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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-11-01 · 3 (11.1934) · p. Seite 95

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
3 (11.1934)
Date
1934-11-01
Page
Seite 95 (sequence 17)
Language
German
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Seite 95 Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Winterhilfswerk 1934/35 Auf Grund vielfacher, aus deu Kreisen unserer Gemeindemitglieder an uns herangetretener Anfragen haben wir bei der Leitung des Winterhilfswerkes Rückfrage gehalten, ob auch in diesem Jahre, wie im vorigen Winter, die .jüdischen Hilfsbedürftigen aus den Eingängen der Winterhilfswerksammlungen bedacht werden. Auf diese Anfrage haben wir nunmehr von dem Herrn Kreisamtsleiter die Mitteilung erhalten, daß auch die jüdischen Hilfsbedürftigen durch die zuständigen Ortsgruppen betreut werden und daß man sich dieserhalb^ an die Ortsgruppenämter wenden solle. Das Erforderliche in dieser Richtung wird von der Jüdischen Wohlfahrtspflege e. V., wie auch im vorigen Jahre, veranlaßt werden. Es ist daher Pflicht auch unserer Gemeindemitglieder, das Winterhilfswerk nach allen Kräften zu unterstützen. Vorstand der Israelitischen Gemeinde Kultussteuer und Gemeindegeld 1934/35 a) Finanzamts-Zahler Die erste Rate der Kultussteuer 1934 war am 10. Juni, die zweite am 10. September d. Js. fällig. Soweit bis zu obigen Terminen die Veranlagung noch nicht im Besitze der Pflichtigen war, ist je eine Vorauszahlung in Höhe eines Viertels der Kultussteuer 1933 zu zahlen, die auf die endgültige Veranlagung angerechnet werden. Mit Rücksicht auf die ernste Finanzlage der Gemeinde werden alle Gemeindemitglieder dringend gebeten, etwaige Kultussteuerrückstände aus früheren Jahren und solche aus dem laufenden Jahre den Finanzkassen umgehend zu überweisen. b) Nur-Lohnsteuerpflichtige Die Kultussteuer ist zahlbar bei der zuständigen Finanzkasse unter Angabe der Steuernummer. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen in Nr. 9, 11 und 12 des Gemeindeblattes (Mai/August 1934) wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Steuer für das 1. Halbjahr längst fällig gewesen ist. Seitens der Finanzkassen ist bereits mit der Beitreibung begonnen. Es empfiehlt sich, zur Vermeidung von Kosten und Weiterungen die fällig gewesene Rate unverzüglich zu begleichen. Gleichzeitig wird daran erinnert, daß die Steuer für das zweite Halbjahr in der Woche vom 25. Oktober bis 1. November d. Js. fällig wird und ebenfalls an die auf den Veranlagungsbescheiden bezeichnete Finanzkasse zu entrichten ist. Bei Einzahlungen durch die Post ist die angegebene Steuernummer zu vermerken. Zur Bequemlichkeit der Steuerpflichtigen wurden den Veranlagungen Zahlkarten beigelegt. Gemeindegeld 1933/34. Rückständige Gemeindegelder sind allerspätestens bis zum 15. November d. Js. zur Vermeidung von Kosten und Weiterungen bei der Gemeindekasse, Fahrgasse 146, zu entrichten. (Postscheckkonto 20767, Vorstand der Israelitischen Gemeinde). Sprechstunden der Steuerverwaltung Es wird darauf hingewiesen, daß Besprechungen in Steuerangelegenheiten lediglich an den Sprechtagen Montag, Mittwoch und Freitag von 834— 12K Uhr stattfinden können. Wenn es einem Steuerpflichtigen nicht möglich ist, während dieser Stunden vorzusprechen, so kann im Einzelfall eine andere Sprechzeit vereinbart werden. (Fernsprecher 27544). Bei allen schriftlichen und mündlichen Anträgen in Angelegenheiten der Kultussteuer sind im Interesse der beschleunigten Bearbeitung sämtliche einschlägigen Steuerpapiere, insbesondere die Einkommensteuerbescheide vorzulegen. Gemeindebibliothek Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13 und 16—17 Uhr; Freitag 12—13 Uhr. Mittwoch; 19-21 Uhr Lesezeiten! Samstag: 10K—13, 15H—18 Uhr; ' Dienstag: 19—21 Uhr; "Donnerstag: 19—21 Uhr. Museum jüdischer Altertümer — Rothschild-Museum Die Oeffnungszeiten des Museums sind künftig: Montag bis Freitag von 10—13 Uhr, sowie jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 10—13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Sprechstunden der Gemeinderabbiner Dr. Hoff mann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 . Uhr — Dr. Horovitz, UnterMndau 21, Fernspr. Maingau 77963, 15—16K Uhr (außer Mittwoch) — Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56920, 1514—WA Uhr — Dr. Seligmann, Böhmerstr. 9, part., Fernspr. Nr. 51184, 17—18 Uhr — Dr. Lemle, Miquelstraße 3, Fernspr. Maingau 75185, 15—16 Uhr, außer Dienstag — Rabbinatsassessor Kirschbaum, Rotteckstr. 11, Fernspr. Nr. 45281, täglich 14—15 Uhr; ferner in der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa'V Theobaldstr. 6, Fernspr. Nr. 45673, Donnerstags 10—12 Uhr, Freitags 9—11 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes Grabsteine Auf unseren Friedhöfen, insbesondere auf den Friedhöfen an dere Rat-Beil-Straße und in Bockenheim, befinden sich eine Anzahl Grabsteine, die nicht mehr standsicher sind, so daß sie umzustürzen drohen. Die Verfügungsberechtigten sind haftpflichtig und werden aufgefordert, die Standsicherheit der Denksteine einer Nachprüfung zu unterziehen und die erforderlichen Maßnahmen schnellstens in die Wege zu leiten. Soweit dieser Aufforderung nicht entsprochen wird, müssen die nicht standfesten Grabsteine durch das Friedhofsamt umgelegt werden. Oeffnungszeiten der Friedhöfe Die Friedhöfe an der Rat-Beilstraße und an der Eckenheimer Landstraße sind in der Zeit vom 1. November bis 15. Februar von lYt—17 Uhr geöffnet. — Freitags wird eine Stunde vor Beginn des Sabbats geschlossen. Samstags und an den jüdischen Feiertagen sind die Friedhöfe geschlossen. Gedäditaislichter Zum Andenken an Verstorbene können in den Ccraeindesynagogen Gedächtnislichter gebrannt werden. Die im Voraus zahlbaren Gebühren betragen: für ein Licht am Jahrzeitstag Rm. 1.— für ein Licht während des Trauerjahres (11 Monate und am ersten Jahrzeitstag) Rm. 60.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag Rm. 100.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag einschließlich V e r r i ch - tnng des Eaddischgebets Rm. 200.— Zuwendungen Herr Robert Stricker stiftete eine Almemordecke für die Wochensynagoge der Hauptsynagoge. Die Gemeindebibliothek erhielt eine Bücherspende von Herrn Dr. Ernst Blau. Fundsachen In den Räumen des Lehrhauses (Hauptsynagoge) wurden eine dunkelblaue Herren-Schirmmütze und eine Brille im Etui gebunden. Abzuholen beim Pförtner der Hauptsynagoge. Herbst-Neuhelten SCHIRME I SEM AN N 'KONSTÄBLER WACHE »BrielmarkeosaiDinlEr" 'finden reiche Auswahlen in Briefmarlc,Alben,al'.Kaialogen,Zubehör. Fa hm. Beratung z. Geschenkzweck. .Dr. Max Nassauer,Frankfurt-M. RoBmarfc» 7, Tel 278*2

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