Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 42 (18.10.1928)
- Date
- 1928-10-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 MC STIMME SeKe t ERFOKQRCICH werden Neuralgie, Gicht, Rheuma, Ischias. Verdaungs- Störungen b. handelt im Therapeutischen instltu, Wien, >1., ss r 65/4 Auskünfte kostenlos Die Kuituswahlen Jüdische Kulttiswähler, sichert Euch das Wahlrecht! Da Zionistische Zentralwahlbureau teilt mit: A‘b Montag, den 8. Oktober, bis Montag, den 22. Oktober* worden von der Kultusgemeinde die Wäh’erlisfen täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 9—12 Uhr vormittags und von 2—6 Uhr nachmittags zur Einsichtnahme an nachstehenden Stellen aufgelegt: 1. Bezirfc: 1. Seitenstottengasse 4; 2. Bezirk: 1!„ Tempelgasse 3; 3. und 11. Bezirk: III„ Untere VladrJctgasse 13; 4., 5. und 10. Bezirk: V.* Siebenbrumfengasse 1; 6. und 7. Bezirk: VI.. Schmalzhofgasse 3: 8. und 9. Bezirk: IX., MtilJncrga?se 21; 12. bis 15. Bezirk: XV., Turnergassc 22; 16. und 17. Bezirk: XVII., Hubergasse 8; 18. und 19. Bezirk: XVIII., Schopenhauerstraße 29; 20. Bezirk; XX., Kluckygasse 11; 21. Bezirk: XXI, Holzmeistergasse Nr. 12. In sämtlichen zionistischen Sektlonslokalen liegen ebenfalls Wählerlisten zur Einsichtnahme auf. Zur Information der Wählerschaft geben wir bekannt daß das aktive Wahlrecht jene Kultus Steuerträger ohne Unterschied des Geschlechtes besitzen, welche das 21. Lebensjahr vollendet haben, mindestens seif dem Verwaftungsfahr 1926 fn Kultirsteuervorsdireibimg stehen und die ihnen für das Verwaltungsjähr 1927 oder Verwaltungsjahr 1928 statutengemäß vorgeschriebene Kultussteuer bis zum Ablauf der Reklamationsfrist, das ist bis einschließlich 22. Oktober 1928 entrichtet haben. Reklamationen wegen Auslassung von wahlberechtigten oder Aufnahme von nicht wahlberechtigten Personen sind bis spätestens Montag, den 22. Oktober 1928. in der Amtsdirektion der Kulfusgameinde, Wien, I, Seife n stetten gas se 4, schriftlich einzubringen. Wir fordern alle zionistischen Wähler auf, ln ihren Wahlkreisen und Sprengein in die Wählerlisten Einsicht zu nehmen und eventuell notwendig e r s ehe 1 wende Reklamationen sofort vorznnehmen.! Zionisten! Sichert'Euch Euer Wählte eilt! Der Wahlfond Zionisten! Wir haben bereits mit den Vorarbeiten zur bevorstehenden Wahlkampagne eingesetzt und in sämtlichen Wahlkreisen Bezirkswahlkomitces und Sprengelwahlleitimgen organisiert. Das Zentralwahlkomitee hat auch entsprechende Maßnahmen getroffen, um die Wahlkampagne erfolgreich durchzirfiihren. Im bevorstehenden Kultuskampf gilt es, die Anzahl unserer Mandate zu vergrößern, um unserem Prgramme nach Verwirklichung der jüdischen Volksgemeinde zirni Siege zu verhelfen. An Euch, Ziomsten, ergeht nun der Ruf, sich dem Zentralwahlkomitee zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. Der eigentliche Erfolg unserer Wahlkampagne hängt vor allem davon ab, ob wir in der Lage sein werden, eine entsprechend großzügige Wahlpropaganda durchzufüliren. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, den Wahlfonds zu stärken. Es ergeht daher an alle Zion’sten die Aufforderung, ihre persönliche PrHcht dem Wahlfonds gegenüber zu erfüllen und in ihren Bekanntenkreisen für den WaMfonds zu summein. Das Zentralwah!* komifee fordert Euch auf, eine energische Sammelaktion durchzuführen. Di« gesammelten Beträge sind sofort an das Zentralwahlbureau, T., Kärntnerstraße Nr. 28. abzufOhren. Wir hoffen, daß alle organ’.nerten Zion’sten unserem Ruf Folge leisten und alles tun werden, um dem Wahlfonds größere Beträge zuzuföhren. Das Zentralwahlkomitee. Amtliche Verlautbarung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Kundmachung An der B1 b e 1 s c h u 1 e der israelitischen Kultusgemeinde, XX., Othmargasse 46, werden Unterfichtskurse für Hebräisch-Lesen, Liturgie (Gebete) und Bibel abgehalten, die für Knaben und Mädchen der Vplks-, Bürger-, Haupt- und Mittelschulen bestimmt sind. Der Unterricht findet Sonntag von 0—12 Uhr vormittags und Mittwoch von 2—4 Uhr nachmittags statt. Des ferneren findet ein Barmizwah-Vorbereltungskurs am Dienstag von 3—4 Uhr nachmittags und ein T a 1 m u d - K u r s am Montag, Dienstag, Donnerstag, jedesmal von 7—8 Uhr abends, statt. Die Einschreibungen für diese Kurse finden zu den obgenannten Unterrichtszeiten ab Sonntag, den 14. d. M. Im Saal II, XX., Othmargasse 46, 1. Stock, statt. DerUnterrlchtinallenKursenistunentgeltlich. Der Vorstand. 25 Jahre Neudegger-Tempel Der Tempelverein des VIII. Bezirkes konnte Sonntag ein mehrfaches Jubiläum feiern. Ein Vierteljahrhundert Ist es her, seit der Vereinstempel in der Neudeggergasse den andächtigen Gläubigen dieses Bezirkes seine prächtigen Pforten öffnen konnte, und ebensolange wirkt an dieser Stätte in bewunderungswürdiger Weise der allseits verehrte Rabbiner und Religionsprofessor Dr. Moritz Bauer, 25 Jahre erfreut der Oberkantor Josef Grob die Judenschaft dieses Bezirkes durch die Weihe seines Gesanges. Es war ein würdiger Festgottesdienst, der Sonntag vormittags Juden aus allen Teilen Wiens In dem prächtig geschmückten Gottcsliause zur Ehrung der Jubilare versammelte. Der Präsident des Tempel Vereines, Herr Anton Stern, konnte die Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde, Professor Dr. Pick, Dr. Ornstein und Dr. Löwenherz, sowie zahlreiche Kultusvorsteher und als Vertreter des Ministeriums für Kultus und Unterricht Hofrat Dr. Frankfurter begrüßen. Zu der Feier hatten sich ferner die Mitglieder des Rabbiner- und Kantorenverbandes, sowie zahlreiche andere Persönlichkeiten des Wiener jüdischen Lebens eingefunden. In seiner eindrucksvollen Festrede gab der Vizepräsident des Tempelvereines, Herr Ludwig M c d a k, eine Uebersicht über die Entstehung des Neudegger-Tempels, die Bevor Sie einen Dauerbrandofen kaufen Hämorrhoiden sind hsllhwt wenn Sie Haimalan-Salbe u. Zäpfchen verwenden. Keine Bohmerzen! Keine Blutungen I Rathaus-Apotheke, Wien, I., Rathausstraßs tO Station für inner Krankheiten ausgestattet werden soll. Die P e s t e r Israelitische Rellglonsgemolnde hat für die Errichtung eines monumentalen jüdischen Kulturhauses einen Wettbewerb ausgeschrieben, in dem 24 Entwürfe einliefen. Nach der Entscheidung der Jury soll bald an den Bau des Kulturhauses sowie einer jüngst beschlossenen neuen jüdischen Mädchenschule geschritten werden. Predigten in den GemeJndetempeln. Freitag, den 19. Oktober 1928 werden bei dem um 5 Uhr beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeindetempeln Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5 (Rabb. Dr. Max Grunwald); XV1II., Schopenhauerstraße 39 (Rabb. Dr. David Feuchtwang). Samstag, den 20. Oktober 1928 findet iin Gemeindetempel XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabb. Dr. M. Rosenmann) beim Morgengottesdienste (Beginn 8.30 Uhr) ein exegetischer Vortrag statt. Israelitischer jugendgottesdiensb Samstag, den 31). Oktober findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Austritte aus dem Judentum Elsa Kons tan dt, 22. Oktober 1900, Wien, led., IX., Lustkandfgasse 6; Richard Kroch malnik, 25. Mär* 1907, Wien, led., II., Fugbachgasse 12; Paul Müller, 25. Mai 1903, Wien, led., IX., Zimmermanngasse 9; Mari# Neurath, geh. Trümer, 1. Jänner 1895, Preßburg, verh., XVI., Seitenberggasse 13. versäumen Sie nicht, unseren idealen Dauerbrandofen zu besichtigen! IV. Friedrschstraße an Käimnerier, gegenülnr do« Vetkehrsbuieia lei. k 30*1-65 Bequeme Abzahlungen, Referenz-, Preisliste, fachmännische Beratung kostenlos auch in einer zur Verteilung gelangten Festschrift nledergelegt ist. Er dankte allen jenen, die sich um das Zustandekommen und die Erhaltung des Gotteshauses verdient gemacht hatten, und gedachte in ehrenden Worten auch aller jener, die den Festtag des Jubiläums nicht mehr erleben konnten. Seine besonderen Glückwünsche galten den beiden Jubilaren, Rabbiner Dr- Bauer und Kantor Grob, deren segensreiches Wirken der Redner in begeisterten Worten kennzetehnete. Auch an die beiden alten Schamosim Mo-piz Paskusz und Nathan Weiß, die dieses Amt seit der Gründung des Tempels bekleiden, richtete der Redner anerkennende Worte. Ein verstärkter Chor unter der Leitung des Dirigenten Grün ball stimmte hernach das «Halleluja» an. In die kantoralen Funktionen teilten sich der Jubilar Grob, der auch als jüdischer Schriftsteller einen Namen hat, mit dem Kantor des Neudegger Tempels, Landau. Sodann ergriff Rabbiner Dr. Bauer zu einer bedeutsamen, gedankenreichen Predigt das Wort, in der er ln seiner schlichten Art ausführte, daß es nicht allein genüge, Gotteshäuser zu bauen und sie zu besuchen. Gott muß man immer und überall im Herzen tragen. Der Präsident der Kultusgemeinde, Professor Doktor Pick, beglückwünschte den Verein und die Jubilare, dankte ihnen für ihr treues Festhalten an dem jüdischen Glauben und der jüdischen Tradition und versicherte sie auch weiterhin der vollsten Unterstützung der Kuitusgemeinde. Im Namen des Rabbinerverbandes sprach dessen Obmann, Rabbiner Dr. F e u c 'h t w a rt g, der dem Tempelverein und dem Jubilar Dr. Bauer die herzlichsten Glückwünsche darbrachte, und im Namen sämtlicher Wiener Tempelverbände Börsenrat Glück, der in seiner Rede die Kuitusgemeinde der vollsten Wahrung der Treue seitens der Temoelvereine versicherte. Als letzter Redner würdigte Dr. B o n d y, ein ehemaliger Schüler des Professors Doktor Bauer, dessen hervorragende Gabe, die Jugend für die Ideale des Judentums zu begeistern. Kulturelle und Fürsorgetätigkeit jüdischer Großgemeinden Die Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde bat in ihrer letzten Sitzung einen Antrag der jüdischen Volkspartei auf Errichtung einer Polyklinik in der Inneren Stadt angenommen, die zunächst mit einer chirurgischen Station und einer Vereinsnachrichten Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Die hebräische Schule ist eröffnet Einschreibungen für Kinder, Erwachsene, Anfänger und Fortschrittler werden noch täglich von 6 bis 9 Öhr abends entgegengenommen. — Die ordentliche Generalversammlung findet Samstag, den 17. September um 7 Uhr abends in den Sektionsräumen statt Zionistische Sektion Prater (Wien, II., Jungstraße 8)., Freitag, den 19. Oktober, %8 Uhr abends, Chumaschvortrag. Zugänglich auch für Nichtmitglieder. Zionistische Bezirksorganisation Brigittenau. In der letzthin stattgefuhdenen konstituierenden Satzung wurden gewählt: Dr. Z. F. Rnkelstein zum Präsidenten, 8»alomon Picker zum Vizepräsidenten und K.-K.-L.-Reterenten, Osias Nagler zürn Schriftführer, Pinkas Spritzer zum Kassier, Samuel Weintranb zum Referenten für Organisation und Jugend, Michal Zipper zum K.-H.-Refere»iten. — Dienstag ,den 23. Oktober, 8 Uhr abends, im Heim, XX„ Jägerstraße 30. Vortrag Dr. N. M. Gelber: «Die Entwicklung der jüdischen Gemeindeautonomie in der Gesclvlcbte.» Jüdischer Verein «Makkabi», Groß-Enzersdorti. Am 7. Oktober veranstaltete der Verein anläßlich des Selnchas- Thora-Festes $inö Akademie, die, glänzend besucht, einen * ausgezeichneten Verlauf nahm. Nach der Begrüßung durch den Vtreinsohmafln Herrn Dr. Max Stemschuil hielt Kultuspräsident Baumeister Hugo Winkler einen fesselnden Vorfrag über Ursprung und Bedeutung der Senchas- T'nora. Die Aufführung eines lustigen Sketchs, Lieder- und Kiaviervorträge, eine humoristische Vorlesung ernteten lebhaften Beifall. Nach der Akademie hielten Tanz und Gesellschaftsspiele die Gäste bis nach Mitternacht zusammen. Brlth Hanoar Hamlsrachi (II., Praterstraße 43). Der bisher am Samstag nachmittags abgehaltene Talmudkurs findet von dieser Woche an jeden Freitag um 8 Uhr abends statt Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden. ln der am 10. Oktober stattgefundenen Plenarversammlung wurde dem unter der Leitung des Präsidenten K. R. Max Markus und des geschäftsführenden Vizepräsidenten Adolf Taub fungierenden Vorstand das Vertrauen ausgesprochen. Klub jüdischer Frauen (Wien, I., Karl Luegerplatz 4, Calö Kolonnaden). Mittwoch, 24. Oktober, halb 5 Uhr nachmittags. Vortrag der Frau Elisabeth L u z z a 11 o: «Ursprung des jüdischen Volkes». Damen werden zum Beitritt in den Klub eingeladen. Anmeldungen bei Frau Dozent Kornfeld. XIX.. Hoohschulstraße 21. Lese- und Redehalle jüdischer Hocbschüler (Wien, IX, Türkenstraße 9). Samstag, den 20, Oktober, 8 Uhr abends, Generalversammlung für den 69. Semester. Soziale HUfsgemeinscbaft Anitta Müller. Am 15. Oktober wurde im Hause der Sozialen Hilfsgemeinschaft. II, Untere Augartenstraße 35, ein K i n d er g a r t e n nach den modernsten pädagogischen und psychologischen Methoden unter Leitung Frau Berta Blankstein eröffnet Ein Kurs für rhythmische Gymnastik findet im Rahmen des Kindergartens statt. Anmeldungen täglich von 2 bis 3 Uhr nachmittags im Sekretariat, II., Untere Augartenstraße 35 (Telephon R. 45-3-79). — Kurs für schulpflichtige Kinder täglich von halb 3 bis 6 Uhr nachmittags. Schulnachhilio für Volks- und Hauptschule, Hnndfertigkeitsunterricht, rhythmische Gymnastik, individuelle Behandlung (Heil- €af£ (Reklame WIEN, II, PRATERSTRASSE NR, 34 anschließend die „Jüdischen Künstlerspiele“. — Inhaber: j Jakob Go Id fließ. — Vorzügliche Getränke und Kalte j Speisen zu billigen Preisen. — Rummy-Spieltische, — Treff* | punkt der jüdischen Gesellschaft .. ‘ »