Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1932-05-13 · Heft 20 (13.5.1932) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 20 (13.5.1932)
Date
1932-05-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3062972-3064401-3064420--18840-3083912
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Sota* 6 DIE WAHRHEIT Oberkantor Heinrich Fischer. Zur Silbernen Hochzeit und zum 25jährigen Berufs- Jubiläum. Von Oberkantor Isidor Low it. Einen schönen, doppelt bedeutungsvollen Gedenktag feiert Oberkantor Heinrich Fischer. Am 14. Mai d. J. werden es 25 Jahre, da er, nach Antritt seiner Stelle als Oberkantor in Debrecen, seine Frau zum Altare führte. In ungewöhnlicher Raschheit vollzog sich sein beruflicher Aufstieg. Im Jahre 1886 als Sohn des angesehenen Kaufmannes Adolf Fischer in Bäcko Petrovosello, Jugoslawien, geboren, war er schon während seiner Schulzeit in Großwardein und Baja im Knabenchor tätig, wo er durch seine schöne Altstimme und sein angeborenes Talent allgemein auffiel. Zu dieser Zeit schon erfaßte ihn die Neigung zum Kantorenberufe, so daß er sich ihm ganz zu widmen beschloß. Ein Jungling noch, kam er nach Wien und bewarb sich um die vakant gewordene Stelle eines Oberkantors am alten Fugbachtempel. Der damalige Obmann dieses Tempelvereines, Herr Kultusrat Adolf Schramek s. A., erkannte sogleich das Talent dieses jungen Mannes und befürwortete, nach einem beifälligst aufgenommenen Probevortrage am Freitag- und Jom Kippur Koton-Abend, obgleich Fischer bis dahin nur gelegentlich während der hohen Feiertage in einigen Gemeinden Ungarns fungiert hatte, seine Ernennung zum Oberkantor an diesem Tempel. In dieser Stellung entwickelte sich seine sympathische Baritonstimme zu voller Kraft Fischer erweiterte seine Fachkenntnisse und benützte jede sich bietende Gelegenheit, um den unvergeßlichen Oberkantor Bela Gutmann zu hören und ihm die Art seiner Vortragsweise in- und außerhalb des Tempels abzulauschen. Durch ernstes und zielbewußtes Wollen brachte er es nach wenigen Monaten so weit, daß er als Oberkantor an die neuerbaute große Synagoge nach Debrecen berufen wurde. Immer auf Erweiterung seiner Kenntnisse bedacht unterließ er es nicht sich unter der Leitung der Professoren Julius Brück und W. Hammerstaedt am dortigen städtischen Konservatorium in Gesang und Musik fortzubilden. Volle 14 Jahre wirkte er unter allgemeiner Anerkennung in dieser Stadt Ihm zur Seite stand der auch als Komponist bekannte tüchtige Chordirigent Emanuel Gottlieb, mit dem vereint er den Gottesdienst auf eine solche Stufe brachte, daß er wegen seiner weihevollen Schönheit bald rühmlichst bekannt wurde. Fischer gründete daselbst auch den dort noch heute bestehenden jüdischen Männergesangverein, der dann im Laufe der Jahre in- und außerhalb der Stadt Triumphe feierte. Diese großen und vielseitigen Erfolge in Debrecen trugen Fischers Ruf in die breiteste Oeffentlichkeit machten seinen Namen weithin bekannt und in Verbindung mit seinem Können stieg er bald in die vorderste Reihe der großen Kantoren auf. Die drei bedeutendsten jüdischen Pester Gemeinden, Pest Ofen und Neu-Pest, bewarben sich um ihn als Oberkantor für ihre Tempel, bis Fischer sich schließlich für die Annahme der Berufung nach Neu-Pest entschied. Sein zweijähriges, überaus erfolgreiches Wirken als Oberkantor in Neu-Pest ist noch heute unvergessen. Im Jahre 1924 einer ehrenvollen Berufung nach Wien folgend, wurde ihm die Oberkantorenstelle am Großen Leopoldstädter Tempel verliehen und nach dem allzu frühen Ableben des sei. Oberkantors M. B. Kaufmann im Jahre 1928 wurde er in Anerkennung seiner bisherigen erfolgreichen Tätigkeit an dessen Stelle in den altehrwürdigen Stadttempel versetzt wo er gegenwärtig alternierend mit Meister Matyas tätig ist Gestützt auf gründliche Fachbildung, versteht es Oberkantor Fischer, mit seiner wohlgeschulten, lyrisch-dramatischen Baritonstimme, bei voller Beherrschung des traditionellen Chasonus (immer unter Festhaltung des Sulzerschen Stiles, der seinem Stimmcharakter am nächsten liegt) und durch seinen verständnisvollen ästhetischen Vortrag, die Herzen der Zuhörer zu rühren und zu erheben und sie zu tiefster Andacht zu stimmen. Wie in seinem Berufe blieb dem Jubilar das Glück auch in seiner Ehe treu, die ein Muster eines schönen Lebensbundes genannt werden darf. Als Tochter frommer Eltern führte seine Frau ihr Haus stets in echt jüdischem Stil, wußte sie es ihrem Gatten und ihren Söhnen zu einem trauten Heime zu gestalten; Wohltätigkeit war ihr immer Herzenssache und ihren Tisch hielt sie stets offen für Arme und Bedürftige. Hochbegeistert für die Kunst im allgemeinen und im besonderen für die Gesangskunst nahm sie an den Geschicken ihres Gatten intensivsten Anteil. So hat sie, als eine wahre „Esches chajil", sich das volle Recht erworben, nicht nur die beiden Gedenktage mitzufeiern, sondern auch an diesen festlichen Tagen mitgefeiert zu werden. Möge dieses schöne, harmonische Ehebündnis in gleicher Innigkeit fortbestehen bleiben und möge der Allmächtige unserem geschätzten jubilierenden Kollegen die hohe Gnade verleihen, in vollster körperlicher und geistiger Frische noch durch ungezählte Jahre fortzuwirken in seinem hehren Amte an der durch das Wirken Sulzers geheiligten Stätte zur Ehre der Gemeinde und unseres Standes, zum Stolze seiner Familie und zur Freude des großen Kreises seiner Verehrer und Freunde. Weiß der Herr Unterricbtsminister davon? Zu der unter dieser Spitzmarke in der letzten Nummer unseres Blattes erschienenen Notiz, die wir dem „Wiener Tag" entnommen haben, werden wir von gut informierter Seite darauf aufmerksam gemacht, daß die beanstandeten Kataiogisierungsmethoden durchaus allgemeine sind und keine wie immer geartete Tendenz beinhalten; damit entfallen alle in der Notiz angestellten Schlußfolgerungen. VERANSTALTUNGEN DER JUGEND - UNION. Klublokal: Goldsaal des Cafe Silier, Wien I., Schwedenplatz. Dienstag, den 17. Mai, V=9 Uhr abends, Kulturell-politischer Diskussionsabend. Dr. Ernst Feldsberg spricht über „Jüdisches im Christentum". Gemeinde - €6ronifi eP^P^" Paris. Ein gesellschaftliches Ereignis in der französischen Hauptstadt bildete die am 5. Mai in der Rothschild-Synagoge in der nie La Victoire zu Paris vollzogene religiöse Trauung des polnischen bevollmächtigten Ministers Anatole Mühlstein mit Baronesse Diane Rothschild, Tochter des Barons Robert de Rothschild, eines Neffen von Baron Edmond de Rothschild. Die Trauung vollzog der Grand Rabbin von Frankreich Israel Levi. Zivile Trauzeugen waren der polnische Gesandte in Paris Alfred Chlapovski und der polnische Außenminister Zaleski. Dem religiösen Trauungsakt wohnten der deutsche, spanische, englische Botschafter, sowie eine' große Reihe anderer Diplomaten bei. Der Bräutigam Anatole Mühlstein entstammt einer hochangesehenen Chassidtm-Fanülie in dem polnischen Städtchen Szylec Sein Vater ist der bekannte jetzt in Palästina lebende Chassid Hillel Mühlstein, der ältere Bruder des Bräutigams, Wolf Mühlstein, ein angesehener Kaufmann, ist Führer der Chassidim in Tomaszow. Anatole Mühlstein, dessen jüdischer Vorname Naphtali lautet, lernte bis zu seinem 16. Lebensjahre in der Jeschiwa, sprach jiddisch und trug die traditionelle jüdische Tracht Später studierte er im Auslande und trat dann in den polnischen diplomatischen Dienst ein. Mühlstein spielte als der polnischen Gesandtschaft in Paris attachierter bevollmächtigter Minister eine große Rolle in diplomatischen Kreisen, er ist gegenwärtig Vertreter Polens bei der Abrüstungskonferenz. Es heißt, daß er an Stelle des verstorbenen Ministers Sokal Vertreter Polens beim Völkerbund werden wird. New York. Im Alter von 74 Jahren verstarb in New York Cyrus L. Sulzberger. Er gehörte mit Jacob H. Schiff, Oscar Strauss, Louis Marshall, Nathan Strauss und Mayer Sulzberger zu der berühmten amerikanischen Führergruppe. Cyrus L. Sulzberger war Präsident der Jüdischen Landwirtschaftlichen Hilfsgesellschaft, der Vereinigten Jüdischen Wohlfahrtsanstalten und der Nationalkonferenz der jüdischen Fürsorgeanstalten. Ferner war er Direktor der Gesellschaft für jüdische Publikation, Mitglied der Exekutive des von ihm gegründeten American Jewish Comittee, Schatzmeister der Föderation der jüdischen philanthropischen Gesellschaften, Vorsitzender des Büros für jüdische soziale Forschung und führendes Mitglied zahlreicher anderer jüdischer und nichtjüdischer philanthropischer und politischer Körperschaften. Außerordentliches leistete er in der Organisation der Verteilung der jüdischen Einwanderer auf die Vereinigten Staaten und er trug durch diese Tätigkeit viel dazu bei, daß aus gehetzten, hilflosen und verzweifelten Europa-Flüchtlingen erfolgreiche, wohlhabende und ihres Judentums stolz sich bewußte Menschen geworden sind. Er war einer der Gründer der Zeitschrift .American Hebrew". Sein! Sohn, Arthur Hays Sulzberger, ist der Schwiegersohn des Herausgebers der „New York Times" Adolf Ochs. Der Familie Sulzberger entstammen u. a. auch Dr. Cyrus Adler und Dr. Kaufmann Kohl er. Israelitische Kinderbewahranstalt Am Montag, den 9. d. M.. fand unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiners Dr. Max Grunwald die 89. ordentliche Generalversammlung der Israelitischen Kinderbewahranstalt statt. Namens der Israelitischen Kultusgemeinde war Herr Obermedizinalrat Dr. Heinrich Haase. namens der Fürsorgezentrale Herr Börserat Ignatz Glück, namens der „Union" Herr Regierungsrat Dr. Lenk mit Vertretern der Bezirksorganisation II, fernen in Vertretung des Frauenvereines Leopoldstadt Frau Rabbiner Dr. Kaminka erschienen. Der Präsident eröffnete die Generalversammlung, begrüßte die Erschienenen und gedachte vor allem in warmen Worten der Vereinsmitglieder, die dm abgelaufenen Vereinsjahre durch Tod abgegangen warnen. Sodann erstattete Herr Dr. Ernst Feldsberg den Rechenschaftsbericht Er führte aus, daß die Wirtschaftskrise auch vor den Toren der Kinderbewahranstalt nicht Halt gemacht habe, daß auch diese Anstalt einerseits nicht auf den finanziellen Erfolg der Vorjahre hinweisen könne, anderseits aber gerade in dieser Zeit wirtschaftlichen Niederganges mehr denn je ein dringendes Bedürfnis für die jüdische Bevölkerung der Leopoldstadt sei. Mit den Beiträgen von 464 Mitgliedern wäre es unmöglich, diese Anstalt zu führen, wenn nicht andere Geldmittel der Anstalt zufließen würden. In dieser Hinsicht gebührt großer Dank der Israelitischen Kultusgemeinde, die durch einen namhaften Beitrag die Erhaltung der Anstalt ermögliche, ferner Herrn Kommerzialrat Königsfest, der allein für die Erhaltung von 25 Kindern sorgte, sowie den Herren, die durch die Abhaltung des Gottesdienstes zu den hohen Feiertagen in den Räumen der Anstalt Geldmittel herbeischaffen, schließlich allen Wohltätern, die durch Spenden und Werbetätigkeit die Erhaltung der Anstalt ermöglichen. 148 Kinder waren in der Anstalt untergebracht. Frau Direktor Olga Fischer, die in diesem Jahre vom Herrn Bundespräsidenten mit der goldenen Medaille für Verdienste um die Republik ausgezeichnet wurde, sorgt mit ihren Helferinnen nimmermüde für die Erziehung der Kinder. Der Gesundheits- ^luumuuiimunummiuuuiuiiiiiuiiiuuuuuiumraiiwnHuiniiuumuuuiiiiiiiiuiuiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiis 1 ESSET I STEINMETZBROT H Die Ernährungswissenschaft sagt: II „Steinmetzbrot ist das gesünm deste,nährendste und den mensch- ~~ liehen Verdauungsorganen entsprechendste Brot." Wem Gersondiät vorgeschrieben ist: das äußerst schmackhafte, leicht verdauliche, lange haltbare kochsalzfreie Steinmetzbrot ♦ aiiiniiiiiiiiiiniinnimmiimiiiiiiiiiiiiniiiiimnimin zustand der Kinder wird vom Anstaltsarzt, Prof. Julius Zappert. überwacht, der in seiner übergroßen Menschenliebe den Kindern nicht nur Arzt, sondern fürsorglicher Vater ist. 74 mal im Jahre untersuchte er aile Kinder. Keine Mutter klopfte mit ihrem leidenden Kinde vergebens an die Türen seiner Ordination. Die stille Befriedigung, armen Kindern Gesundheit und Leben erhalten zu haben, ist wohl der schönste Dank, der! diesem edlen Menschenfreund abgestattet werden kann. Zum Schlüsse appellierte der Referent an alle Anwesenden, dafür zu sorgen, daß diese Anstalt auch in Zukunft in ungeschmälertem Ausmaße erhalten werden könne. Es sei Pflicht jeder Mutter, die das Glück hat. ihrem Kinde das tägliche Brot geben zu können, auch jener Kinder zu gedenken, die vergebens hungernd die Hände nach Brot ausstrecken. Herr Direktor L a s s n e r erstartete den Kassabericht, der für das abgelaufene Vereinsjahr miit einem Abgang schließt. Herr Obermedizinalrat Doktor Heinrich Haase dankte im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde dem Vorstande für seine ersprießliche Tätigkeit und versprach, daß die Kultusgemeinde stets nach ihren Kräften für die Erhaltung dieser, dem Wohle der Kinder dienenden Anstalt sorgen werde. Herr Börserat Glück besprach in gewohnt launiger Weise die Bilanz der Kinderbewahranstalt. beglückwünschte den Vorstand zu seiner Tätigkeit und gab der sicheren Erwartung Ausdruck, daß die Anstalt auch in Zukunft ihre heilige Pflicht werde erfüllen können. Insbesondere gab er der Hoffnung Ausdruck, daß alle jene Juden, die als Kinder die Wohltaten dieser Anstalt in Ansprach genommen haben, ihre Dankbarkeit dadurch beweisen werden, daß sie als erwachsene Menschen treu im Dienste der Wohltätigkeit für diese Anstalt sorgen werden. Nachdem der Mitgliedsbeitrag festgesetzt und die Wahl des Vereinsvorstandes einstimmig vorgenommen worden war, ergriff als letzter der Vizepräsident des Vereines. Herr Moritz Oesterreicher, das Wori: er erinnerte daran, daß das Vereinsjahr 1932 das 90. Jahr des Bestandes der Kinderbewahranstalt sei. Der Vorstand beabsichtige, in großem Rahmen dieses Jubiläum zu feiern, nicht vielleicht deshalb, um selbst gefeiert zu werden, sondern nur zu dem Zwecke, um möglichst weite Kreise der Bevölkerung für diese Anstalt zu interessieren und im Jubeljahre größere Mittel der Anstalt zuzuführen. Aus den Ausführungen des Herrn Oesterreicher konnte jeder Anwesende entnehmen, mit welcher Liebe er als einstiger Zögling dieser Anstalt in Dankbarkeit der Anstalt diene. Wenn alle Gönner und Freunde dieser Anstalt von jenem Eifer beseelt wären, wie ihn Moritz Oesterreicher besitzt, dann ist die Zukunft der Anstalt gesichert Mit herzlichsten Worten des Dankes schloß der Präsident die Generalversammlung. Maimonides-Institut, Wien H., Praterstraße 11. Die Vorträge während des Sommersemesters finden bis auf weiteres wie folgt statt (im Hörsaal des Instituts. Praterstraße 11): Jeden Montag, abends, 6 bis 7 Uhr, Dr. A. Kaminka, Psalmen; 7 bis 8 Uhr. „More Niebuchim". Jeden Dienstag, 6 bis 7 Uhr, Rabbiner M. Horowätz, „Ikkarim"; 7 bis 8 Uhr. „En Jakob". Jeden Mittwoch 7 bis 8 Uhr. Dr. N. Goldstein. „Müdrasch" Jeden Donnerstag, 6 bis 7 Uhr, Dr. A. Kaminka. „Agada zu Ruth". Jeden Samstag. 4 bis 5 Uhr. Dr. A. Kaminka, „Sprüche der Väter". Die Vorträge sind allgemein zugänglich. Teiinehmerbeiträge und Spenden zur Erhaltung der Lehranstalt werden durch die Postsparkasse (Konto Nr. 129.090) erbeten. „Obel Rachel", Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender, Wien II,, Kleine Pfarrgasse 8. In der festlich beleuchteten Ausspeisehalle wurden in feierlicher und! gehobener Stimmung die Sederabende abgehalten. 240 Arme kamen zum Seder. Bei jedem Gedeck lag die vorbereitete Hagada. Täglich zu mittag und abends wurden je 120 Personen, insgesamt 1920 Arme vom Vereine während der 8 Pessachfeiertage unentgeltlich und reichlich verköstigt Die Speisen wurden nach streng jüdischem Ritus hergestellt Für die glänzend durchgeführte Organisation und ersprießliche Mitwirkung gebührt herzlicher Dank den Herren Direktor D. Malon und K. Ziegenlaub. Warme Anerkennung verdient auch das Damenkomitee, das in hochherziger Weise sich bei der Ausspeisung zur Verfügung gestellt hatte. Die glänzende Durchführung der Ausspeisung wurde dadurch ermöglicht, daß viele Gönner und Förderer und der gesamte Vorstand reichliche Spenden dem Vereine zuführten. Da die Not fortschreitet und die Verarmung immer breitere Kreise zieht und dadurch die Anforderungen an den Verein immer größer werden, ist es Pflicht jedes Juden, diesen humanitären Wohlfahrtsverein zu unterstützen und durch Spenden zu fördern. Pessach-Hilfsaktlon der „Machsike Hadath". Der seit dreißig Jahren bestehende humanitäre Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung armer Juden „Mach- , sike Hadath" („Nachlat Jakob") hat bekanntlich vor kurzem seinen ständigen Sitz im eigenen Hause,.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.