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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-05-22 · Heft 16 (22.5.1843) · p. Seite 248

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 16 (22.5.1843)
Date
1843-05-22
Page
Seite 248 (sequence 12)
Language
German
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■*■■248 -besten Zeugnisse über ihr bisheriges Betragen, so wie über : ihre Tüchtigkeit vorlegen. Hierauf Mflektirende wollen ' ihre Anträge unter Bezeichnung mit den Buchstaben BL E, . an die Dieterichsche: Buchhandlung in Göttingen porto- ■: ffrei senden. Neuestes israelitisches Gebetbuch. Bei F^ C. C^ LeulLart in Breslau ist soeben erschienen uyd in. Men Buchhandlungen zu haben: ■ r,s'V' Gott sieht in's Herz. Gebet - und Andachtsbuch für fromme Israelitiune», sowohl Frauen als Mädchen, zur öffentlichen und häuslichen Andacht an Wochen- Sabbat- Mest- und. Fasttagen, wie auch für alle Ver- ...Haltnisse des Lebens, bearbeitet von I. H. Jereybson. 300 Seiten in 8. Elegante Ausgabe auf Velinpapier. Geh. 'Preis 22*/2 Sgr. (18 gGr.) .. $er Herausgeber obigen Buches hat in einer vollständigen aus 144 Nummern bestehenden Sammlung aller i-auf das tägliche Leben bezüglichen Gebete seinen Glaubensgenossinuen ein ehrenwerthes Mittel an die Hand gegeben, asicht nur die. rituellen Verrichtungen im Tempcl zu verstehen-und richtig zu beurtheilen, sondern auch in allen Vorkommenheiten des Lebens sich gewünschten geistlichen Rath und Trost zu erholen. Dem Charakter des Geschlechts -gemäß, für welches das Buch bestimmt ist, hat der Verfasser sich einer edlen und einfachen Sprache beflissen; un- - nöthiges Wortgcpränge - ist sorgfältig vermieden; dagegen; aber durch eine eindringlich gemüthliche, Darstellungsweise -^dem von Dank überströmenden, wie dem gebeugten Herzen die Aeußerung ihrer innersten, Gefühle dermaßen erleichtert, daß die andächtige Beterin aus dem eigenen Herzeusquell .-zuisschopfeü -glaubt, - und>in riden -Stand-gefetzt ist, > .ihre .- Münsche / ' Gefühle/j geistiges Zustände'fwi der «edelsim Form i dem Geber-alles Guten.-vorzuführen, nndwahre:- Erbauung, -Erhebung, Gemüthsruhe, Trost.und Hoffnung, zu.schöpfen. Nicht minder - reichhaltig ist dieses Buch an Gebeten und Betrachtungen bei Sterbefällen:, wie. auch auf-dem.Gottes acker. Wir-glaubendaher-das -israelltische Publikum-.-um so mehr auf diese Erscheinung aufmerksam. yrachen zudürfen, als dasweibliche Geschlecht/, weiches zeither den liturgischen Verrichtungen fernere stand, eineniWegweiser in dem G ebiete des religiösen Kultus.dringend b e darf und auch bei der hau-S-ttchen Gottesverehrung dieses Buch mit immer wachsendem Jntresse ergreifen wird. Bei Leopold-Freund in Breslau-ist so eben erschienen, und in allen Buchhandlungen .Deutschlands zu haben: : Rabbinische Gutachten über die Verträglichkeit der freien Forschung mit dem Rabbiueramte. Erste Sammt. VI und 203 Selten, Zweite Sammt. IV und 112 S. Zusammen Hreis 1 Thtr. Diese, von dem Ober-Vorsteher-Collegium der jüdischen Gemeinde zu Breslau herausgegebene Schrift enthält die Gutachten siebzehn anerkannter und gelehrter Rabbiner-über die in dieser Gemeinde ausgebrochene Differenz. Die Namen der Rabbiner bürgen für die Gediegenheit der Urthcile: 'Landrabbiner Friedländer in Brilon, Oberrabbiner Chorin in Arad, Landesrabb. vr. Holdheim in Schwerin, Landrabb. Wechsler in Oldenburg, Oberrabb. Kohn in Hohenems, Landesrabb. vr. Herxheimer in Bernburg, .Rabb. vr. Einhorn in Hoppstädten, Landesrabb. vr. Heß in St. Lengsfeld, Distriktsrabb. Gutmann in Redewitz, Rabb. vr. Wassermann in Mähringen, Provinzialrabb. vr. Levy in Gießen, Rabb. vr. Aub in Baireuth, Oberrabb. und Präsident des israel. Consistonums Kahn in Trier, Kirchenrath u. Rabb. vr. Maier in Stuttgart, Rabb. vr. Adler in Kiffingen, Distrikts-Rabb. Stein in Burgundstadt, Bezirks- Rabb. vr. Grünebaum in Landau. Das Buch empfiehlt sich von selbst durch seinen interessanten Inhalt. Bemerkungen. ..Trotz so.häufiger Bemerkung müssen wir-wiederholen, daß wir vom Inhalt anonymer Briefe keinen Gebrauch :rnachen können. Dies dem Herrn K. in Palota in Ungarn zur Notiz. - -Der.-gehäufte politische Stoff verhinderte in . den letzten Nummern die Fortsetzung ches Aufsatzes „Jüdische Religjonsphilofophie," und wird diese in den nächsten Nummern ununterbrochen gegeben werden. Wir freuen uns, daß jener Artikel so viel Aufmerksamkeit erregt hat, daß er, noch ehe ec über die Einleitung hinaus ist, schon Gegner,.gefunden hat, so ungeduldige Gegner, daß sie nicht einmal das Ende abwarten konnten. Wir können uns übrigens auf die Widerlegung des Pseudonymen S. Herrmann durchaus nicht einlassen, dazu müßte sie erst in anständigem Tone abgefaßt und aus ihrer narrischen Verworrenheit herausgekommen sein. Wir müssen daher Herrn Kand. H. H. Joel vorerst für seine gründliche Mithülfe danken. ' Es soll nicht von uns gesagt werden, daß wir -jener bachurmäßigen Behandlung der Wissenschaft,., jener, von allen niedrigen Leidenschaften gepeitschten Genossen- . schüft, die sich der jüdischen Literatur — zu deren großem Nachtheil und Schande — bemächtigen will, auch nur - den geringsten Vorschub, auch nur die geringste Aufmerksamkeit schenken. - Die Redaktion. Druck von I. B. Hirschfeld. (Hierzu eine Beilage.)

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