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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-11-01 · 3 (11.1934) · p. Seite 94

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
3 (11.1934)
Date
1934-11-01
Page
Seite 94 (sequence 16)
Language
German
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Seite 94 Setzung beste Arbeit zum Wohle des deutschen Judentums geleistet habe und darum Dank und Anerkennung verdiene. Dies kam in einer einstimmig angenommenen Resolution von Bankier Max Warburg-Hamburg zum Ausdruck, in der es heißt: „Der Beirat spricht dem Präsidialausschuß seinen herzlichsten Dank und sein Vertrauen aus für die hingebungsvolle geleistete Arbeit in schwerer Zeit. Er beantragt Einsetzung eines Ausschusses, um die organische Weiterentwicklung der Reichsvertretung zu beraten." Dr. Rudolf Callmann-Köln, Mitglied des Präsidialausschusses, erstattete einen Bericht über Schul- und Bildungsfragen. Dr. Franz Meyer gab als Mitglied des Präsidialausschusses eine Darstellung der Grundlagen für die Tätigkeit des Zentralausschusses. Auf Grund des Antrages Warburg-Hamburg über die organisatorische Weiterentwicklung der Reichsvertretung wurde eine neunköpfige Kommission bestellt, die Kooptationsrecht haben soll, und in der der Präsident der Reichs Vertretung, der Vorsitzende - und stellvertretende Vorsitzende des Präsidialausschusses Sitz haben sollen. Ein Ausschuß, bestehend aus den Herren .Justizrat Dr. Brodnitz, Dipl.-Ing. Woyda und Dr. Moses soll einstimmig geeignete Vorschläge machen. Weiterhin fand Annahme eine Entschließung, nach der bei der Reichsvertretung ein Haushaltsausschuß gebildet werden soll, der den Haushaltsplan der Reichsvertretung zu verabschieden, seine Einhaltung zu überwachen und die Rechnung der Reichsvertretung zu prüfen hat. Der Haushaltsausschuß besteht aus 20 'Mitgliedern; der Preußische Landesverband entsendet in ihn 8 Mitglieder, der Bayerische Landesverband 2, der Hessische, der Sächsische, der Badische und der Württembergische Landesverband, ferner Hamburg und die großen jüdischen Organisationen, Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und Zionistische Vereinigung für Deutschland je ein Mitglied. Außerdem wurden vom Beirat die Herren Max Warburg-Hamburg und Dr. Oeorg Hirschland-Essen als Finanzsachverständige in den Haushaltsausschuß gewählt. Für jedes Mitglied des Haushaltsausschusses ist ein Stellvertreter zu bestimmen, der bei Behinderung des ordentlichen Mitgliedes an den Sitzungen des Haushaltsausschusses teilnimmt. Der Haushaltsausschuß hält mindestens zwei Sitzungen jährlich ab. Er ist von seinem Vorsitzenden innerhalb von zwei Wochen einzuberufen, wenn ein Drittel seiner 'Mitglieder oder der Präsident der Reichsvertretung es fordern. Den Vorsitz führt ein Mitglied des Präsidialausschusses ohne Stimme. Eine Stimmübertragung ist für die Mitglieder des Ausschusses zulässig, jedoch darf kein Mitglied des Ausschusses mehr als zwei Stimmen auf sich vereinen. Zur Einsetzung des Haushaltsausschusses wurde folgende Entschließung gefaßt: Bei der Bildung des Haushaltsausschusses geht der Beirat von der Erwartung aus, daß die zur Deckung der für Hilfe und Aufbau, sowie für die Arbeit der Reichsvertretiing notwendigen Mittel gemäß den Beschlüssen des Haushaltsausschusses von den Gemeinden bezw. Landesverbänden aufgebracht werden. * Die Pressestelle der Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Gestützt auf das dem Präsidialausschuß in der Beiratssitzung vom 14. Oktober erneut von allen Seiten bekundete Vertrauen wird die Reichsvertretung die Arbeit für die Gesamtinteressen der deutschen Juden im bisherigen Geiste fortsetzen. Pläne für den weiteren organischen Ausbau der Reichsvertretung wird die Leitung der Reichsvertretung in einem besonderen in der .Beiratssitzung gebildeten Organisationsausschuß zur Beratung bringen. Einen Schritt auf diesem Wege stellt die von dem Präsidialausschuß angeregte Bildung eines Haushaltsaussehusses dar, in dem die Landesverbände der Gemeinden den maßgebenden Einfluß haben; er hat den Haushaltsplan, der Reichsvertretung zu verabschieden, seine Einhaltung zu überwachen und die Rechnung der Reichsvertretung zu prüfen. Der Beirat ist bei der Bildung des Haushaltsaussehusses von der Erwartung ausgegangen, daß die zur Fortsetzung der Arbeit der Reichsvertretung sowie zur Dekkung der für Hilfe und Aufbau notwendigen Mittel gemäß den Beschlüssen des Haushaltsaussehusses von den Gemeinden bezw. Landesverbänden aufgebracht werden. Unter Betonung der dem Beirat vorgetragenen und von ihm einmütig begrüßten sozial-politischen Bedeutung des Zentralaus- . Schusses für Hilfe und Aufbau richtet die Reichsvertreturig an alle Glieder des deutschen Judentums nochmals den dringenden Appell, die begonnene Sammlungsaktion für das Hilfswerk mit allen Kräften zu unterstützen und zu fördern. Der schwere Winter mit seinen alten und neuen Problemen muß das deutsche Judentum in Einigkeit gerüstet finden. Gemeinde Mitglied lieber 100 Jahre Inletts Bettfedern Steppu. Daunendecken [Bettstellen, Matratzenj Betten-Bing Reineckstrasse 15 neben Porzellan- Decher Gemeinde Mitglied Für das Kind den [miflD SCHUH ScljuljJjaus Qvass vA? BERGERSTRASSE 176 4fe \& - Fernspr. 44238 Auf Wunsch Auswahlsendung FranHer Grosswäscherei Erich Dörr (früher Trommel) Neue Schlesingergasse 6-8 Tel. 24491 Spezialität: Herren - Stärke - Wäsche und Gardinen Maschinen zum Selbstwasch, n. Voranmeld. Bunt-, Mangelu. Naßwäsche n. 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