apparate für den Lausgebrauch. Gründlich. Unterricht unentgeltlich Singer Co. Nähmaschinen Mt. Ges. Oerlin, Leipziger Straße 92. 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Das Publikum soll eine Demonstration des jüdischen Wissensdurstes in Rußland gegen die systematische -Drosselung der Lernbegier der Juden von seiten der russischen Regierung sein. — Bei -einer dieser Tage in Kiew stattgehabten Konferenz der Sanitätsbehörden gelangte ein Referat zur Verlesung, in welchem aus Grund offizieller Daten der Nachweis geführt wird, daß das sogenannte jüdische Ansiedlungsgebiet, innerhalb dessen die Inden, soweit sie nicht einer privilegierten Klasse angehören, im Sinne der russischen Gesetze zwangsweise ihren Wohnsitz nehmen müssen, eine ständige Epidemiegesahr nicht nur für die Juden und ihre engere Umgebung selbst, sondern auch für das ganze Land bildet. Der Bericht zollt hierbei den Bemühungen der jüdischen Kreise, in den Städten und Städtchen den Anforderungen der Hygiene zu entsprechen, volle Anerkennung, gibt jedoch zugleich zu, daß alle diese Bemühungen vergeblich bleiben müssen, da trotz der Zunahme der jüdischen-Bevölkerung der ihnen zu Gebote stehende Raum derselbe bleibt, wodurch eine für die Gesundheit gefährliche Ueberfüllung sich ergibt. Die Konferenz hat ein hierzu eingesetztes Komitee beauftragt, diese Angelegenheit weiter zu studieren und bis zur nächsten Konferenz einen motivierten Bericht an die Regierung vorzubereiten. Amerika. O. W. New Uork, 20. September. Am 1. September trat in den Vereinigten Staaten von Amerika das Gesetz in Kraft, durch welches den Besitzern von Hotels und anderer öffentlicher, allen zugänglicher Anstalten verboten wird, einen Unterschied zwischen ihren Gästen beziehungsweise Besuchern nach Religion, Rasse oder Farbe zu machen und dies öffentlich kundzutun oder es die Betreffenden direkt fühlen zu lassen. Die Uebertretung dieses Gesetzes wird mit einer Freiheitsstrafe von dreißig Tagen bis neunzig Tagen öder mit einer Geldstrafe von 100 bis 500 Dollar oder aber im Wiederholungsfälle, oder wenn der Uebertretungsfall zu kraß ist, mit beiden Strafen zusammen geahndet. Ueberdies steht es dem aus SANATOGEN Von mehr als 18000 Ärzten anerkanntes Kräftigungsmittel für Körper und Nerven. Zu haben in allen Äpotheken und Drogerien in Packungen zu M. 1.65 bis M. 15.—. 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