Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1856)
- Date
- 1856-06-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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m»d die Handarbeit. 173 gesund und munter bleiben, sondern wir werden dadurch zugleich auch der Gemeinde ZakobS würdige Glieder, dem Staate wackere Bürger erziehen; verstummen werden sie alle unsere Ankläger, und Wer unserem Streben seine Aufmerksamkeit theilnehmend widmet, wird eingestehen, daß eS löblich, zeitgemäß. Gott und den Menschen wohlgefällig sei. — L. H. S7. Der Gebrauch (M.nlRtts). Nach talmudischen Grundsätzen, von Vr. Elias Grünebaum, Bezirksrabbiner zu Landau. (Fortsetzung.) Der Thalmud lehnt die Heiligkeit des Brauches an Spr. 1,8: „Höre, mein Sohn, die Zucht deines Vaters und laß nickt von der Lehre deiner Mutter?" Auch wir erkennen die Heiligkeit desselben an, ohne sie auf eine solche, jedenfalls bildliche, Erklärung einer Schriftstelle zu stützen. Er ist uns heilig, weil wir in ihm die natürliche Fortentwickelung des religiösen Lebens finden, die auck in den finstersten, sterilsten Zeiten nie ganz erstorbene Schöpfungskrast des Geistes, der sich die. seinem Bedürfnisse nach, den verschiedensten Zeiten und Orten angemessenen Formen, bewußt oder unbewußt, selbst geschaffen, einen Ausdruck jener Tradition im schönsten Sinne des Wortes, nach welchem sie der lebendige Born nie versiegenden Lebens in der Religion ist. Wir schicken diese Bemerkung voraus, um dem Verdachte der Miß- ______achtung des Brauches an sich, zu begegnen. Wir wollen vielmehr im Folgenden bloß den Nachweis liefern, daß unö der Brauch nicht zu ewiger Stagnation verdammt, daß im Gegentheil auf streng religiös-gesetzlichem Standpunkte die Fortentwickelung auf dem religiösen Gebiete auch nach dieser Seite geboten ist. Die wichtigste hierher gehörige Thalmudstelle ist kessetum S1, a: „Dinge, die erlaubt sind,. Andere aber den Gebrauch haben, nicht zu thun, darfst du vor ihnen nicht erlauben*)." *) P'Nn!? NVN X d! 1«^ 7N2 r»N2 V^NM wobei fich Ntdarim tS, » der Zusatz findet: 7^)^!? '"U um fie