Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 15 (11.4.1924)
- Date
- 1924-04-11
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 15 DIE WAHRHEIT Seite 15 niedrig gehaltene Preise, die nicht erhöht wurden, am Pessach gutes Essen erhalten. Die allwöchentliche unentgeltliche Freitagabend-Ausspeisung von 50 Schulkindern, welche schon seit dem Herbst vergangenen Jahres durchgeführt wird, soll auch an den beiden SedeTabenden und an den beiden letzten Feiertagsabenden fortgesetzt werden. In den Speisehallen der „Einheit" wird der Seder in aller Festlichkeit und Feier abgehalten werden im Sinne unserer heiligen Lehre und Tradition. „Kol dichfin jese wejechaul". Ehrung. Der Vorstand der Chewra-Kadischa für den 16. und 17. Bezirk in Wien hat vor kurzem zur Ehnumg ihres langjährigen verdienstvollen Präses Herrn Med.-Rat Dr. Jakob Deutsch, Kultusvorstehers, durch Enthüllung seines Bildnisses in der Gemeindekanzlei vorgenommen. Promotion. Montag, den 7. d. fand im großen Festsaal der Wiener Universität die Promotion des cand. med. Ernst Adler, eines Sohnes des ersten Sekretärs der Wiener Kultusgemeinde, Doktor Emil Adler, zum Doktor der gesamten Heilkunde statt. Sechzigster Geburtstag. Anläßlich des 60. Geburtstages des Präsidenten des Oesterreichischen Kantorenvereines, Oberkantor und Chordirigenten Isidor L ö w i t sind zahlreiche Ehrungen von Seiten seiner Kollegen wie aus Freundes- und Bekanntenkreisen in Aussicht genommen. Von frühester Jugend im Dienste der Syiiagogenmusik stehend, hat sich. Oberkantor Löwit speziell auf dem Gebiete des sephardischen Gottesdienstes unvergängliche Verdienste erworben. Im Jahre 1881 von dem damaligen Präsidenten der türkischen Kultusgemeinde Markus R u s s o dazu berufen, gründete er den Chor des türkischen Tempels, brachte er die sephardischen Melodien, von denen, er nicht eine Note vorfand, nach dem Gehör zu Papier, komponierte, was nicht an Originalmelodien vorhanden war, neu und behalf sich dabei mit den Kompositionen von Sulzer, Lewandowsky, Naumburg usw., die er jedoch, der sephardischen Textaussprache entsprechend, neu rhythmisieren mußte. Der so geregelte türkische Gottesdienst und Tempelchor erlangten bald einen großen Ruf. Baronin Mathilde von Rothschild gestorben. Zu der .gleichnamigen Notiz in der vorletzten Nummer unseres Blattes erfahren wir noch: Die Baronin, wie die Verstorbene in Frankfurt kurz genannt wurde, lebte auf ihrer „Grüneburg", einem Landhause im Nordwesten Frankfurts a. M., in einem herrlichen Park in vornehmer Zurückgezogenheit. Sie war Kunstkenner in, Patriotin und Philanthropin: Der Menschheit zu helfen in geistiger und in körperlicher Not war ihr höchstes Bestreben. Die Frankfurter Universität, zahlreiche Stiftungen an Krankenhäusern, wie das am Röderbergweg in Frankfurt, eine Lungenheilstätte in Bad Soden, eine Kinderheilstätte in Nauheim, ein Erholungsheim in Baden-Baden, sind unvergängliche Denksteine ihrer Menschenliebe. Czernys Krebsforschungen unterstützte sie, und in unzähligein Stiftungen förderte sie die Wissenschaft und das Bildungswesen. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Vom Rabbinate der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, daß die Fleischbank der Wiener Fleischbänke Gesellschaft m. b. H„ XIV., Sechshauserstraße 35, und die Fleischbank des Herrn Leo Hammer, XIV., Dreihausgasse 27, nicht mehr unter seiner Aufsicht stehen und daher nicht mehr zu den Koscherfleischbänken zählen. Koscherfleischbank in Währing. Einem langgehegten Wunsche der jüdischen Bevölkerung des 18. Wiener Gemeindebezirkes Währing zu entsprechen, hat sich die altrenommierte Großfleischbank-Firma S. Kornmehl, Wien IX., entschlossen, im 18. Bezirk, Währingerstraße 97, eine Geschäftsfiliale zu etablieren. Dieselbe wird unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Wiener Kultusgemeinde stehen. Der festgegründete Ruf dieser Firma, ihren Konsumenten stets nur das vorzüglichste zu -bieten, wird auch in ihrem Filialgeschäfte gewiß eingehalten werden und liegt es nun an der jüdischen Bevölkerung Währings, diese Tatsache anerkennend, der Filiale Kornmehls durjh lebhaften Zuspruch entgegenzukommen. Für die bevorstehenden Osterfeiertage. Hiermit bezeugt das endesgefertigte Bezirks-Rabbinat, daß das Kokosfett „Kunerol" mit Ostersiegel, unter strenger Aufsicht erzeugt wird und daher von jedem strenggläubigen. Juden mit ruhigem Gewissen in den Osterfeiertagen verwendet werden kann. Mattersdorf, im Adar 5684. S. B. Ehrenfeld, Sohn des Rabbiners Samuel Ehrenfeld, Verfasser des Werkes Chok Safer und Enkel des Choam Safer. Sonderangebot ■des ■ Warenhauses I Brüder Schiffmann isl«™» ll.9 Taborstraße 48 ™-47t7> IUnerreicht billige Kaufgelegenheif! Nachstehend einige Beispiele: Waschwaren Blaudruck..........per Meter K 9.800 Cotton de Lene......., , , 12.500 Wasch-Kreton........„ „ „ 12.500 Jackenfutter.......... 9 „ 21.000 Etamine, 115 cm breit.....» „ „ 12.000 Etamine, in allen Farben „ , . 7.900 $€ld€n-C10fll,140cmbr.,aIleFarb. , , , 35.000 Damenwäsche Garnituren, Hemd und Hose......K 39.000 Garnituren! Handajour gest.......„ 75.000 Damenhemden •28.000,25.000, 19.800 Damengarnituren (Hemd, Hose u. 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