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Die Stimme · 1933-12-29 · Heft 315 (29.12.1933) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 315 (29.12.1933)
Date
1933-12-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seffe DIE STIMM« Nr. 315 — 29. Dezember 1933 Ehret Usslsctikln, den Mann der Tat, durch eine Tat KTAR USSmHKIN Gratis zu Ostern und zur Levantemesse nach Tel-Aviv! Das große Preisausschreiben der Stimme päischen Nationalkulturen begnaden. Nein, nein! Aber die jüdischen Schulkinder sollte man in geschlossenen Zügen vor diese Vitrine führen und ihnen einprägen, daß auch eine durch zweitausend Jahre zurück erwiesene Bodenständigkeit nicht genügt, um den Juden außerhalb Palästinas Wurzel schlagen zu lassen. Und daß heute noch, und mehr denn je, das Wahrwort gilt, das Bar Kochba auf seine Münzen prägte und das aus Vindobonas tiefstem Grund zu uns als Weck- und Sammelruf aufklingt: «Lecheruth Jeruschalajim!» — Zur Freiheit Jerusalems! Dr. E. M. Zweig. Das Palästina-Inforiuatlonsbuch Ein Vademekum für Palästina-Reisende Ein wahres Vademekum für Palästina-Reisende bildet das vor einiger Zeit von der «Pag» herausgegebene ausgezeichnete Palästina-Informationsbuch. Der erste Teil der wirklich ausgezeichneten Informationsschrift ist dem neuen Palästina und seiner Verwaltung gewidmet. Wir lernen die Geographie, das Klima, die Mineralschätze des Landes kennen. Das Büchlein vermittelt uns Kenntnis über die Verwaltung des Landes durch die Mandatarmacht, über Recht und Gericht, über Steuern, Zollwesen, Polizei, Militär und vieles andere. Ferner über Verkehrswesen, über Post, Telegraph, Telephon, Münzen, Maße und Gewichte und schließlich über die innere Organisation der Bevölkerung des Landes, natürlich unter besonderer Berücksichtigung des Jischuws. Der zweite Teil des Büchleins ist der zionistischen Organisation und ihren Organen gewidmet Schließlich vermittelt uns der dritte Teil des Büchleins einen Abriß über Kultur, Kunst, Erziehungswesen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten in Palästina. Besonders informierend und insbesondere für Touristen und Palästina-Fahrer von großer Wichtigkeit ist der vierte Teil des Büchleins, der sich ausführlich mit den Uebersiedlungsmöglichkeiten nach Palästina beschäftigt Der Tourist und Palästina-Reisende erfährt hier alles Nötige über Touristen- und Einwanderungsbestimmungen, Aber die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Städte des Landes, ferner über die wichtigsten landwirtschaftlichen Siedlungen. Besonders wertvoll ist der Anhang des Büchleins mit einer Anzahl der wichtigsten hebräischen Worte und Begriffe, die dem des Hebräischen unkundigen Palästina-Reisenden über die erste Zeit seines Aufenthaltes im Land« große Dienste zu leisten imstande sind. Das Büchlein ist m seiner Art ganz ausgezeichnet und hat in der Tat eine in der Palästina-Literatur bis nun stark fühlbar gewesene Lücke in sehr glücklicher Weise ausgefülit. j. r. Außenhandel des Mittleren Ostens Unter diesem Titel hat das Handel- und Indnstrie- Departemert der Jewish Agency eia ganz großes statistisches .Werk erscheinen lassen, in dem alle Positionen der Einfuhr und der Aufuhr in ganz besonders übersichtlicher Form dargestellt sind. Herr David Gurevich, der diese Arbeit im Auftrag der Jewish Agency durchgeführt hat, hat sich keine Mühe erspart und das Material nicht nur Palästinas, sondern »Her Nachbarländer verwertet und so ein anschauliches Bild des großen vorderasiatischen Wirtschaftszentrums geboten. Für jeden, der wirtschaftlich oder wissenschaftlich Interesse für dieses Gebiet hat, ist das Werk ein unentbehrlicher Behelf. «Foreign Trade of Palestine.» Erhältlich Im Palästina- Amt, Wien, I. Kärntnerstraße 28. (Preis S. 30.—.) Der Augenblick muß sie für den mangelnden Nachruhm entschädigen. Das hat sich auch bei Jacobson bewährt Zu seinen Lebzeiten: ein berühmter Mann, überall gefeiert und verehrt — heute: verschollen und versunken. Knapp nach seinem Tode (29. Jänner 1897) erschienen in der «Allgemeinen Zeitung des Judentums» (Nummer vom 5. Februar 1897) und im «Kleinen Journal» Aufsätze, die die Persönlichkeit Jacobsons und sein literarisches Schaffen würdigten. «Wir dürfen aus vollem Herzen einstimmen in den Dank, welchen das Publikum einem seiner Lieblinge für sein frohes Wirken zollt und dem es durch den Beifall über seine Werke den beredtsten Ausdruck gibt. Die Gunst des Schicksals hat selten einem Autor in gleichem Maße gelächelt wie Eduard Jacobson, dem beliebtesten lebenden Possenschriftsteller.» Es ist unsere Pflicht, einem unserer berühmten Glaubensbrüder zu einem berechtigten Nachruhm zu verhelfen. Besonders in der heutigen, für uns Juden so schicksalsschweren Zeit, in der man Leistungen berühmter Juden mit Schlagworten abzutun glaubt, in einer Zeit, in der Werke jüdischer Dichter und Schriftsteller verbrannt werden, in solch einer Zeit ist es ein Gebot der Stunde, aufzuzeigen und in Erinnerung zu rufen, was jüdischer Geist vermocht und welche Begeisterung seine Leistungen bei jedermann erweckten. Es ist interessant zu betrachten, wie noch vor 60 und 70 Jahren ein Jude m Berlin und in ganz Deutschland Riesenerfolge erzielen konnte, wie seine Leistungen streng objektiv nach ihrem Wert beurteilt wurden und wie heute jüdische Dichter und ihre literarischen Erzeugnisse in Deutschland behandelt werden. Diese Würdigung Eduard Jacobsons soll die Persönlichkeit dieses Mannes wieder stärker hervortreten lassen und verhindern, den Possenkönig auf die schwarze Liste zu setzen und seine pikanten Schwänke dem Scheiter- Jiauiea zu übergeben. Die Veröffentlichung unseres großen Preisausschreibens in den letzten Nummern der «Stimme» findet ln der breitesten Wiener jüdischen Oeffentllchke 1t größten Anklang. Täglich melden sich in unserer Administration neue Abonnenten und Werber, die sich so die Chance einer Gratisfabrt zu Ostern und zur Levantemesse nach Tei-Aviv sichern wollen. Im folgenden veröffentlichen wir wieder die Bedingungen unseres Preisausschreibens. Jeder Abonnent der «Stimme», der das Jahresabonnement für das Jahr 1934 1m Betrage von S 16.— bis spätestens 20. Februar 1934 bar bezahlt, erwirbt das Anrecht, an folgendem Prdsauschreiben teilzunehmen: Die «Stimme» Ist in der Lage, dank der liebenswürdigen Mitwirkung des Reisebüros Compass Tours, Wien, DU Spitalgasse 3, folgende zwei Preise auszusetzen: 1. Preis: Für Werber, die Inder Zelt vom 7. Dezember 1933 bis 15. Februar 1934 je fünf Abonnenten für die «Stimme» werben, die das Abonnement für ein Jahr vorausbezahlen: Eine Schiffskarte 3. Klasse tour und retour Triest— Palästina, Verpflegung am Schiff, einschließlich Ein- und Ausbootungsgebühr sowie Landungsspesen, überdies erwirbt der Gewinner einen Kupon, der Ihm die Möglichkeit eines unentgeltlichen fünftägigen Aufenthaltes Im erstklassigen Hotel Palatin in Tel-Avlv gewährt Die Rückreise kamt beliebig angetreten werden. 2. Preis: Für Abonnenten der «Stimme»: Eine Schiffskarte 3. Klasse tour und retour Triest—Palästina, einschließlich Ein- und Ausbootungagebühr und Landnngsspesen. Aufzahlung für die 2. Klasse Ist möglieh. Zur Verhaftung des Rabbinn'ers Dr« Dienemann Berlin. Der nach einer Predigt verhaftete 62jährige Rabbiner Dr. Max Dienemann m Offenbach wurde ins Konzentrationslager Osthofen überführt. Angesehene Gemeindemitglieder erklären, daß es sich um ein Mißverständnis des Polizeibeamten handle, der dem Vortrag Dr. Dienemanns beiwohnte. Man ist bemüht, dieses Mißverständnis aufzuklären. «Deutsche Presse ab 1. Jänner judenfreb Obwohl seit dem Frühjahr eine systematische Hinausdrängung der jüdischen Schriftsteller und Journalisten aus den Redaktionen und der externen Mitarbeiterschaft stattgefunden hat, werden mit Ende dieses Jahres, bei Inkrafttreten des neuen Gesetzes in Berlin und im Reiche, wiederum viele hunderte jüdische oder von Juden aibstammende Journalisten ihre Berufsstellen verlassen müssen, so daß die Reinigung der deutschen Presse von Juden fast schon eine totale sein wird. Das amtliche Organ der Deutschen Arbeitsfront «Der Deutsche» begrüßt das Schriftleitergesetz mit der Ueberschriit: «Deutsche Presse: Ab 1. Jänner judenfrei.» Die Palästina-Touristik Die Stadtgremelnde Tel-Awiw hat, wie jede andere moderne Stadt, elngesehen, daß der Fremdenverkehr für die Entwicklung dieser Stadt sowie des ganzen Landes von großer Bedeutung sein kann. Die Stadtverwaltung hat daher ihrerseits alles dazu beigetragen, um den Fremdenverkehr nach Palästina nicht nur durch Propaganda zu fördern, sondern auch tatsächlich alles das den Fremden zu bieten, was eine moderne, Junge Stadt, die eine glänzende Lage am Meeresstrande bat, einem verwöhnten Touristen bieten soll. Besonders jetzt, ln dieser Jahreszeit, da ln Europa nicht für jedem das Wetter zuträglich ist, bietet Palästina und die Stadt Tel-Awiw etwas besonderes; Mai- und Junitage lm Februar. Die Stadtgemeinde Tel-Awiw hat es, anderen Großstädten gleich, verstanden, alle Mittel ln die Wege zu leiten, um die Schönheiten Tel-Awlws und Palästinas unter den breiten Massen bekannt and populär zu machen, und hat daher in den meisten Großstädten Europas Beauftragte ernannt, die Palästinakunde und sonstige Touristik-Fachkenntnisse besitzen, um den Interessenten mit den gehörigen Informationen dienlich zu sein. Als offizielle Propagandastelle der Gemeinde Tel-Awiw für Wien ist das Wiener Bureau des Weltreisebureaus Compass Tours bestellt Jeder einzelne sowie aueh Gruppen können lm Bureau der Compass Tours die gewünschten Informationen über Tel-Awiw und Palästina kostenlos erhalten. Am 21. Februar 1984 veranstaltet Compass Tours eine Reise zum Purim-Karneval nach Palästina mit der „Conte di Bavoia“ (48.000 t). Es ist diesem Bureau dank seinem Innigsten Kontakt mit dem Lande gelungen, solche Bedingungen für diese Reise zu schaffen, die den Teilnehmern um billiges Geld das beste bieten. Den Gewinnern steht es frei, die Fahrt mit einer der beiden Gesellschaftsreisen des bekannten Reisebüros Compass Tours anzutreten, die von diesem Büro zu den Osterfeiertagen, Mitte März, oder zur Le van tarne sse, Mitte April, veranstaltet werden. Die Abonnenten, die mit ihren Gebühren für das Jahr 1933!m Rückstände sind, müssen, um an diesem Preisausschreiben teilnehmen zu können, den Nachweis der Inzwischen erfolgten Bezahlung erbringen. An dem Preisausschreiben können auch Werber teilnehmen, die nicht Abonnenten der «Stimme» sind. Außerdem gelangen noch 50 Trostpreise für die Abonnenten In Form von Büchern bekannter Autoren zur Verteilung. Die Auslosung der Preise findet am 26. Februar 1934 lm Büro des Zionistischen Landeskomitees unter Aufsicht des öffentlichen Notars Dr. Hanns BabHk. Wien, L, Naglefgasse 9, statt Nina Horowitz Salomon Rosner VERLOBTE WIEN, Im Tebeth 8694 Die Lese- und Redehalle jüdischer Studenten gratuliert herzlichst ihrem A. H. Rabbiner Dr. Etlmelech Rimalt zu seiner Vermählung mit Fräulein Dr. V i 1 m a G e 1 m a n. m'ram p>v m bp inra na roa» F. d. A. H. Verband: F. d. Activitas: Dr. J. Schiffmann. Aron Horn, dzt. Präses. Der jüd. akad. Technikerverband freut sich, seinem langjährigen, verdienstvollen Mitglied und derzeitigen Obmann HENRYK GOLDBERG zur Ablegung der II. Staatsprüfung gratulieren zu können. Sic eparen Geld wenn Sie jetzt ihre Wohnräume erstklassig malen . und anstreichen lassen durch Schütz-Zuckerberg, Maleru. Anstreichermeister, Wien, V., üeigergasse 2. Telephon U 40-7-75. Seefeld, Tirol 0200 Meter) hervorragendster Wintersportplatz u. HÖheniuttkurort, das Sonnenparadies für Kinder, OmK jede Art Wintersport. «Schneesicher». Pension Geschwister Scbeer Im Hotel Hochalm streng bekannt erstklassige Verpllegung, Wiener Kücne, billige Preise. Telephon 28. Mitglied des Vereines zur Förderung ritueller Speise häuser, Hamburg. 50 Prozent Fahrpreisermäßigung mit bestem Erfolg erteilt Pädagogin. Zuschriften erbeten unter «Bester Erfolg», I., Gonzagagasse 3/8. Shemen- Olivenöl zum Kochen, Braten, Backen und Oelkuren. Frisch nur auf beiden Seiten der Dosen mit der Bezeichnung «medizinal». 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