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Die Wahrheit · 1925-01-07 · Heft 1 (7.1.1925) · page 16

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1925
Issue
Heft 1 (7.1.1925)
Date
1925-01-07
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Nr. i Di£ WArtRttfii i Seite i:> deren Spitze der Vizepräsident Herr David Daniel, wie auch viele Qäste aus der Umgebung erschienen waren. Nach herzlicher Begrüßung durch Direktor Philipp Friedmann, hielt derselbe eine großangelegte Ansprache, in welcher er alle Anwesenden aufforderte, sich ungesäumt als Mitglieder des Waisenhauses anzuschließen. Seine Rede machte auch den erwünschten Erfolg und alle Qäste leisteten sofort die erste Mitgliedstaxe. Nachher zündete Abraham Reich das Chanukalicht an, worauf der Kinderchor mit dem „Moaus zur Jeschuossi" einfiel. Ein kleiner Junge hielt dann eine kurze, aber ergreifende Ansprache, worauf der kleine Oberkantor Reich das Maariw-Gebet mit Chor vortrug. Nachdem die Jungen noch verschiedene lustige Stücke aufgeführt, endete spät abends die Feier mit einem großen Spendenergebnis für das Waisenhaus. Im Heime des V e r e i n es zur Ausspeisung armer israel. Schulkinder für den XVI. u n d XVII. Bezirk, XVI., Wurlitzergasse 11, fand Sonntag, den 28. Dezember 1924 eine Chanukafeier mit anschließendem Mittagessen statt. Die Schützlinge des Vereines, 100 Schulkinder und zwanzig erwerbsfähige Erwachsene, erhielten ein reichliches Mittagmahl. Der Vereinspräsident. Herr Direktor Benno K a h a n e, begrüßte die anwesenden Qäste, insbesonders Herrn Julius Krupnik und dessen Gemahlin Frau Olga Krupnik, welche in liebenswürdigster Weise für die Gesamtkosten der Feier aufkamen, und sprach dem wohltätigen Ehepaare den herzlichsten Dank des Vorstandes aus. Außerdem wurden 60 Kinder mit vollständiger Winterkleidung beteilt. G. H. Theater, Kunst u. Literatur EÜsabeth-Heim für Kriegswaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen. Als eines der Mittel, dem Heime aus seiner Notlage zu helfen, ist der Vorstand des Heimes wie alljährlich auch heuer wieder an die Abhaltung einer großen Veranstaltung herangegangen. Dem rührigen Damenkomitee mit der Vizepräsidentin Frau Rosa Bond y, Frau Bella Ehren reich und Frau Hermine Krüger an der Spitze, ist es gelungen, für die am Samstag, den 10. Jänner 1925, in sämtlichen Olympiasälen, I., Rothgasse, stattfindenden „Elisabeth-Heim-Soiree'", eine Reihe namhafter Kunstkräfte zu gewinnen. So haben sich in Anbetracht des wahrhaft wohltätigen Zweckes unter anderen Rosl B e r n d t, B e r n d - B u c h b i n d e r, Friedr. Deutsch, Ralph E r w i u, Lola Frank, Elly G l ä s s n e r, Bianca Q1 o s s y, Hermann Leopold!, Hans Moser, Charlotte W a 1 d o w, Fritz W i e s e n t h a I in uneigennützigster Weise zur Verfügung gestellt. An die Festakademie schließt sich ein vom Jugendkomitee veranstalteter Tanz, bei dem die Künstler-Kapelle I. Geiger die Tanzmusik besorgen wird. Karten zu dieser Veranstaltung, die noch verschiedene Ueberiraschungen, wie Schönheitskonkurrenz und anderes vorsieht, sind in der Kanzlei des Heimes, II., Malzgasse 7 und bei sämtlichen Komiteemitgliedern zu haben. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß für das Elisabeth- Heim jeden Dienstag nachmittags im Etablissement Pavillon, I., Wallfischgasse, ein 5-Uhr-Tee stattfindet, bei dem ebenfalls stets erste Kräfte Vorträge zum Besten geben. FacuwissenschaitUcher Vortrag. Im Rahmen des vom Oesterrreichischen Kantorenvereines veranstalteten Zyklus von fachwissenschaftlichen Vorträgen sprach Herr Oberkantor J. L. Müller Diestag, den 6. Jänner 1925, 6 Uhr abends, im großen Saal der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, über „Gebet und Gesang im jüdischen Gottesdienst", auf welchen interessanten, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag wir zurückkommen. Herr Malkiel Grünwald, der bisherige verantwortliche Redakteur der Wiener „Jüdischen Wochenschrift", hat die Schriftleitung dieses Blattes am 15. Dezember zurückgelegt und ist gleichzeitig auch aus prinzipiellen Gründen aus dem Vorstande der „Misrachi Landeszentrale" ausgetreten. Von Woche zu Woche Israelitische Kultusgeineiiide. Montag, den 29. Dez. 1924, fand unter dem Vorsitz des Alterspräsidenten Herrn Wolf Pappenheim die konstituierende Sitzung des am 9. November gewählten Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde statt. Zum Präsidenten wurde der bisherige, überaus verdienstvolle Führer der Gemeinde, Herr Universitätsprofessor Dr. Alois Pick wiedergewählt, zu V i z e- Präsidenten die Herren Jakob O r b s t e i n. Präsident der .lUnicm deutschösterreichischer Juden", und Dr. Josef Löwenher z gewählt. Ins Vertreterkollegium wurden die Herren Koinmerzialrat Siegmund Kauders (Union), Baurat Wilhelm Kempler (Union), Regierurigsrat Dr. Hermann Oppenheim (Union), Dr. Josef T i e h o (Unioni), Wolf Pappenheim (Agudah), Dr. Oesider Friedmann (Jüdischnational), Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes (Jüdischroational), Dr. Erwin Bader (Soziale Wahl Vereinigung) gewählt. Nach erfolgter Wahl gaben die Herren Dr. Jakob Ehrlich (Jüdischnational), Dr. Erwin Bader (Soziale Wahlvereinigung), Viktor Bauminger (Religiöser Block), M. Scharfstein (Achduth Israel) für ihre Parteien programmatische Erklärungen ab. Der Verein „Wohlfahrt" (hervorgegangen aus den» „Komitee zur Sanierung notleidender israelitischer Wohlfahrtsanstalten Wiens") I.. Seitenstettengasse 2, veranstaltete Montag, den 29. v. M., im großen Sitzungssaale der Kultusgemeinde nach seinem verdienstvollen Vorstandsmitglied Herrn Kultusrat Isidor Schwarz s. A. eine Trauersitzung. Unter den Anwesenden bemerkte man die Witwe und Familienmitglieder des Verstorbenen, Prof. Dr. A. Pick, Präsident der Israel. Kultusgemeinde, mit dem I. Sekretär Dr. Adler, Kultusvorsteher D. D o h a n mit Gemahlin, Bezirksrat Kultusvorsteher E. Hoitraann für den Verein „Montefiore", Bezirksrat Julius Berger, Bethausvorsceher Gustav Planer für den Verein „Alte Männer", Frau Doktor Ed. T h a 1 e r für den Frauenverein, Dr. Heinrich I h a 1 e r für den Verein der „Freunde des großen Leopoldstädter Tempels". Präsident Rabbiner Dr. Max Grunwald hielt eine vom Herzen kommende und zu aller Herzen gehende Gedenkrede für seinen herzensguten Freund und treuen Mitarbeiter, in welcher er seiner hervorragenden Leistungen im „Sanierungskomitee", für das er immer neue Hilfsquellen zu entdecken wußte, gedachte. Er sprach von seiner Tätigkeit für den Verein „Alte Männer", den er gegründet hatte und der sich unter seiner erfolgreichen Leitung frierenden alten Leuten zu helfen zur Aufgabe macht. Er schilderte die einzig dastehenden Leistungen Isidor Schwarz's in der Hemstätte für verlassene Kinder, im Blindeninstitut, im Gemeindespital und ganz besonders sein hervorragendes Wirken im Kultusvorstand. Er sprach schließlich von seiner Treue als Freund, von seinem Familienleben und hob hervor, daß angesichts dieser überragenden Herzens- und Charaktereigenschaften das Andenken des Verblichenen stets zum Segen sein werde. Verein der Freunde des GroSen Leopoldstädter Tempels. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde hat in Würdigung der hohen Verdienste, die sich der Obmann des im Titel genannten Vereines Herr, Dr. Eduard Thalersel. And., um die Wiederherstellung des Leopoldstädter Gemeindetempels erworben hat, zur Anbringung einer Gedenktafel für den Verewigten einen Ehrenplatz in diesem Gotteshause JAG MAYER Kleider-, Pelzeu. Gummimäntel-Fabrik Zentrale: Detail verkauf: Wien Ii., Glockengass« 24 Wien 11., TaboratraÖe 44

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