Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 15 (11.4.1924)
- Date
- 1924-04-11
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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. Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. 15 Bei der Ausrufung König Husseins zum Kalifen, die unter großen Feierlichkeiten vor sich ging:, befand sich, wie „Doar Hajom" meldet, als einziger Jude Prof. d e H a a n als Vertreter des orthodoxen Judentums Palästinas. Die-Juden in Bulgarien. Die Lage der Juden in Bulgarien, unter denen infolge der ferroristischen und erpresserischen Aktionen der mazedonischen Verbände in letzter Zeit große Panikstimmung herrschte, hat sich in den jüngsten Tagen gebessert. Die von den Behörden ergriffenen Maßnahmen hatteidie Wirkung, daß die Agitation der Mazedonier aufgehört hat und in der jüdischen Bevölkerung einige Beruhigung eingetreten ist. Es wird nunmehr abzuwarten sein, ob es sich um dauernde oder um temporäre Maßnahmen von kurzer Wirkung handelt. Es wäre sehr zu wünschen, daß die gegenwärtigen Leiter der bulgarischen Politik sich über den großen Scliaden klar werden, den diese Ereignisse der letzten Zeit dem Lande im Auslande bereits zugefügt haben und noch zuzufügen vermögen, wenn sie sich wiederholen sollten. Predigten. Anläßlich der Pessachfeiertage hält Se. Ehrwürden Rabbiner Dr. Max Grunwald sowohl am ersten (Samstag, den 15. April) wie auch am letzten Festtage (den 22.) im .großen Leopoldstädter Tempel Predigten. Verein „Einheit". Die zwölfte ordentliche Generalversammlung des Vereines X i n h e i t", zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen, fand am 24. März 1924. 7 Uhr abends, im Elisabethheim, II., Malzgassc 7. statt. Den Vorsitz führte in Vertretung des erkrankten Präsidenten. Herrn Bernhard Hofbauer, der erste Vizepräsident, Herr Moritz Felsenburg. Er begrüßte nach Eröffnung der Versammlung folgende Gäste: Für den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Herrn Kommerzialrat Siegmund Bond?, für die Agudath Jisroel und den Bethausverein Adas Jisroel Herrn Wolf Pappen heim, für die Chewra Kadischa der Inneren Stadt Herrn Franz D e n e s, für die Talmud Thora II. Herrn Hirsch, für den Tempelverein Achdus Jisroel Herrn Obmann Josef Winter, für den Tempelverein Machsike Thora dessen Obmann und Kassier, für die „Woja" Herrn Oberrevidenten Blume, dann Herrn Bezirksrat Hermann P1 a s c h k e s, Medizmalrat Dr. Belä R o s e n t h a 1. Professor Moritz Antscherl und den Chefredakteur Ludwig H i r s c h f e 1 d. Nach Verlesung und Genehmigung des Protokolls der elften ordentlichen Generalversammlung erläuterte der Schriftführer. Herr Direktor Dr. Krenberg er. den kurzen, gedruckten Jahresbericht für 1923 durch eingehende Beleuchtung der dort angeführten, für die Entwicklung der ..Einheit" förderlichen drei Tätsachen, das sind: die Führung der „Einheit" in den Formen des Friedens, die 'Ausgestaltung der 'Mittelstandsküche und die Freitagabendausspeisung von Schülern und Schülerinnen. Dann fordert er auf, die ..Einheit", diese notwendige Institution für Ausspeisung minderbemittelter oder ganz mittelloser Personen, die auf streng rituelle Küche sehen, zu unterstützen, indem er an Beispielen das verflossene drang- und sorgenvolle Jahr 1923 beleuchtete. Im Namen der Revisoren erstattete in humorvoller, aber eingehender Weise Herr 'Jakob Stern den Bericht und unter lobendster Erwähnung des harten Existenzkampfes beantragt er Dank und Anerkennung wie Genehmigung der Rechenschaftsberichte. Dieser Antrag wurde unter Beifall einhellig genehmigt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Bernhard Hofbauer, Dr. Isidor Reiniger. Architekt Ignaz Reiser und Frau Henny Schreiber wurden per Akklamation wiedergewählt. Dem ausscheidenden Herrn Alexander E i g e r, der durch viele Jahre aufs ersprießlichste für den Verein gewirkt hatte, aber zuletzt gezwungen war, der Arbeit fern zu bleiben, wurde wärmstens gedankt. Die früheren Revisoren Emil K r i t z 1 e r, Jakob Stern, und F u c h s, wurden unter Dank für ihre jahrelange Funktion wiedergewählt. Herr Wolf P a p p e n h e i m dankte im Namen der thoragläubigen Wiener Judenschaft der „Einheit" für ihre Arbeit und versprach Förderung und Unterstützung durch die Agudath und die Adas Jisroel. Herr Bezirksrat Hermann P1 a s c h k e s, stets ein tatkräftiger Freund unserer Speisehallen, lenkte die Aufmerksamkeit auf die Presse und die neuen' Reichen, welche durch ihre Macht und ihren Besitz die Verpflichtung haben, eine Stätte, welche Hungrige so würdevoll ausspeist, zu unterstützen. Herr Hofrat Dr. Schlag pries in gewohnter, meisterlicher Rede die Herren Funktionäre des Vorstandes und rief ihnen ein Jejascher Kauach zu. Herr Professor Moritz Antscherl,. ein eifriger Freund und Förderer der Freitagabendausspeisung, würdigte als Lehrer den Wert dieser neuen Einrichtung für die Entwicklung der religiösen Betätigung im Kinde. Um 9 Uhr abends schloß der-Vorsitzende die erhebend und feierlich verlaufene Generalversammlung mit besten Wünschen für die Genesung des allverehrten Herrn Präsidenten Bernhard Hofbauer und mit Dank an den Herrn Obermedizinalrat Dr. S. K r ü g e r für die Ueberlassung des Saales im Elisabethheim. Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge in Wien. Montag, den 14. April 1924, 6 Uhr abends, findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, die ordentliche Delegierten-Versammlung der Zentralstelle statt. Pessachvorbereitungen in der „Einheit". Wie alljährlich ist auch heuer der Vorstand der „Einheit" bemüht, seinen Gästen in möglichst feierlicher Art die Begehung des Pessachfestes zu ermöglichen. Die Gäste der „Einheit" sollen durch Erklärung! In das in der vorigen Nummer unseres Blattes erschienene Inserat des Herrn Restaurateur A. Barschak, Wien II., Gr. Schiffgasse 3, wurde ohne dessen Hinzutun der Passus aufgenommen, daß sein Restaurant unter Aufsicht der „Adas Jisroel" stehe. Die Aufnahme dieses Passus ist, wie wir dies sofort nach Erscheinen der Nummer an zuständiger Stelle zugegeben haben, einzig und allein auf ein Versehen unsererseits zurückzuführen und haben wir auch in loyaler Weise erklärt, in der nächsten Nummer der „Wahrheit" eine Richtigstellung vornehmen zu wollen. Umso größer war unser Erstaunen, daß von der Kanzlei der „Adas Jisroel" noch am Freitag Kundgebungen herausgegangen sind, die geeignet waren, Herrn Barschak, an dessen streng ritueller Betriebsführung selbst die maßgebendsten Herren der Schiffschul nicht zweifeln, arg zu schaden. In der Kundgebung der „Adas Jisroel" wurde gesagt, daß das Restaurant A. Barschak niemals und auch nicht derzeit unter der rituellen Aufsicht gestanden ist, bzw. steht, anstatt ausdrücklich beizufügen „unter der Aufsicht der „Adas Jisroel", wodurch den verschiedensten Deutungen und Kombinationen Spielraum gegeben wurde. Diese Unterlassung wurde auf Vorstellung unseres Chefredakteurs in einem zweiten Rundschreiben seitens der „Adas Jisroel" richtiggestellt. Das Inserat A. Barschak erscheint in der gleichen Nummer unseres Blattes nunmehr in der richtigen Textierung und bedauern wir diesen Zwischenfall umsomehr. da es allgemein bekannt ist, daß die Geschäftsführung des Herrn A. Barschak eine nach jeder Richtung hin korrekte ist. Die Redaktion der „Wahrheit". Zugunsten öes ELISABEfHUEIN för Kriegswaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen Wien II., I*lalz^a$se <2 Telephon Mr. 43-5-40 Gesamttreffer 600 Millionen Kronen Haupttreffer 120, 60, 35», 20 und lO Millionen Kronen und tausend ander« Treffer □SF" Lose in allen Banken und Trafiken erhältlich! — Wiederverkauf er gesucht! Von der Bundesregierung bewilligte EifehlenloHcric