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Die Stimme · 1930-04-17 · Heft 122 (17.4.1930) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 122 (17.4.1930)
Date
1930-04-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Softe 6 DIE STIMME Nr. 122 Kleine Nachrichten ausPalästina In allen Kolonien Palästinas gibt es jetzt 7798 jüdische landwirtschaftliche Arbeiter. (Im September 1926 gab es ihrer nur 4582.) — Das Budget der Kupath Cholim (Arbeiterkrankenkasse) für das Jahr 5690 beträgt 52.000 Pfund. Die Zahl der Angestellten der Kupath Cholim beträgt 205 (73 Aerzte, 49 Schwestern. 9 Apotheker, 34 Bureauangesteltte nnd 40 Hausansestellte). — Prof. Rodenwald, der Präsident des deutschen archäologischen Institutes, ist in Palästina angekommen. — Die erste Absolventin der Jerusalemer Rechtsschule, Miß Slutzkin, hat die Berechtigung erlangt, die Praxis als Rechtsanwältin auszuüben. — Die lärmende Zikharzeremonle, die von den Moslemiten eingeführt wurde, um den jüdischen Gottesdienst an der Klagemauer zu stören und von der Regierung verboten wurde, ist vor kurzem in weniger lärmender Weise wieder aufgenommen worden. — Die Zölle auf Weizfi und Mehl wurden teilweise um mehr als hundert Prozent erhöht. Der Lebensmittelindex betrug kn Monat Jänner 1930 6£,7 Prozent und war uv. 2.2 Prozent niedriger als im Dezember 1929 (Basis: Jahr 1922 mit 100 Prozent). — Die Zolleinnahmen der Palästinaregierung im letzten Vierteljahr 1929 betrugen 242.382 Pfund gegenüber 255.794 Pfund im gleichen Zeitraum des Vorjahres. — Der High-Commissioner besuchte vor kurzem die Kooperativen Institute in Tel Aviv. (Die kooperative Druckerei «Hapoel Hazair», die Genossenschaftsbank Halwaah Wechisachon und die Verkaufsgenosseuschait «Tenuwah».) Brief aus Graz Konstituierende Sitzung des neuen Kultusrates. Graz, 8. April 1930. Der auf Grund des Wahlkompromisses zwischen der Zionistischen Partei und der konservativen Gruppe neu gebildete Kultusrat (Verhältnis 14 Zionisten, 10 Konservative) trat heute zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Als Alterspräsident eröffnete Herr S. Bonyhady die Sitzung. Sodann hielt der bisherige Präsident Herr Dr. Robert Sonnenwaid eine tiefempfundene Gedenkrede für Lord Arthur James Balfotir Nunmher erfolgte die Wahl des Präsidiums. Einstimmig wurden gewählt: Herr Dr. Robert Sonnenwald zum Präsidenten, die Herren Karl Schwarz und Gustav Pollak zu Vizepräsidenten. Herr Dr. Robert Sonnenwald ergriff alsdann das Wort zu einer längeren Eröffnungsrede. Er dankte allen für das Vertrauen, das man ihm dadurch entgegen bringe, daß man ihn zum zweiten Male mit der Führung der Kultusgemeinde betraue und betonte, weiterhin stets in voller Gerechtigkeit und Objektivität die Agenden der Gemeinde zu versehen. An die Spitze seiner Ausführungen stellte er das freudige Bekenntnis zum jüdischen Volk, zum Zionismus. Dieses Bekenntnis sei ihm niemals eine nur gelegentliche Feiertagssache, es sei ihm wahre Weltanschauung, für die er stets und überall einzutreten wisse. Diese zionistische Gesinnung, erwachsen aus tiefstem jüdischen Verantwortungsgefühl und alJjüdischer Verbundenheit, sei als Gefühlssache zu werten und müsse auch vom zionistischen Gegner hoch und heilig geachtet werden. Im Geiste des wiedererwachten und nach voller Freiheit strebenden Judenvolkes werden wir die Führung der Gemeinde übernehmen und sie zum Zentrum aller nationalen und religiösen Bestrebungen machen. In diesem Sinne fühlen wir uns solidarisch den Gesamtinteressen des Judentums gegenüber verpflichtet. Vizepräsident Gustav Pollak, der Führer der konservativen Gruppe, legte ebenfalls ein Bekenntnis zum jüdischen Volke ab und betonte, daß seine Gruppe entschlossen mitarbeiten wolle zum Wohle der ganzen Gemeinde. Nicht nach Parteigesichtspunkten, sondern 3tets im Allgemeininteresse werden sie ihre Beschlüsse zu fassen wissen. Wir sind kein geschlossener Klub und werden uns auch somit an keine festen Klubbeschlüsse zu halten brauchen, sondern jedem Mitglied unserer Gruppe freie Meinungsäußerung zubilligen. Vizepräsident Karl Schwarz, der Vorsitzende der zionistischen Ortsgruppe, führte aus: Zum ersten Male zieht unsere Partei als Mehrheitspartei in den Kultusrat ein. Unsere Zeit wird in der Geschichte unseres Volkes als Epoche des Aufbaues unserer alten Heimat Erez Israel bezeichnet werden. In einer solchen Zeit gebührt den Vertretern dieses Aufbauwerkes die Führung in allen jüdischen Körperschaften. Deshalb ist es erfreulich, daß uns die führende Stellung in dieser Gemeinde nicht durch Wahlkampf, sondern durch freiwillige Anerkennung aller Parteien zuteil wurde. Unter zionistischer Führung ist zu verstehen, daß alle Fragen der Palästinaarbeit, die für uns nicht Politik, sondern jüdische Pflichterfüllung bedeuten, in den Mittelpunkt der Gemeinde rücken. Durch diese Arbeit wird wiederum ein einigendes Band um aHe Kreise des Judentums geschlungen und die Kette zwischen Vergangenheit und neugestaltender Zukunft geschlossen. Wir kennen keine trennenden Schranken zwischen Juden verschiedener Länder, für uns gibt es nur Juden. Der Geist Zions herrsche stets in unserer Gemeinde und verbinde uns zu gemeinsamer Arbeit. In den Vorstand wurden sodann gewählt die Herren Freudmann, Grünschlag, S. Weiß, Herlinger, S. Bonyhady Großfleischhauerel SIEGM. KORN MEH L Zentrale IX, Berggasga 19, Tel. A 17-3-99 n. A16-9-34 Lieferant für Heilanstalten AMjIluna«nför*Ttg2£JjJ*2jL unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien AutoaualeUuite koilenl«« IX, Berggaaie IS XVIII, Währingergtrafie 97 AAAAAAAAAAAAAAAAAAA £He Wodte Berlin. Der bekannte Bäderforscher Sanitätsrat Dr. Lachmann hielt im Kaiser-Friedrich-Haus für ärztliche Fortbildung einen Vortrag über die Quellen von Tiberias, zu dem er auf die medizinische Bedeutung der Termen von Tiberias sowie die Notwendigkeit des sofortigen Ausbaues dieser Quellen hinwies. Die ganz besonderen Eigenschaften dieser Termen machen Tiberias zu einem höchst wirksamen Heilfaktor für zahlreiche Krankheiten. — Der Hilfsverein der Deutschen Juden veranstaltete einen Vortragsabend, bei dem bedeutende Persönlichkeiten, wie Katharina von Kardoff, Abgeordneter Dr. Breitscheid, Reichsminister a. D. Paul Reinhold und Staatssekretär Schäffer das Werk des Hilfsvereines als Beispiel völkerbindender sozialpolitischer Arbeit hinstellten. — Das letzte Heft der Preußischen Jahrbücher enthält einen vierzehn Seiten langen Aufsatz von Dr. Gerhard Holdheim über «Die Voraussetzungen und das politische Ziel des Zionismus». London. Dieser Tage fand hier eine Konferenz der Jüdischen Arbeiterverbände Englands statt. — Die United Synagogue feiern in der allernächsten Zeit ihr 60jähriges Bestehen. Lodz, Als ein Beweis für die furchtbare Wirtschaftsnot der polnischen Judenheit möge die Tatsache dienen, daß in Lodz, dem «polnischen Manchester», 12.000 Familien, die Hälfte der jüdischen Bevölkerung, bei der Jüdischen Gemeinde zu Pessach um Unterstützung angesucht haben. Frankfurt a. M. Hier fand unter dem Vorsitz des Gemeindevorstandes Ministerialrat Dr. Blau eine große Patästinakundgebung statt, bei der Ministerialrat Dr. Hirsch, Martin Buber, Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumayer und die Rabbiner Dr. Hoffmann und Dr. Saizberger über die Verpflichtung der deutschen Judenheit zur Mitwirkung der Schaffung einer Heimstätte in Palästina sprachen. Düsseldorf. Die achte ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der Jugendvereine Deutschlands ist auf den 8. und 9. Juni 1930 nach München einberufen worden. Warschau. In dem Städtchen Piesko, in der Nähe von Wolkowisk, brannten 21 jüdische Häuser nieder. Hundert Familien blieben ohne Obdach und verloren all ihr Hab und Gut. Preßburg. In diesen Tagen starb in Beregsasz (Karpathorußland) Rabbiner Salomon Schreiber, einer der mankantesten Rabbiner Karpathorußlands. Der Verstorbene ist ein Großenkel des «Chassam Sofer» und Urenkel des Rabbiners Akiba Eger. Danzig. Zum Präsidenten der Danziger Jüdischen Gemeinde wurde Justizrat Sander, zum Vizepräsidenten Doktor Möller gewählt. Köln. Der Redakteur des «Westdeutschen Beobachters» wurde abermals wegen Beschimpfung der jüdischen Religion durch Verbreitung von Ritualmordlegenden zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt. TTTTTTTTTTTTTTTTTTT und Engelsmann. Durch Statutenänderung wurde beschlossen, den Vorstand auf zehn Personen zu erweitern. Bei der Einteilung der einzelnen Sektionen wurde für die Tempelsektion Herr S. Bonyhady als Vorsitzender bestimmt und Herrn Seliger die Leitung der Tempelfunktionen übertragen. Die harmonische Eröffnung der neuen Mandatsperiode gibt uns die Zuversicht, daß eine Periode friedlicher, gemeinsamer Arbeit ihren Anfang zum Wohle der Gemeinde genommen hat. Hochfrequenz-Bestrahlung gegen Nervenleiden, Rheumatismus, Ischias. Heilanstalt Sol-Ra, I., Kärntnefstraße 10, Eingang Seitengasse. Tel. R 27-1-83. Die Lage der Juden in Rußland Der Moskauer Vertreter der Jüdischen Telegrapben- Agentur hat durch eine Umfrage feststellen können* daß der Bedarf an Mazzoth unter den Juden Rußlands' für die diesjährigen Pessachtage überall gedeckt ist. Es ist dafür gesorgt, daß auch der ärmste Jude über ein genügendes Mazothquantum verfügt. Die Mazzotbbäckereien arbeiten überall ungestört. Die religiösen Juden in den Städten haben die Parole ausgegeben: «Verpfändet Euer Letztes und versorgt Euch mit Mazzoth! Sorget, daß auch der Aermste Mazzoth bekommt!» Diese Mazothkampagne übertönt um ein Vielfaches die Antipessachkampagne der jüdischen Kommunisten, die fast keine Tätigkeit entfalten, da ihnen von Moskau aus befohlen wurde, sich in der antireligiösen Kampagne möglichste Reserve aufzuerlegen und vor allem jeden administrativen Druck zu vermeiden. Da es in Rußland an speziell für Mazzoth bergestelltem Mehl vollkommen fehlt, werden Mazzoth mit Erlaubnis der Rabbiner aus gewöhnichem Mehl, das von den Konsumgenossenschaften auf Brotkarten geliefert wird, hergestellt., Diamanschtein, der Vorsitzende der jüdischen Abteilung bei der Sektion für nationale Minderheiten des Zentralexekutivkomitees, erklärt in der Presse, die Auflösung der «Jewsekzija» habe in der jüdischen kommunistischen Bewegung Verwüstungen augerichtet. Die Führer der aufgelösten «Jewsekzija» in der Provinz haben überhaupt kein Betätigungsfeld mehr. Die besseren jüdischen kommunistischen Kräfte werden von dem allgemeinen Sowjetapparat verschlungen. Diamanschtein fordert, daß ein Teil der jüdischen Kommunisten, wenn auch nur im Rahmen der Minderheitensektion, auch weiterhin kommunistische Arbeit unter der jüdischen Bevölkerung leiste. Diamanschtein gibt zu, daß zahlreiche Angehörige der früheren „Jewsekzija» über die Stränge gehauen und die Beschlagnahmungen von Synagogen, wie Angriffe auf die jüdische Religion in einem zu scharfen Tempo betrieben haben. Das hat dazu geführt, daß die Sowjetfeinde im Auslande nun behaupten, daß die Juden in Sowjetrußland verfolgt werden, ln Zukunft, erklärt Diamanschtein, sollen Synagogen nur mit Zustimmung der Mehrheit der jüdischen Bevölkerung des betreffenden Ortes geschlossen werden. Der Zuzug von Neusiedlern zu den jüdischen Kolonien Ist ln diesem Vorfrühling weit schwächer als in den früheren Vorfrühilngsperioden. Komzet hat 320.000 Rubel für Kulturarbeit in den jüdischen Kolonien der Ukraine bereitgestellt. Aus diesen Mitteln sollen drei höhere und sechs mittlere jüdische landwirtschaftliche Schulen sowie andere Kultüranstalten in den jüdischen Dörfern errichtet werden. Das Kabinett der Volkskommissare und das Zentralkomitee der Jungkonimunistenliga befassen sich, wie der JTA-Vertreter erfährt, mit dem Plan, im Verlaufe der nächsten fünf Jahre 200.000 jüdische junge Leute der staatlichen Industrie Sowietrußlands zuzuführen. Der Verband ORT setzte es durch, daß 500 jüdische junge Leute in dem Moskauer Arbeiterinstitut aufgenommen wurden. Sie werden in diesem Institut durch Instruktoren von ORT für verschiedene Industrien ausgebildet. Die Regierungskommission für Landansiedlung der Juden «Komzet» fordert in einem Memorandum, das Zenträlexekutivkomitee der Ukraine auf, den bisher wahlrechtslosen jüdischen Kolonisten der Ukraine das Wahlrecht und damit die anderen politischen Rechte zu gewähren, und stellt dabei fest, daß die jüdischen Kolonisten der Krim bereits das Wahlrecht besitzen. Komzet erklärt, daß die Praxis, nur jenen jüdischen Kolonisten Wahlrecht zu gewähren, die bereits mehrere Jahre in der Kolonie leben, im Widerspruch steht zu der letzten Verordnung der Regierung der Sowjetunion, die vorschreibt, daß allen deklassierten und wahlrechtslos gewordenen Juden, soweit sie sich der Produktion zuwenden, das Wahlrecht wiedergegeben wird. Thomas Mann über das jüdische Werk in Palästina Thomas Mann, der große deutsche Dichter und Nobelpreisträger für Literatur, gewährte vor seiner Abreise aus Palästina dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur ein Interview, in dessen Verlauf er die Eindrücke, die er während seines Aufenthaltes in Palästina gewonnen hat, schilderte. Infolge einer plötzlichen Erkrankung, die ihn zwang, das Krankenhaus aufzusuchen, konnte er nur zum Teil das jüdische Aufbauwerk in Augenschein nehmen. Einett starken Eindruck hat auf ihn die jüdische Kwuzah-Kolonie Düb (Kirjath Anawim) gemacht; am meisten von allem hat ihm aber die jüdische Stadt Tel-Aviv Bewunderung abgerungen. Die Juden in Tel-Aviv, sagte Thomas Mann, sind irgendwie anders als die Juden in allen anderen Städten der Welt; sie scheinen freier und glücklicher zu sein. Ich glaube an die Zukunft von Te!-Aviv. Ich habe den Eindruck von Wachheit und starker Intellektualität ihrer Bewohner von der Stadt mitgenommen. Was ich In Palästina gesehen habe, sagte Thomas Mann weiter, ist, als Ganzes wie einzeln gesehen, wunderbar. Alles ist im Fortschreiten begriffen, die Juden vollbringen ein schönes Werk. Aber sie dürfen nicht mit dem Kopf durch die Wand stoßen wollen, sondern sie müssen vorsichtig weiter gehen. Aber ich weiß, fügte Thomas Mann hinzu, der Jude ist nicht ins Land gekommen, um zu erobern und zu herrschen, sondern er kam, um sich zu erfüllen, sich seelisch zu befreien. Juden und Araber haben gewiß die Möglichkeit, nebeneinander in Palästina zu leben und sich gemeinsam dem Aufbau des Landes zu widmen. Ich bin ganz entschieden für den Zionismus, den ich wegen einiger seiner Ideale und Ziele mit der romantischen Bewegung unter den Deutschen des 19. Jahrhunderts vergleichen möchte; auch diese Bewegung hatte ihre Wurzel in dem Wunsche nach Selbstbefreiung. Der Zweck meiner Palästina-Reise, sagte der Dichter, ist, Studien zu machen für einen Roman, dessen Thema der Bibel entnommen ist: die Geschichte von Jaacob und Joseph. Thomas Mann erzählte zum Schluß noch, daß er sich längere Zeit mit dem Kanzler der Hebräischen Universität Dr, J. L. Magnes unterhalten habe, und schloß das Interview mit den folgenden Worten: Für alle Fälle können Sie mich als entschiedenen Bekenner des geistigen Zionismus hinsteilen. Ras Tafari Kaiser von Abessinien. — Der Sohn des Löwen von Juda Nach dem plötzlich erfolgten Tode der Kaiserin Zauditu (Judith) von Abessinien, der Tochter des Kaisers Menelik, der seinen Stammbaum bis auf König Salomo und die Königin von Saba zurückführte, ist nun der bisherige Regent von Abessinien Ras Tafari zum Kaiser des abesslniscben Reiches gekrönt worden. Auch Kaiser Tafari hält sich für einen Nachkommen von König Salomo und der Königin von Saba und führt wie alle bisherigen Kaiser von Abessinien den Titel: «Sohn des Löwen von Juda.» Der Name des Kaisers setzt sich aus drei hebräischen Worten zusammen: Rosch (Haupt), Taf (Kind), Ari (Löwe). 1924 besuchte Ras Tafari Palästina. Damals wies er ln einem Schreiben an das palästinensische Oberrabbinat auf die rassische Verwandtschasft zwischen den Juden und den Abessiniern hin und betonte die freundschaftlichen Gefühle seines Volkes für die Juden Palästinas. Er erinnerte daran, daß sie Abessinier des Glaubens sind, daß sie von der Königin von Saba und dem König Salomo abstammen. In dem Brief erklärte er, er wolle den Falaschas (den schwarzen Juden Abessiniens) Schutz und Förderung angedeihen lassen. Gelb, geschmeidiges Pflanzenfett, überall erhältlich Unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiner Fürst (Schlffsschul)

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