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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1909-01-01
Page
34 (sequence 17)
Language
German
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— 34 nyme Kommentare zu den Proverbien und zu Hiob haben E. Kantorowskh und Wilhelm Bacher, den Kommentar zum Hohenliede des Immanuel b. Salomo B. Eschwege veröffentlicht. Was werden die Herren Prof. König und Hausrath dazu sagen, wenn sie in diesem Bibelkommentar aus dem dreizehnten Jahrhundert den Satz finden werden: „Die Liebe ist der Mittelpunkt, um den sich die ganze Thora bewegt." Das Buch Ruth hat Rafael Breuer, das Hohelied H. Wolfs kommentiert; über den Patriarchen Abraham handelt A. Gerson, über den Dekalog M. E. Mahler, über Hiob S. Stein. Hebräische Kommentare zum Pentateuch — natürlich vorwiegend in alter hagadischer Weise — sind von A. M. Rubinstein und aus dem Nachlaß des berühmten Talmudgelehrten Moses Sofer von S. A. Wertheimer herausgegeben worden. Eine Ausgabe des Pentateuch mit dem Kommentar von Jbn Esra und einem Superkommentar hierzu hat E. Krinsky geboten. Es bleiben noch die gelehrten Semitischen Studien von I. Halevy, der diesmal sich sehr scharf gegen die Grafische Theorie wendet, und die Studien von B. Mossinsohn über Palästina, seine Stellung und Bedeutung in der vorexilischen Literatur des A. T, das rüstig fortschreitende Hebräische Wörterbuch von E. Ben Jehouda, das Buch von I. C. Cohn, The old Testament in the light of modern research, die Studien von E. Ottolenghi, Voci d’ Oriente und die Vierteljahrsschrift für Mbelkunde von M. Altschüler, die sehr wertvolle Beiträge enthält, zu erwähnen. Am Ende muß man ja auch die Arbeiten von Jastrow und Müller hierher zählen. Den Abschluß mag ein Werk bilden, daß auch im höheren Sinne einen Juden zum Urheber hat, nämlich das neue illustrierte Bibelwerk, dessen künstlerische Ausstattung E. M. Lilien übernommen hat. Seit Jahren beschäftigt sich Lilien mit dem biblischen Thema, und er war auch zu diesem Zweck auf längere Zeit in Palästina, von wo er Material für sein Werk mitbrachte. Die vornehme Ausstattung mit reichem zeichnerischen Schmuck verleiht dem Werke großen künstlerischen Wert.

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