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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-09-01 · 1-2 (9.1928) · p. Seite 13

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
1-2 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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13 schaft stehenden Rabbiners vor. Eine schwere Aufgabe, denn im damaligen Deutschland war kein geeigneter Kandidat zu finden. Deswegen wandten sich jene Männer —an ihrer Spitze Liebmann Lassar Mainz, Moses Tobias Sondheimer, Dr. Hermann Heinemann — an den Rektor des Berliner Rabbinerseminars Esriel Hildesheimer, der sich auch im Einklang mit seiner Stellungnahme zum Frankfurter Trennungsstreit bereit erklärte, seinen besten Schüler zu empfehlen, eben Markus Horovitz, dem er bereits die Rabbinatsautorisation erteilt hatte und den er wegen seiner hohen Geistesgaben und seiner mit eiserner Tatkraft gepaarten Friedensliebe als Verwalter des schweren Amtes geeignet erachtete. Nach langen Verhandlungen, die sich vor allem auch um die religionsgesetzliche Sicherung des Schächtwesens, den Bau eines Ritualbads und einer Synagoge drehten, gelang es die Wahl durchzusetzen. Wir hatten die Freude, Herrn Rabbiner Dr. Markus Horovitz s. A. zum ersten Male am Sabbat „kl sons-u" begrüßen zu können. Und fürwahr, sein dem Prophetenabschnitt dieses Sabbats entnommenes Programm wurde Wahrheit, es schlug Wurzeln und reifte zur Ernte durch die Hand des Gärtners auf dem neugepflügten Gemeindeboden. Seiner klugen Gewandtheit, unterstützt von treuen und kundigen Ratgebern wie Michael Moses Mainz s. A., gelang es bald aller Schwierigkeiten Herr zu werden und der Sache des überlieferten traditionellen Judentums die verlorenen Positionen zurückzuerobern. Nicht Zum wenigsten half ihm dabei, daß alle von der strengen Rechtlichkeit seines Wollens überzeugt waren. So können wir heute, nach fünfzig Iahren, ihm dankbar nachrufen: Dein Andenken ist gesegnet! und wir verbinden damit den tiefen und schönen Wunsch unserer Weisen: ,^Vaum, Baum, womit soll ich dich segnen? Damit daß deine Früchte dir gleichen mögen!" Die gemeinnützige jüdische Ehevermittlungsstelle. Von Professor Dr. W. Hanauer. Eine organisierte gemeinnützige Ehevermittlungsstelle ist zum erstenmal vom Deutschen Frauenversin für die Kolonien eingerichtet worden zu dem Zweck, die in Südafrika angesiedelten deutschen Kolonisten von der Eheschließung mit eingeborenen Frauen abzuhalten. Während des Krieges hat Herr Benno Bäsch in Magdeburg eine Ehevermittlungsstelle für Kriegerwitwen und Kriegsbeschädigte gegründet und bis zum Jahre 1919 ehrenamtlich geleitet. Die gemeinnützige Ehevermittlung, die auch von namhaften Sozialhhgienikern und Bevölkerungspolitikern warm empfohlen wird, ist überall da am Platze, wo für bestimmte Bevölkerungsschichten Schwierigkeiten in der Eheanbahnung und Eheschließung vorhanden sind. In dieser Lage befinden sich auch die deutsche» Juden der Gegenwart. Tausende jüdische junge Männer und Mädchen, die durchaus zur Ehe geeignet wären, bleiben unverheiratet. Schuld daran sind in erster Linie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, vor allem die Verarmung des Mittelstandes, welche die Gründung eines eigenen Hausstandes erschweren oder unmöglich machen. Dazu kommt das außerordentlich zerstreute Wohnen der deutschen Juden, wodurch die Anbahnung einer Ehe erschwert wird. Auch die zunehmende Landflucht ist von erheblichem Einfluß. So ist heute die Frage der Verehelichung mehr oder minder dem Zufall überlassen. ^Li^sr'L! Schott k^ossmsnkt 10, 1. ^tsgs (k-stinstuiil) St'Ossss l.sgsr' slls»' ^i'isn von ZS ic! SN Stoffs r-l .-. Samts n VÄncjSi^ Vst'ksuf vskanni billigst l^nsissn. Scklsnks vsins ScKISNkS?«5LSlN sofort üurcn I'raxen unserer ZiSIlßvNgUMINI ksssel» un«l Seinkvrme? Vollkommen unsicbtds r selbgt unter «Zern dünnsten Leiclenstrumpk k'esselkormer (bis b) . . RU. S.— Leinkormer (bis 6) Rkl. S.— u. S.— Qan-e LeinlänKe (bis e) Kkl. 12.— per paar lZei Bestellung Hlaöangabe erbeten, (a-b-c-ü-e) >Vi22r6 xummilose Krsmpiaöerstrurapke per paar..........KU. 24.- Oummistrümpiesus 1^ V ^1 Neu! ^. l^. S^^^^ISI'^!»^ I^eue IVlain-er-Strasse 82 (I>läne Opernplat?) ZpezialAescnäit kür (Zummiunö (Zevvissenkakte IZecUenunx un<! lZeratuns Lkemiseks vsinigung unct öügei-Hnstsüt l.Iem-u.vWMMIei' k^sx i.evv Islefon: 7eppe>i»53717 Llaubuk'gZti'. 2S kegn. 1891 Im St»6tg«t>istu.Sis«ttungen ^IliZ? 'rvlvfonruf! postksrts g«nllgt! Okvmlsek gvrelnlgt 06. gevasekvn u. »ufgvdllgeit ^n?ug. von IM. 5.73 SN l vamvnkleiö oäer Paletot . von IM. S.2S an I -l^antvl. von ivik. 4.— sn 4ufgvdllg»!t unrt?IveI«vn gvput-t: /^n-ug pslstoi.........^ic. 2.—

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