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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-09-01 · 1-2 (9.1927) · p. Seite 3

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
1-2 (9.1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Klang durch ihre Seele ziehen! Machen wir sie und uns selbst reich in der seelischen Armut des materiellen Lebens! Die Sonne geht zur Rüste. Des Neumonds erster matter Silberstreif verkündet dem Juden das neue Jahr. Feierliche Sabbatstille rings in den jüdischen Häusern. Nur aus dem Gotteshause dringt es wie ein rounderseltsam Singen. Der Gottesgeist nimmt Wohnung in den Menschenherzen. Die Herbstfeste im Volksbrauch Von Dr. Max Grunwald (Wien) Mit dem Monat Elul zieht eine ernste Zeit in die Judenheit ein. Der Volksmund ssgt: „Am Roschchodesch Elul zittern sogar die Fische im Wasser". Man beginnt am ersten Elul mit dem Schofarblasen, daher das Wort: „Der Jude hat keinen trauert er fort (die drei Wochen), den Rest (Elul) bläst er fort", .^i^u^ t^tt ^l^e^ ^^mt^ der '^^^^ ein Lleines Entgelt ''mit Branntwein und Gebäck bewirtet.^ ^Es a^t^o^ des^Hch Kapitel des Prop^ewn Se^charja ^epf l^el^ ^^^H^d ^e/ sowie auf di? Milte ^ein°Apfe?^ Frie-dhofes werden auif dem Grabe ein Grashalm und ein Steinchen, die man vorher geküßt hat, hinterlassen. (Bei den Spaniolen wird der zur Thora Aufgerufene bei der Rückkehr zu seinem Sitze zum Schutze vor dem bösen Blick mit Kölnisch Wasser besprengt.) Der Borchu am Sabbatausgange, mit dem die Selichothzeit beginnt, heißt „der lange Borchu". Bei den Spaniolen beginnt man mit den Selichoch am Zweiten Elul. Dieser Monat heißt dort „Rachamim" (Barmherzigkeit). Die Selichoch werden daselbst auch spaniolisch gesagt, ebenso viele Gebete an den hohen Festem und das Sündenbekenntnis. An den Selichothtagen geht der Schammes dort, wo das „Schulklopfen" noch im Schwünge ist, von Tür zu Tür mit dem Rufe: „Auf zu Stiches!" Sodann wird nochmals „Schul geklopft". In den Verordnungen der Treig^ Me^^ Erew^Jomki^ die Äten) vorgetragen. In Derbend werden alle^Sifre Thora ausgehoben und ^nm Schein „verkauft". Den Erlös erhält der ^lein^^^er ein^ Ri^ Das ^leis^ ^fällt den^ einer Mütze/ so oft er^ ihn einlädt'. Vor dem Gang in die Svnagoge bitten alle, auch die Herrschaft die Dienstboten, um „Mechila" (Verzeihung). In Prag wird vor Kolnidre ein besonderes Kaddisch gesagt, wie es heißt, zum Andenken an einen Unteroffizier, der die Gemeinde aus schwerer Gefahr gerettet haben soll. Die Jomkivpur^erzen für die Betpulte werden nn ^nent, früher bezahlt. In Aden, wo man sich nach Maimonides richtet, kennt man das Kapvara-Schlagen nicht. Am Kolnidre-Abend

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