Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-10-22 · 40 (22.10.1919) · p. Seite 553

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
40 (22.10.1919)
Date
1919-10-22
Page
Seite 553 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022353-3022388--28030-3053480
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

S». *0 U*. BLOCHS WOCHENSCiöUFf. . der im (Laufe seines -Bestehens Veine Unsumme sozialer Tätigkeit geleistet jind zahllöse Tränen getrocknet hat,, ins Leben (gerufen. Seiner Initiative und unermüdlichem! Bestreben ist es zuzuschreiben, -daß der Verein seine Aufgaben stetig erweitern und den Hilfsbedürftigen in groß-, zügiger Weise unter die Arme greifen konnte. Am 5. da. hat Herr Bon dl in vollster körperlicher Rüstigkeit und; geistiger Frische seinen 70. Geburtstag begangen. Aus diesem Anlasse Wurden ihm ungewöhnliche Ehrungen zuteil. Aus allen Kreisen der Gesellschaft kamen ihm herzliche Kundgebungen zu. 'Die Krönung der Feierlichkeit bildete eine Ehrung seitens des Vorstandes des „Montefiore". Am «Tom Kippurtage wurde Herr B o n d i im Bethaus des Vereines zur Thöra aufgerufen. Der Vorbeter, Herr Gelles, rezitierte einen Mischeberach, worauf der verdienstvolle Obmann des Krankenvereines, Herr Bezirksrat Edmund Hofmann, sowie der rührige Obmann des Witwenfonds, Herr Armenrat Julius Mühlrad, die großen Verdienste des Jubilars würdigten. iHerr Bondi dankte gerührt für die ehrenden Worte und wies darauf hin, daß er nur der Menschlichkeit dienen und seine Kräfte weiterhin den edlen Zielen des Vereinfejjäfw idmen wolle. > Auf Anregung des tatkräftigen Vorstandsmitgliedes Herrn Kjarl 'Kaiman wurde beschlossen, pum immerwährenden Andenken seine „Moriz Bondi-Stiftung" ins Leben zu rufen, deren Zinsen alljährlich am 5. Oktober *nbe dürftige Witwen und Waisen des Vereines zu beteilen Isind. Der Vorstand und die anwesenden Mitglieder haben durch namhafte Spenden die Stiftung sogleich gesichert. . Die Feier nahm einen denkwürdigen Verlauf. Der Jubilar ^st Beit vier Jahrzehnten Leiter der bekannten Buch- und Lithographiean3talt M. Qlunk und genießt' bei Seinen:•'; Chefs ,'und Mitarbeitern, sowie in der Gesellschaft {weitgehende ßympathien, M. S. Wien. (Verlobung,) Die beiden Toc&ter von Herrn und Frau Josef Gold mann, Wien, III., Grailidhlgass'e 3, h'aben sich; verlobt; Fräulein Rosl mit Herrn Zoltan Fr an kl in Detta und Fräulein Else mit Hernf Nandor Pollak, Wien, VI. Eingesendet. : Wien, 13. Oktober 1919. Geehrte Redaktion! Angeregt durch den „Weck- und Mahnruf" . Sr. Efh.Tw. Dr. Max Grunwald, den Lehrkörper der theologischen Lehranstalt betreffend^ erlaube ich1 mir als1 Vater eines1 Absolventen dieser Anstalt für die Hörer derselben meine Stimme zu erheben. Die meisten Frequentanten, aus armen Häusern und der Fremde stammend, erhalten im allgemeinen ein Stipendium von jährlich 600 Kronen, d. i. 60 Kronen pro Studienmonat Dieses konnte in Friedenszeiten nebst 1—2 Privatstunden hinreichen, den Lebensunterhalt schlecht und recKt zu bestreiten. Aber heute? Heute reicht dies kaum aus, das Quartier zu bezahlen. — Da nun durch die Verhältnisse gewiß nuT eine geringe Hörerzahl zu gewärtigen ist, so möchte ich mir-erlauben, den Vorschlag zu machen, daß die gesamten zu verleihenden Stipendien auf die bedürftigen Hörer verteilt werden, wodurch es diesen möglich gemacht wird, sich emsiger in das schwierige Studium zu vertiefen. .Mit. aller Ergebenheit . lag. G. \\\ Rettung für <fö> jüdtecften Kriegsgefangene in . RutoittL - Das Schicksal unserer sibirischen und rusisiscn«R Kriegsgefangenen ist besiegelt.' Wir selber haben ai* geopfert. Von, einer Regierung, die sich* unter täglichen Krämpfen windet, von der Entente war^ nichts zu erwarten. Dennoch haben wir gehofft und geglaubt, Nun ist es zu spät Ein Teil aber ist vielleicht noch zu erretten, wenn wir hier im Lande, das sie im' Stiche gelas'sen, Menschen finden. Wieder ist es das gleiche, das uns blind und vergessen macht: das Geld. Niemand will um diesen Preis menschlich sein, für eine Sachfe, die nicht ..di# seine ist, Geld „opfern". Die Verzweiflung der Tausenden gäilt in unsere** Ohren, Minimiert in unseren Herzen. Juden, Jüdinnen \ Bei Euch liegt die letzte« Hoffnung, der Glaube.' Lasset Eure Brüder, Söhne und Kinder nicht draußen im Elend verrecken! - Was andere nicht wollen oder können — wir werden es. Sammelt und gebet Geld. Wartet nicht! Es sollen jüdische Delegierte nach Amerika gesendet werden und unsere Brüder dort durch Vorträge und Versammlungen über die Qualen und das: Elend unserer Kriegsgefangenen aufklären und durch Geld: Sammlungen die Heimreise, vor allem aber ihr Leben über den Winter zu sichern. r; Ffür die jüdische Aktion zur Rettung russischer und sibirischer Kriegsgefangener: Frieda Durst- Korner. (Spenden nimmt die Redaktion unseres! Blatts* entgegen.) . Wer Mit? Bin aus italienischer Kriegsgefangenschaft ntrückgakommen, meine rechte Hand ist lahm und nehme hier elektrische Bäder. Ich richte die Bitte, mich zu unterstützen, da ich ganz mittellos bin und von, meiner Familie in Qalizien jetzt nichts erhalten kann. Auch wäre ich sehr dankbar, wenn man mir einen Zivilanzug schenken würde. Spenden nimmt die Administration unter „Kriegsiövaliüer" entgegen. _ " ' .'• jüdische Toynfceehalte, XX., Dentegasse 33. Jcflefiae Mendl-Wohlfahrtshau». Die Konzertsaison wird mit einem Konzerte eröffnet, idas die bekannte Gesangsmeisteria Frau Alice Gold bor $ Samstag-, den. 25. Oktober, veranstaltet. Beginn prämse 6 Uhr, freier Eintritt. Montag, den 27, Oktober beginne» die Lehrkurse (Stenographie, Deutsch, Hebräisch, TacBe* chisch und Ungarisch). Lehrzeit von 6 bis 8 Uhr abends-, Einschreibungen können Montag und Mittwoch um & Uhiin der Vereinskanzlei vorgenommen werden. Austritte ans dem Judentum. Arttnar Julie, geb. 24. August 1864 in Traunkircheut, IV., Johann 8traußgasse 27. Bafoaschek Karl, geb. 8. September 1893 in "Wien, X., Gudrunstraße 176. Bäsch Edith, geb. 30. September 1895. in Budapest,. VIII., Florianigasse 8. Bäsch Ilona (Helena), geb. 9. Februar JL88* in Bu4fltpest, VTU., Florianigasse 8.. : Beck Johann, Monteur, geb. 29. November 1896 in Wien, XVH., Steinergasse 13. .. . Beraftt Egon, geb. 14. Mai 1903, VT., Kasernengasse 1t:: Blechtoer Friedrich, geb. 31. Oktober 1892 in Wten>; XXI., Brautenkranzgasse 30. ' V , Bleyer Kudolf, Dr., Bechtsanwalt, geb. 3. Februar 188$ in Krimitz, Vni., Josef Städterstraße 82. Blum Hilda, Kontoristin» geb. 27. Juni 1897 in Wien: Pfaffstätten. Charipper Mijtta, geb. 23. Juli 1886 in Wien; X^-i Barawitzkagasse 10. "" Ditrichsteip, Edgar, geb. 22. Februar 1895 in Todt- Bchaöj XVm^ Gymnasiumstrajße 43.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.