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Die Wahrheit · 1935-12-06 · Heft 49 (6.12.1935) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1935
Issue
Heft 49 (6.12.1935)
Date
1935-12-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Nr. 49 r-r- 6. Dezember 1935 Seite 7 Sorela S&MMuugt ~ * ' schon. iUaxjX S(yoldschäimt ^s^T3 duMM, jPwiMddAaK sparsam gewidmet ist. Zur Aufführung gelangt die beliebte Operette „Der letzte Tanz" mit der berühmten Soubrette Sevilla Pastor. 75. Geburtstag. Am-Samstag, den 30. November, wurde im Landstraßer Bezirkstempel, III., Untere Viaduktgasse 13, während des Vormittags-Gottesdienstes eine schöne Feier abgehalten. Herr Nathan Völker, langjähriges Vorstandsmitglied und Kassaverwalter des Tempels, feierte seinen 75. Geburtstag. Herr Völker, der auch ein treues und langjähriges Mitglied der ..Union" ist, wurde zur Thora gerufen und mit einem wunderschönen Mischeberach seitens des Oberkantors des Tempels, Herrn L e v y, begrüßt. Herr Rabbiner Prof. Dr. Kupfer hielt eine zu Herzen gehende Ansprache an den Jubilar, worin er dessen besondere Verdienste um den Tempel hervorhob. Der Obmann-Stellvertreter, Herr lng. Hugo Koditschek, dankte namens des Vorstandes Herrn Völker für seine aufopfernde Tätigkeit im Interesse der Tempelerhaltung .iuf finanziellem Gebiete und sprach den Wunsch aus, daß der Jubilar noch lange Jahre in ebensolcher geistigen und körperlichen Frische wie heute, seine Dienste dem Tempel widmen könne. Todesfälle. Am 2. d. M. verschied nach langem schweren Leiden im 73. Lebensjahre der in weiten Kreisen bekannte Obmann der Volksspeisehalle „Einheit" und des Tempelvereines, Stumpergasse. Herr Moritz Pelsenburg. Wir werden die Persönlichkeit dieses aufrechten, bewußten Juden in der nächsten Nummer imseres Blattes gebührend würdigen. — Am 25. November wurde ein Mann zu Grabe getragen, der dem Judentum, insbesondere dem ^rzieluingswerk der Jüdischen Gemeinde in Wien zu großer Ehre gereichte. Mehr als vier Jahrzehnte stand Lazar Wiesner im Dienste der Wiener Kultusgemeinde, zuerst als Religionslehrer und dann als Inspektor imd hat in allen diesen Jahren in vorbildlicher Weise für die jüdische Jugend gewirkt. Ein Lehrer alten Schlages im besten Sinne des Wortes ist mit ihm aus üem Leben geschieden. Nachdem er sich in der Jcsehiwah umfangreiches jüdisches Wissen erworben hatte, absolvierte er ein deutsches Lehrerseminar und trat dann ii den Schuldienst der Wiener Kultusgemeinde. Er zeichnete sich nicht nur durch seine glänzende Unterrichtsmethode aus, sondern er verstand es auch, von Jer Kanzel im Rahinen des Jugendgottesdienstes die Schuljugend für das Judentum zu begeistern. Eine Auslese seiner Exhorten hat er uns in dem von ihm verfaßten Büchlein „Ansprachen an die Jugend" hinterlassen. Sie sind eine Fundgrube der herrlichsten Gedanken für alle, die an jüdischer Erziehung Interesse nabelt. An der Bahre hat Herr Oberrabbiner Dr. Tagi i c h t die hervorragenden Eigenschaften dieses Mannes gerühmt, der als Lehrer, als Lernender und als Gelehrter •>ich einen Namen innerhalb unserer Gemeinschaft erworben hat. Herr Vizepräsident Dr.Löwenlierz dankte Jem Verschiedenen für die großen Dienste, die er der Gemeinde geleistet hatte. Außer zahlreichen Freunden .;ud Verehrern Lazar Wiesners waren auch Vertreter verschiedener Vereine und seitens der Kultusgemeinde Jie beiden Herren Vizepräsidenten Dr. T i c h o und Dr. Löwenherz, der Obmann der Unterrichtsliommission, Herr Dr. K1 a b e r, Herr Amtsvorstand Engel und für das Inspektorat die Herren Stud.-Rat Prof. R e d i s c h und Inspektor O e h 1 e r erschienen. Wenn irgendwo, gilt hier das Wort: Das Andenken dieses Gerechten wird der Nachwelt zum Segen gereichen. Verein der Kinderfreunde XVI. u. XVII. Bezirk. Am 24. November fand im Gschwandners Saal die «.liesjährige Beteilung jüdischer Schulkinder des XVI. und XVII. Bezirkes mit Winterkleidern, Schuhen und /.um Teil auch mit Wäsche statt. Im ganzen wurden 104 Kinder, darunter mehrere Lehrlinge und Lehrmädchen, beteilt. Der Obmann, Herr Oberveterinärrat Heinrich Rosenzweig, begrüßte die Kinder und deren Eltern, .beleuchtete diese Art der Winterhilfe, die von diesem Verein im Jahre 1881 ins Leben gerufen wurde, ermahnte die Kinder, stets treue Oesterreicher und gute Juden zu sein und zu bleiben und dankte schließlich allen Mitgliedern und Spendern für die werktätige Unterstützung. Die Beteilung ging, dank der rührigen Arbeit der Vorstandsmitglieder, denen mehrere Damen wacker mithalfen, reibungslos vor sich. Jedes Kind erhielt überdies ein Lebensmittelpaket mit Gebäck, Obst und Süßigkeiten — Spenden des Bäckermeisters Heinrich Schiller und einiger Herren des Vorstandes. Der Feier wohnten bei: der Ehrenpräsident des Vereines, Herr Med. Rat Dr. Jakob Deutsch, Fräulein Wenger von der Jugendfürsorge der Kultusgemeinde und . Herr Amtsrat Firley des Fürsorgeinstitutes des XVII. Bezirkes, der sich in anerkennenswerter Weise über die musterhafte , und vorbildliche Durchführung dieser karitativen Aktion ausgesprochen hatte. Ihr Fernbleiben hatten wegen anderweitiger amtlicher Inanspruchnahme Herr Rabbiner Dr. Bach und der Herr Beiirksvorsteher des XVI. Bezirkes entschuldigt. Dieser Verein ist förmlich ueine Lebensnotwendigkeit für die beiden. Bezirke, denn unbeschreiblich ist die Not unter den dortigen jüdischen Familien, wovon sich der Vorstand, der 80 Familien besuchte, um Recherchen zu pflegen, überzeugen konnte. Noch immer laufen Gesuche ein, da jede Mutter ihr Kind vor Frost geschützt wissen will. Leider sind die Geldmittel des Vereines, der seinen Sitz XVI., Hubergasse 8 hat, aufgezehrt, weshalb an die Oeffentlichkeit die Bitte ergeht, den Verein in seiner schweren, aber schönen Aufgabe, durch Geldspenden zu unterstützen. Isr. Kinderbewahranstalt, Wien II., Schiffamtsgasse 15. Sonntag, den 8. Dezember, präzise 16 Uhr,' findet in den Räumen der Isr. Kinderbewahranstalt eine Kinder-Bekleidungsfeier statt. Gäste willkommen! Festprogramm: Festgesänge unter gütiger Mitwirkung des Herrn Oberkantors S. Postolow mit Chor; Ansprache, gehalten von Ehrenpräsident Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. Max Grunwald; Kinderspiele, aufgeführt von den Kindern der Anstalt; Beteilung sämtlicher 'Kinder des Instituts mit kompletter Winterkleidung und Spieilsachen. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Montag, den 9. Dezember,!'-8 Uhr abends, im Klubsaale, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain). Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Benjamin MurmeIstein: „Marranen". Eintritt frei. Gäste willkommen. Die „Vereinigung zur Errichtung eines Kaiser- Franz-Joseph-Denkmals in Wien", VII.. Lerchenfelderstraße 1, veranstaltet am 16. Jänner 1936 in den Räumen der Hofburg mit allerhöchster Bewilligung einen Empfang mit künstlerischen Darbietungen. Den Ehrenschutz hat der Herr Bundespräsident Miklas übernommen. Weitere MtteilungeTt erfolgen rechtzeitig durch die Tagespresse. Der Leiter der agrikultur. Versuchsstation in Rechowoth (Palästina), Herr Dr. Israel Reichert, spricht Samstag, den 7. d. M., 8.15 Uhr abends, im Rahmen der Histadruth Ivrith, IL, Kl. Mohrengasse 3, über das Thema: Das kulturelle Leben in Palästina. — Samstag, den 14. d. M., spricht Herr Rabbiner Prof. Dr. Kaiman Kupfer über das Thema Rabbi Schlomo Izchaki (RASCHJ). Ihr Mund ist der Vorraum zu Ihrem ganzen Organismus. Das Zahnfleisch, die Winkel und Falten des Mundes sind Stellen, die das Wachsen und Gedeihen der Bakterien sehr begünstigen. Das Odol-Mundwass e r gibt Ihnen die Möglichkeit einer gründlichen und vollständigen Reinigung des Mundes und beseitigt unreinen Atem. Auch reinigt es zwischen den Zähnen sehr gründlich. Außerdem enthält das Odol-Mundwasser neben dem Odol-Antiseptikum den Myrrhen-Extrakt, der gegen Lockerung der Zähne und Blutung des Zahnfleisches wirksam verwendet wird. Wian l.f Saitanstattangaaae 2 XI., Zentralfriedhof neben dem!. Tor ^^^^^^^^S««t»ta|r«M«Jito«sen!^^^^^^^ Jüdische Mitbürger des IX. Bezirkes! Seit mehr als einem Jahre sind einige wackere Männer und Frauen bemüht, in unserem Bezirke jenen armen Glaubeusbrüdern und -Schwestern, denen das tägliche Brot fehlt, durch Erhaltung einer öffentlichen Ausspeiseaktion zu helfen. In der Seegasse neben dem Altersheim der Kultusgemeinde wird in einem Gasthause, das iür Zwecke der Ausspeiseaktion adaptiert wurde, an jedem Abend ein reichliches Nachtmahl den Armen verabreicht. Es ist den Besuchern der Ausspeisung freigestellt, in den Ausspeisungsräumen selbst ihre Mahlzeit einzunehmen oder dieselbe mit sich nach Hause zu nehmen. Nicht verschämt und niedergedrückt betreten unsere armen Mitbürger diesen Raum, sondern mit strahlendem Gesicht, nicht nur beglückt darüber, daß ihnen durch eine kräftige Nahrung Gesundheit gegeben wird, sondern beglückt darüber, daß sie diese Räume betreten, ohne den Eindruck zu haben, beschenkt zu werden. Alles wird getan, um unserer jüdischen Tradition in dieser Ausspeisung jenen Platz einzuräumen, der ihr gebührt. Leider können nicht alle Gesuchsteller täglich ausgespeist werden. Nicht vielleicht deshalb, weil der notwendige Raum fehlt, sondern weil die Mittel fehlen. Im IX. Wiener Gemeindebezirk, in dem zweitgrößten Judenbezirk, ist es nicht möglich, so viel Geld aufzubringen, um allen jenen die Türen der Ausspeisung zu öffnen, die Hunger haben. Es wäre ein Leichtes, dies tun zu können, wenn jeder Jude im IX. Bezirk, der selbst das Glück hat, an seinem Tisch zu essen, daran denken würde, daß dieses Glück verpflichtet, und zwar verpflichtet, zum Danke für das eigene Brot anderen Brot zu geben. Ich bitte nicht, sondern ich fordere von allen jüdischen Mitbürgern des IX. Bezirkes, mit mir zusammen diesen tapferen Kämpfern für den Ausbau dieser Ausspeisung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Seite zu stehen. Es darf sich niemand von dieser Aktion ausschließen, denn keiner von uns weiß, ob er nicht selbst einmal an einem dieser Tische sitzen wird. Dr. Ernst Feldsberg. Wien IX., Porzellangasse 10. Spenden nimmt die Redaktion der „W a h r h e i f entgegen sowie der Jüdische Witwen- und Waisenhilfs- und Ausspeiseverein, Wien IX., Hahngasse 12 (Obmann Josef Klein), Postsparkassen-Konto A 102-706. Mitgliederanmeldungen beim Obmann und bei sämtlichen Vorstands-Mitgliedern. Im übrigen veranstaltet obiger Verein zu Gunsten der Ausspeise-Aktion Sonntag, den 8. Dezember d. J.. Xll Uhr vormittag im Fliegerkino, IX., eine Vorstellung „Der Graf von Monte Christo". Restliche Karten an der Kasse und im Cafe Bauernfeld, sowie bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Kunst und £iteratm. .Jüdisches Kulturtheater" nennt sich eine neue unter der Patronanz der Jüdischen Kulturstelle stehende Bühne, die dieser Tage ihre dem geringen Fassungsraum des netten Theatersaales entsprechenden kleinen Pforten am Franz Josefskai öffnete. Der Titel ist — abgesehen von den prinzipiellen Einwänden, die man gegen den heute so vielfach geübten Mißbrauch des Begriffes „Jüdische Kultur" haben muß - auch mit Rücksicht auf den Anklang an das jüdische Theaterghetto in Deutschland schlecht gewählt und sollte raschest abgeändert werden, um so mehr, als die Initialeren der neuen Bühne selbst erklären, kein Ghetto- Theater schaffen zu wollen. Auch sonst müssen sk> bemüht sein, den Verdacht einer Einseitigkeit zu vermeiden, der z. B. entstehen kann, wenn Abänderungen in Texten von Dichtern im Range eines Ossip D y m o w vorgenommen werden, die zwar die Trostlosigkeit seiner Tragödie! „Höre Israel!" erhellen, aber überflüssigerweise einen zionistischen Charakter tragen. Gespielt wird unter .1 u b a I s bewährter Leitung, die jeden lauten Effekt vermeidet, recht gut, insbesondere ist Berti Etsenberg als ausgezeichnete Schauspielerin zu erwähnen. Der erste Versuch ist. sieht man von jenen oben erwähnten Dingen ab, die besserungsfähig sind, gelungen, man darf auf die weiteren Darbietungen .gespannt sein. Sevilla Pastor in „Der letzte Tanz". Da meint man die große Künstlerin Sevilla Pastor in ihrer Eigenart bereits zu kennen und ist vom Neuen überrascht und begeistert, sie in ..Letzten Tanz" wieder von einer ganz neuen Seite sehen zu können, und wundert sich, wie diese Frau sich in jede Rolle hineiniühlen und jedes Stück meistern kann. Sie spielt diesmal einen unschuldig verurteilten Mörder überzeugend echt, sie rührt das ganze Publikum in der Abschiedsszene mit dem hochtalentierten Theaterkind Erika Silbermann zu Tränen, sie erweckt stürmisches Lachen in einer Szene als Artistin und erschüttert gleich im nächsten Moment wieder die Zuhörer als Clown. Das alles ohne Uebertreibimgen, mit echter Künstlerschaft. Die Pastor ist eine einmalige Erscheinung auf der Jüdischen Bühne! Das ganze Ensemble gibt ihr unter Regie Simon F o s t e 1 s einen würdigen Rahmen, insbesondere gefällt Erna S i e g I e r durch kultivierten Gesang und durchdachtes Spiel. Jehuda Ehrenkranz, der jetzt ständig in Palästina lebt, gibt Samstag, den 7. Dezember, im Mittleren K c n z e r t h a u s s a a I, nach dreijähriger Abwesenheit von Wien, einen R e z i t a t i ou s a b e n d. bei dem er ..Europäische D i c h t n n g e n". Werke von Dostojewski. Capek. Lissauer (2 bisher unveröffentlichte Gedichte aus dem im Jänner erscheinenden üedichtband ..Zeitenwende"), R. h. du üard. Werfel, und ..Palästinensische D i c h t u n g e n". Werke von Berkovits, Schienowitz, Schlonski u. a. zum Vortrag bringt. Beginn 20 Uhr. Karten von 1 S aufwärts hei Lanvi. I.. Kärntnerstraße 44 und an der Abendkassa. Nachtvorstellung in der VolkSoper. Am Samstag, den 7. Dezember, findet um 11 Uhr nachts, veranstaltet von den Fußballern der Hakoah. in der Volksopei ein lustiger Querschnitt unter der Devise „Die Sender der Weif statt. Zu diesem Abend haben folgende Künstlerinnen und Künstler ihre Mitwirkung zugesagt: Trude Berliner Margit Bokor, Egon Carter, Proi. Siegmund Feuermann, Oliv Gebauer, Herbert Kramer-Königsmark, Mary Losseif. Lilly Majus, Paul Morgan, Sevilla Pastor, Alfred Piccaver, Franz Rott, Ruth Hilde Somer, Fritz Spielmann, Willy Stettner, Anny v. Tubay. Ernst Verebes. Die Begleitung haben die Herren Dr. Felix Günther. Paul Hodosy, Marker, Robert Schwarz und "Peter Wehle übernommen. — Karten zu dieser Veranstaltung sind im Sekretariat der Hakoah, I., Uraniastraße 2 (Tel. B 51-090), und an den Tageskassen der Volksoper (Tel. R 51-069 und R 51-070) erhältlich. Jüdische Künstlerspiele, II. Praterstrark- 34, Tel. R 45-4-94. Die erfolgreiche Operette „D e r letzte Tanz" geht Freitag, den 6., Samstag, den 7., Sonntag, den s. und Dienstag, den 10. Dezember in Szene. Montag, den 9. und Mittwoch, den 11. Dezember wird „Masltow" aufgeführt, Donnerstag, den 12. Dezember „H u I i e K a b t z e n". Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr, spielt Sevilla Pastor die hochkomische Rolle der Waschka in „Unser R e bh e n i u" bei ermäßigten Preisen. Josef Pick: Jüdisch-geschichtliche Stätten in Wien und den österreichischen Bundesländern. Mit 44 Abbildungen. Wien 1935. (Selbstverlag.) Das Buch von Josef Pick ist zu einer Zeit in Wien erschienen, in der neue Bücher jüdischen Inhaltes eine Seltenheit geworden sind. Das Buch enthält Geographie, jüdische Heimatkunde von Oesterreich und in lebendig-quellhafter Art auch eine jüdische Geschichte. Deshalb ist es eine schöne Ergänzung zu den Geschichtsbüchern der Schule, die sich mit jüdischer Ge-

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