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Die Stimme · 1931-06-25 · Heft 181 (25.6.1931) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 181 (25.6.1931)
Date
1931-06-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
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^Seije 10 DIE STIMME Literatur /Kunst / Theater fäütftet sdtau Df. Adolf Jellinek: Sein Leben und Schaffen. Von Rabbiner l)r. Mose» Rosenmann. Wien 1931. Josef Schlesinger Verlag. Seinem Buche über Mannheimer läßt nun Rabbiner Dr. M. Rosenmann ein Buch über Jellinek folgen. Der Verfasser hat sich in seinem Mannheimer Buche als ausgezeichneter Biograph bewährt und diesmal die erste Leistung noch übertroffen. Das Dioskurenpaar Mannheimer—Jellinek gehört unstreitig zu den interessantesten Erscheinungen in der neuzeitlichen Geschichte des Wiener Judentums. So verschieden sie in Wesen und Charakter gewesen sind, sie standen doch beide auf demselben, in seiner Art und Struktur ganz merkwürdigen Boden der Wiener Judenschaft, von dem heute nur mehr Spuren übriggeblieben sind. Rosenmann schildert diese halbvergangene Zeit, deren Kultur und Politik, Männer und Bewegungen mit feiner und scharfer Beooacntung und Kritik unter Wahrung historischer Treue und Objektivität. Nicht eine Lebensbeschreibnug Jellineks haben wir vor uns, sondern ein lebhaftes, bewegtes und geistig durchdrungenes Kulturbild. Der historische Hintergrund für das Wirken Jellineks auf der Kanzel wird mit Klarheit und Gewissenhaftigkeit gezeichnet. Dieser große Lehrer hat das Schwergewicht seiner Tätigkeit auf die Kanzel verlegt, die ihm Tribüne für die Verkündigung der Lehre und Ver* teidigung des Judentums gewesen ist und in ihm einen Künder und Anwalt von größter Kraft und Schlagfertigkeit gefunden hatten. Das wird von Rosenmann in schärfster Beleuchtung erwiesen und an Hand der von Jellinek gehaltenen Reden überzeugend dargestellt. Keine das Judentum berührende Frage der Zeit, kein dieses direkt oder indirekt treffende Ereignis bleibt unbeobachtet. Die von Rosenmann selbst daran geknüpften Reflexionen sind klug und reif erwogen. Auch an hellen Streiflichtern für die so ganz geänderte Gegenwart fehlt es nicht. Die Kanzelberedsamkeit und die Reden werden von Rosenmann von der jüdischen, rhetorischen, ästhetischen und kulturellen Seite mit durchdringender Analyse charakterisiert, die Quellen und Ursprünge treffsicher aufgedeckt. Das der literarischen Tätigkeit Jellineks gewidmete Kapitel zeigt Beherrschung des ganzen Materials und durchaus richtige und kritische Bewertung seiner vielseitigen Leistungen, ohne jedwede Uebertreibung. Persönlichkeit und Charakteristik Jellineks, an sich merkwürdig, kompliziert und interessant, werden von Rosenmann mit scharfer Feder beinahe schonungslos Umrissen und in den Rahmen der Zeit gefaßt. Nun ein Wort pro domo. Auf Seite 179 schreibt Rosenmann: * s «Durch Jellineks schwere Erkrankung (Dezember 1891) und die sich anschließende längere Abwesenheit (in Görz) desselben ergab sich die Notwendigkeit, für eine Vertretung Sorge zu tragen. Einige der einflußreichsten Persönlichkeiten traten für einen wohl talentierten, aber jungen, kaum flügge gewordenen Theologen ein. ,Ein Gymnasiast I’, wie Jellinek, als er davon erfuhr, verdrossen ausrief.» Niemand kann wissen, daß dieser «Gymnasiast» der Schreiber dieser Zeilen war. Ich war damals (1892) allerdings sehr jung und hatte noch keine öffentliche Stelle bekleidet. Ich wurde zu üastpredigten in der Seitenstettengasse und Leopoldstadt am Pessachfeste eingeladen. Güdemann und Dr. Bloch hatten die Aufmerksamkeit des Kultusvorstandes auf mich gelenkt. Ueber den Erfolg der Predigten dieses «Gymnasiasten» vermag der folgende, an mich gerichtete Brief Auskunft zu geben: «Görz, via Usina 5, 3./4. 92. Geehrter Herr Dr., ich bestätige den Empfang Ihres werten Schreibens vom 29. März. Wenn Sie den Inhalt desselben stets beherzigen und zur Richtschnur Ihres Verhaltens gebrauchen werden, werde ich nicht bloß befriedigt, sondern Ihr Freund und Förderer sein. Ich selbst habe Ihnen bereits vor Jahren, als Sie mir eine Empfehlung Ihres sei. Vaters brachten und in Wien studierten, Gelegenheit gegeben, meine Gesinnung kennenzulernen. Ich habe bereits von dem Erfolg Ihrer Predigt vernommen und gratuliere Ihnen zu dem Beifall, den Sie gefunden haben. Mündlich werden wir noch wohl über Manches sprechen. Ich grüße Sie, wünsche Ihnen weitere Erfolge und zeichne hochachtungsvoll Dr. Jellinek.» Meine «Jugend» war damals mein Fehler. Die Dinge waren so weit gediehen, daß meine Berufung unmittelbar beforstand. Höhere (oder tiefere) Mächte griffen hindernd ein; genau so wie später, als ich von üüdemann direkt als sein Adlatus in der Seitenstettengasse vom Vorstand gefordert wurde; auch damals war alles geordnet und der Kultusvorstand hatte zugestimmt. Wieder meldeten sich die Stimmen aus der Unterwelt und obsiegten. — Es hat immer einen Kampf zwischen Eljonim und Tachtonim gegeben. Mir sind das heute interessante Erinnerungen. Sollte Rosenmann auch der Biograph üüdemanns werden, dann würde ich ihm den Briefwechsel zwischen Güdemann und mir zur Verfügung stellen, der alles beweist und beleuchtet. Um aber zu Rosenmanns Buch über Jellinek zurückzukehren, sei gesagt, daß es ein sehr gutes, fein und vornehm geschriebenes, wertvolles ist; ein wirklicher «Beitrag zur Geschichte der Israelitischen Kultusgenieinde Wien in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts*, wie es im Untertitel heißt. Die Ausstattung ist schön und würdig. Dr. David Feuchtwan g. Emil Vattdervelde: «Schaffendes Palästina». Der jüdische Aufbau von heute und morgen, von einem Sozialisten. Karl Reißner Verlag, Dresden 1931. Vor etwa zwei Jahren kam Emil Vandervelde auf Einladung der Zionistischen Exekutive nach Palästina. Die Zionistische Organisation wollte einmal aus berufenem und unvoreingenommenem Munde ein Zeugnis über Palästina hören und lud einen Nichtjuden, Freidenker und Sozialisten ein, dieses Zeugnis zu schreiben. Und dieses Zeugnis — so sagt Vandervelde in seinem Vorwort — fällt zugunsten des Zionismus aus. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Reiseaufzeichnungen, Betrachtungen über den Zionismus und solche über das Wohlfahrtswesen im Jüdischen Palästina. Im ersten Teil schildert Vandervelde seine Eindrücke auf der Reise durch das jüdische Palästina. In Jerusalem macht er das Fest der Nebi Musa mit, erlebt die feindselige Haltung der Araber gegen das jüdische Palästina, bekommt aber auch die jüdischen Schöpfungen zu sehen, die Vorstädte Thalpioth und Beth Hakerem und besucht die hebräische Universität. Von dort führt ihn sein Weg vorerst in den Emek und dessen jüdische Siedlungen. En Charod, Geva und Kfar Jecheskel, Daganiah und Nahalal werden besucht und ihre Besonderheiten aufgezeichnet. Mit beispielgebender Vorbereitung kam Vandervelde in das Land und mit verstehender Anteilnahme und Einfühlung schildert er die Erfolge und Kämpfe, die Probleme und Tatsachen der großen Kwuzah, der kleinen Kwuzah und des Moschaw Owdim, der drei Kolonisationstypen der zionistischen Organisation. Mit Bewunderung spricht er von den Menschen in diesen Kolonien, von ihrem Idealismus, dem kein Opfer zu groß ist, von ihrem Optimismus . . . „Im allgemeinen behauptet man, daß die Arbeit den Mann veredelt, die Frau dagegen häßlich macht; ist dies zutreffend? Unter den Arbeiterinnen erinnern manche in ihren frischen, weißen Kleidern an das Bild von ,Ruth zwischen den Garben’ oder an ,Samaritanerinnen am Brunnen Jakobs’. Andere dagegen sind vor der Zeit gealtert und sehen müde aus. Frühere Studentinnen, die jetzt durch die schwere Tagesarbeit das Aussehen abgehärmter Bäuerinnen erhalten haben. Bei den Männern haben jedoch die Sonne, der Aufenthalt im Freien, ihr aktives Leben zumeist Wunder vollbracht. Die bleichen, schmächtigen Juden aus Galizien oder der Ukraine sind stämmige Burschen geworden, voller Kraft und Stärke. Aber sie sind nicht verbauert. Mit wachsender Begeisterung betrachte ich sie, lausche ich ihnen, deren Augen voll von Enthusiasmus und Hoffnung leuchten . . . .» Dann gehts weiter in die Kolonien des Baron Rothschild, die dem schauenden und verstehenden Auge Vanderveldes den Unterschied dieser Kolonisationsmethoden von denen der Zionistischen Organisationen enthüllen. Hier lernt Vandervelde das jüdische Landbürgertum kennen. Tel-Aviv wird besucht, seine Schulen, Fabriken, die Histraduth besichtigt, dann auch auf dem Rückwege nach Jerusalem Rischon le Zion und Petach Tikwah. Nichts entgeht ihm, alles, was ein Mensch, der sehen will, sehen kann, sah Vandervelde. Und \ton allem erzählt er: von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der einzelnen Siedlungen, von den Kindern in den jüdischen Kolonien, von den Vor- und Nachteilen der einzelnen Siedlungslormen, von dem Verhältnis der Chaluzim zu den Pächtern in den Pica- Kolonien, von früheren Streiks, von der Konkurrenz der arabischen Arbeiter, von den Weinbauern und von der Ausbeutung des Toten Meeres.- Ueber alles das ist Vandervelde unterrichtet und er vermittelt das Wissen und die gesammelte Erfahrung in ansprechender Form dem gefesselten Leser. Der erste Teil schließt mit einer Skizzierung der zionistischen Hauptinstitutionen: Zionistische Exekutive, Keren Hajessod, Keren Kajemeth und Waad Leumi. Mit der gleichen Gründlichkeit und Sachkenntnis werden hier das historische Material, die Erfolge und Mißerfolge, erläutert durch Zahlen und Statistiken, alle auftauchenden Probleme politischer und wirtschaftlicher Natur verarbeitet und aufgezeichnet, wie dies nicht besser und umfangreicher in irgendeinem zionistischen Handbuch geschehen könnte. Aber Vandervelde ist nicht bloß ein Enthusiast, der mit der Schilderung des palästinensischen Lebens seine Aufgabe erfüllt gesehen hätte, er ist ein gründlicher und sachlicher Mensch, der weiß, daß jede Kritik, jede Aeußerung über Palästina und über den Zionismus ohne die Kenntnis seiner Ideen, Ziele, Kämpfe und Erfolge leichtfertig wäre. Darum läßt er seinen Reiseaufzeichnungen einen zweiten Teil folgen: «Betrachtungen über den Zionismus», in dem er sämtliche Probleme des modernen Zionismus darstellt, seine Schwierigkeiten aufzählt und im Lichte des Sozialismus kritisch betrachtet. Der Kampf innerhalb der zionistischen Organisation über die Ziele des Zionismus, der Streit über den von Weizmann vertretenen «praktischen» Zionismus und den von den Nationalisten vertretenen «reinen» Zionismus wird mit einer Tatsachenkenntnis besprochen, wie sie nur einem Eingeweihten möglich ist. Das Wunder der Wiedergeburt der hebräischen Sprache, die Schwierigkeiten der Durchsetzung derselben, die Rückkehr der Juden zur Erde, die Aussichten dieser Rückkehr zum Boden bei der Armut des Landes, die Rolle der palästinensischen Regierung, das Araberproblem, die Rolle des Kapitalismus in Palästina und Aufgaben und Bedeutung der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas werden eingehend besprochen. Der dritte Teil dieses Buches: «Das Wohlfahrtswesen im jüdischen Palästina» stammt aus der Feder uer Gattin Vanderveldes. Mit großer Bewunderung und Sympathie er- Nr. 181 — 25» Itrnf 193t zählt sic von der Tätigkeit der Hadassah und der jflditcfaa Arbeiterkrankenkasse. Statistische Tabellen und acht wunderschöne Bildtafeln ergänzen das bedeutsame Buch. Die tiefgründigen Untersuchungen über sämtliche Probleme des Zionismus und die reiche Kenntnis aller Einzelheiten des Aufbaues zeichnen dieses Buch Vanderveldes vor allen Büchern über Palästina, die enthusiasmierte Besucher geschrieben haben, aus. Vandervelde bemüht sich redlich, die Dinge objektiv und unvoreingenommen zu sehen. Und wenn ihn auch die palästinensische Arbeiterschaft, wenn ihn das Problem des Kapitalismus in Palästina besonders interessiert, so ist doch aus altem ein mitfühlendes Herz und warme Sympathie zu spüren. Anknüpfend an das Wort des Propheten Jesaja ruft Vandervelde aus: «. . . Wieviele Menschen haben seit 2500 Jahren diese Worte getrunken und sich an diesen Flammen erwärmt? Die Zionisten haben sie wiedererweckt. Sie erwecken die Sprache wieder und die Erde der Väter. Sie kämpfen und leiden für die Gerechtigkeit. Sie verwirklichen die Religion der Arbeit. Sie wollen freie Menschen sein, von jeder Abhängigkeit und Ausbeutung befreit. Mögen sie aushalten, mögen sie weiterhin ihre prachtvolle Unbeugsamkeit allen Versuchen, ihr Ideal zu verkleinern, entgegensetzen.» Jedem Zionisten wird dieses Buch nicht nur wahre Freude, sondern auch Bereicherung bereiten, jedem Nichtzionisten kann es wirklich Einblick in die zionstischen Probleme und den Aufbau Palästinas schaffen, dem Zionismua aber neue Freunde in der ganzen Welt werben. Dr. Wilhelm Sc hör. Jlotixen „Wiener Blattsingsehule.“ Oer Wiener Gesangspädagoge Rudolf Ulanowsky, bekannt auch als Lehrer vieler Kantoren und als Komponist von Tempelchorgesängen, verfallt« ein Buch unter obigem Titel, zu welchem Prof. Kehldorfer ein Geleitwort geschrieben hat, worin u. a. gesagt wird, dä£ ein. solches Lehrbuch in der einschlägigen Literatur bis Jetzt noch kaum vorhanden wäre. Das Buch ist mit Anerkennungsschreiben versehen, gezeichnet von den bedeutendsten Wiener Musikern, wie Klemens Krauß, Franz Schmidt, Julius Bittner, E. W. Korngold, Laflte usw. In all diesen Schreiben kommt die Meinung zum Ausdruck, daß das Werk Möglichkeiten der Entwicklung und Vervollkommnung des musikalischen Gehörs und des Gefühls weitgehendst zu fördern geeignet ist Literaturpreis für Esriel Carlebach. Der von den.Deutschen Buchwerkstätten ausgeschriebene Erzählerpreis^ für das Jahr 1931 entfiel zu gleichen Tellen auf Alexander von Keller und Esriel Carlebach. — Carlebach, der im 22. .Lebensjahre steht, ist in der deutsch-jüdischen, hebräischen und jiddischen Presse durch zahlreiche Aufsätze, Erzählungen und Reiseschilderungen bekannt geworden. Seine preisgekrönte Novelle behandelt eine Begebenheit, die sich vor kurzem im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt sugetragen hat. „Saltomortale“ im Apollo. Im Apollo-Tonkino läuft, jetict der Film „Saltomortale“, Regle von E. A. Dupont, mit Anna Sten, Otto Wallburg, Kurt Gerron, Adolf Wohlbrtick, Reihhold Bernt usw. Die Regie ist ausgezeichnet, es gibt einig« sehr spannende und aufregende Szenen und ein paar hübsche Bilder. Anna Sten in der Hauptrolle ist bildschön und graziös und hat im verflossenen Jahr ein reines, wohlklingendes Deutsch erlernt. Ihre beiden Partner machen immerhin aus ihrer Rolle alles, was sich daraus machen läßt. Der Film ist sehenswert. „Meluka“, ein arabischer Tonfilm, wunderbar von anonymen Schauspielern gespielt, ein entzückendes Märohen aus Südmarokko, mit prächtigen Landschaftsaufnahmen, wird ab Freitag in drei Wiener Kinos laufen. In aller Kürze ln ihrer letzten Sitzung hat die Exekutive der Union of American Hebrew Congregation das Budget für das kommende Finanzjahr mit 565.286 Dollar angenommen. a In Braunschweig tritt am 1. Juli ein Schächtverbotsgesetz in Kraft, das sich auch auf Geflügel erstreckt. «5fr * ' Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften de« Reichsverbandes für Jiu Jitsu, die in Hamburg stattfanden, hat die Jiu Jitsu-Gruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten zwei Meister gestellt. Jules Cahibon, der Urheber der im Jahre 1916 noch vor der Balfour-Deklaration veröffentlichten Deklaration der französischen Regierung, in der die Rechte der Juden auf Palästina anerkannt wurden, ist schwer erkrankt und es wird an seinem Aufkommen gezweifelt. * Am 11. Juni fand eine abermalige Tagung des Initiativkomitees der Jewish Agency in Deutschland Btatt, bei der zu den bisherigen Mitgliedern Horr Dr. Friedrich Brodnttx zum ordentlichen Mitglied des Councils gewählt wurde. « Der vor kurzem verstorbene amerikanische Bankier Mortimer Schiff hat für Wohlfahrtszwecke — meist Jüdische — eine Million Dollars hinterlassen. * Der Oberrabbiner von Aegypten, Chaim Nahum Effehdi, Avurdo vom König Fuad in den Senat berufen. * Der Makkabl-Sportverband in Jerusalem wird auf Ersuchen des Waad Leumi die Fußballwettsplele an Sabbaten zunächst für die Datier von 14 Tagen einstellen, während der Waad Leuini inzwischen versuchen wird, eine Lösung des Problems zu finden. * Nathan Taglicht, das zweite Opfer des Revolverattentates in der Budaposter Hauptsynagoge am 3. April, ist’ am 14. Juni gestorben. # fn Kowno habon sicli bisher etwa 300 jüdische Arboiter aus Litauen für die Ausreise nach Biro-Blldschan angemeldet. * Wegen antisemitischer Maßnahmen gegen die jüdisch« Ortsbevölkerung wurde die Gemeindeverwaltung der Stadt Derbent in der Sowjetrepublik Da^hestan aufgelöst.

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