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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-09-01 · 1-2 (9.1928) · p. Seite 14

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
1-2 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 Die Abnahme der jüdischen Eheschließungen wird durch die Statistik in beredter Weise nachgewiesen. Während in Deutschland 1923 noch 4833 jüdische Ehen geschlossen wurden, sank diese Zahl im Jahre 1924 auf 3310, 1925 aus 2904, 1926 auf 2636, während demgegenüber in den Jahren 1901 bis 1912 die Zahl der jüdischen Eheschließungen jährlich zwischen 3300 und 4000 betrug. Die gemeinnützige jüdische Ehevermittlungsstelle dürfte unter diesen Umständen ein geeignetes Mittel sein, um in vielen Fällen die Hindernisse zu beseitigen, welche jetzt der Eheschließung entgegenstehen. Sie soll dazu berufen sein, der jüdischen Ehenot der Gegenwart zu steuern, den Willen zur Ehe zu stärken, dadurch die Zahl der jüdischen Ehen zu vermehren und die der Mischehen zu vermindern. Werden doch Mischehen vielfach nur deswegen geschlossen, weil die Auswahl unter geeigneten jüdischen Partnern fehlt oder diese nicht vorhanden sind. Bemerkenswert ist, daß auch die katholische Kirche an die Gründung von Eheanbahnungsstsllen herantritt. So ist in München-Pasing ein Bund für katholische Eheanbahnung ins Leben gerufen worden. Die Organisation der gemeinnützigen jüdischen Ehevermittlungsstelle soll in Form eines Vereins erfolgen, der sich über ganz Deutschland erstreckt. Als jährlicher Mindestbeitrag ist 5 Mark vorgesehen. Wie groß das Bedürfnis nach einer derartigen gemeinnützigen Einrichtung ist, ergibt sich daraus, daß schon jetzt auf die Ankündigung einer beabsichtigten Gründung hin bereits zahlreiche Zuschriften jüdischer Männer und Mädchen erfolgt sind, die bereit sind, sie in Anspruch zu nehmen. Zur Förderung des Planes einer gemeinnützigen jüdischen Ehevermittlungsstelle hat sich ein Komitee gebildet, dem folgende Damen und Herren beigetreten sind: Frau Dr. M. Adler, Aerztin, Köln; Wölfgang Auerbach, Frankfurt a. M.; Moritz Bayer, Kultusvorstand Aschbach Bay.; Benno Bäsch, Magdeburg; Just.-Rat Dr. Blau, Borsitzender der jüdischen Gemeinde, Frankfurt a. M.; Landrabbiner Dr. Blum, Emden; Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach a. M.; Dr. Ehrenreich, Arzt, Köln-Ehrenseld; Rabbiner Dr. Halpernson, Breslau; Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. M.¬ Fritz Hirsch, Ladenburg a. N.; Frau Hauptlehrer Kaufmann, Gelsenkirchen; M. Markreich, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Bremen; Dr. Franz Rosenzweig, Frankfurt a. M.; Frau Edith Rosenzweig, Frankfurt a. M.; Stadt- und Konferenzrabbiner Dr. Unna, Mannheim. Die Mitglieder des Komitees sind bereit, Anmeldungen zur Mitgliedschaft entgegenzunehmen. Bereits sind zahlreiche Anmeldungen eingegangen, auch von Korporationen. Um weitere Anmeldungen wird dringend gebeten, damit der Berein bald gegründet werden und seine Tätigkeit entfalten kann. Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Lugendgottesdienst. Am Samstag, den 13. d. M. (am ersten Tag des Neujahrsfestes) abends 5^/2 Uhr veranstalten wir versuchsweise in der Synagoge Königsteinerstraße einen Iugendgottesdienst mit Predigt für Schüler und Schülerinnen. Der Zutritt ist allen Kindern gestattet, Karten werden nicht ausgegeben. Erwachsene können an diesem Gottesdienst nach Maßgabe der vorhandenen Plätze teilnehmet!. Vorstand der Israelitischen Gemeinde. Mädchen-Einsegnung. Anmeldungen Zur Mädchen-Einsegnung für das kommende Jahr sind tunlichst bald an die Herren Rabbiner Dr. Selig mann, Friedrichstr. 29 „ Dr. Lazarus, Cronbergerstr. 30 „ Dr. Salzberger, Eschersheim er Landstr. 67 Zu richten. In Frage kommen Mädchen im Alter von ungefähr 14—16 Jahren. Der Unterricht und die Einsegnung sind unentgeltlich. Ausschreiben. Für unsere Hauptverwaltung suchen wir einen jüngeren jüdischen Verwaltungsbeamten, der über gute Vorbildung im Bürowesen verfügt und zu selbständigem Arbeiten befähigt ist. Handgeschriebene Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Referenzen und Gehaltsansprüchen an den Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Frankfurt a. M., Fahrgasse 146. Ausschreiben. In der inneren Abteilung des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde, Gagernstraße 36, ist sofort eine Volontärarzt stelle mit freier Wohnung und Verpflegung zu besetzen. Bewerber, die über gute Ausbildung in der inneren Medizin verfügen, wollen ihre Bewerbungen bis Zum 30. Seplember 1928 an den Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Fahrgasse 146, richten. l? x:: N? M WMMWMWKII gsgsnlldSr cism OpSrnliaus Xünstlerkonierte 4—12 Ukr ^ll/n ^6^//c/l6/? <?/ÄQkWll/!5^. ///it/ 6 //<?/^^^V AeQkne/F/'aSe/!^. /A Wsni-enö meines Umbsues preisermsöi Dunsen L.C. Schlund jvw^ILK. Sl.MDLNS'MäLSr? 28 /^Q7'/U77?67'!6 ^67" /)«27776' (5oel/les/^aFs 20 />a//ü/n^/e/5 aus/S/^/sahe^ //Süss/' sll O/'/F/na/

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