Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 38 (19.9.1913)
- Date
- 1913-09-19
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3022035-3022074--22485-3047633- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 692 Dr. Vlochs Wochenschrift Nr. 38 Denselben Vorzug darf man Eugen Zobels „R o in a n einer Kaiserin“ (ebenfalls bei Bicli. Bong erschienen) nach rühmen. Während in jenen beiden Romanen die hohe Politik den Hintergrund bildet, läßt uns Zobel hinter die Kulissen des Wirkens einer welthistorischen Größe blicken, als die wir die Zarin Katharina II. unbedingt bezeichnen dürfen. Die ganze in sich unhaltbare, sittenlose Barbarei, unter der unsere russischen Brüder blutig leiden, wird liier in ihren Wurzeln auf gedeckt, nicht mit der Seusationslüsternheit der Hintertreppenanekdote, sondern mit dem feinsinnigen Griffel des berufenen Psychologen. R. „Ost und West“. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance -Israelit© Universelle. XIII. Jahrgang. Heft 9. September 1913. Inhalt: Achad Haam: Ein halber Trost. — Dr. 8. Weissenberg: Die Samaritaner (mit 7 Illustrationen). — Dr. H. Hoppe: Die Fruchtbarkeit der Juden. — Prof. B. Mannfeld.: Heinrich Gottselig (mit 7 Illustrationen). — Dr. Max Grunwald: Juden als Erfinder und Entdecker. — Dr. Simon Bernfeld: Mose ben Maimon (mit Porträt). — Karl Schwarz: Schattenbilder (mit 4 Illustrationen). — Nachum Goldmann: Das neujüdische Palästina — Sehnsucht (Noten). — Mitteilungen des Zentralkomitees der Alliance Israelite Universelle in Paris: Die Juden in Rußland. — Baron Josef v. Hatvany- Deutsch, Budapest. — Gedenkrede des Herrn Salomon Rein ach bei der Leichenfeier des Herrn Direktor David CazeS. — Notizen. — Verlag „Ost und West“, Leo Winz., Berlin-Cliarlottenburg, Knesebeckstr. 32. „Nord und Süd.“ Herausgeber und Chefredakteur: Professor Dr. Ludwig Stein, Berlin W., Lützowufer 5 a. — Verlag: Schlesische Buchdruckerei, Kunst- und Verlagsanstalt von 8. Schottlaender, A.-G., Breslau. Preis pro Quartal 6 M. Das Septemberheft Von „Nord und Süd“ ist eine holländische Sondernummer. Kein Geringerer als Andrew Carnegie selbst, der Stifter des Friedenstempels, hat die einführenden Worte über „das Problem des internationalen Friedens“ geschrieben. — Weiterhin bringt das Heft auch von dem Vorsitzenden des Vorstandes der Carnegie-Stiftung, Staatsminister Ihr. Mr. A. P. C. v an Karnebeek, einen speziellen Beitrag zur „Eröffnung des Friedenspalastes“, während Ihr. Dr. B. de Jong van Beek en Donk den Fortgang und den Charakter der „Friedensbewegung in den Niederlanden“ kennzeichnet. — Die Grundgedanken der „Niederländischen Verfassung“ zeichnet Prof. Dr. C. van Vollenhoven. — Ein besonderer, außerordentlich interessanter und inhaltreicher Artikel ist den „holländischen Kolonien in ihren Beziehungen zur Weltpolitik“ vom Kriegs- und Marineminister H. C o 1 i j n gewidmet. — Eine Abhandlung über „die kulturgeschichtliche Bedeutung der niederländischen Kunst“ liefert Cornelius Hofstede de Groot. — Mit seinen Ausführungen berührt sieh zum Teil A. Bredius Artikel: „Die holländische Malerei einst und jetzt“. — Auch die „Begründung der Biologie“ fällt nach Holland, worauf Prof. Hugo de Vr ie s hinweist. — Mit der Stellung Hollands als Kolonialmacht hangt letzten Endes auch die Bevorzugung der „orientalischen Studien"“ in Holland zusammen, deren Entwickelung Prof. Dr. C. Snouck Hurgronje schildert. — Die gegenwärtige politische Lage hat naturgemäß den Islam und seine inneren Zustände wieder in den Vordergrund des Interesses gerückt. Als einen „Reformator des Islams“ bezeichnet F. L. Graf v. Voltolini den Mahdi der Senussen, Sidi Ahmed Ali, der in Kufra seinen Sitz hat und von dort nur durch die Kraft seiner Persönlichkeit und sein bloßes Wort über alle Mohammedaner eine außerordentliche Macht ausübt. — Mit den großen weltpolitischest Fragen des Augenblicks beschäftigt sich Georg Erdmann unter dem Titel: „Deutschlands nächste Aufgaben“. — Die Herstellung des „sozialen Gleichgewichts“ zwischen Kapital und Arbeit kann, nach Prof. Dr. Ludwig Stein, nicht durch plötzliches, gewaltsames Vorgehen, sondern nur auf dem Boden des Rechts im Rechtsstaat erreicht werden. Dabei sind regulierende Faktoren, wie die konservativen Parteien, durchaus wünschenswert und nützlich, nur dürfen sie nicht bloß hemmend wirken. The Jewish Review. Edited by Norman Bentwicli and Dr. Joseph Hochtaian. Vol. IV. Nr. 21, Septbr. 1913. Contents: Editoral Notes: The Vehilla of New-York; Communal-Problems; International Jewish Organisation. — Samuel Krauß: Judas Iscariot. — Jak Messer!: A New Hoard of Jewish MSS. in Cairo. — Rev. Dr. Joseph Hoclünan; Zionism and tlie Future of Judaism. — Very Rev. Dr. M. Gasfcer: The Samaritan Calendar. — Reviews of Books. :— Geo. Boutledge & Sous, London. Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang. Nr. 17. Prag, den 5. September 1913. (3. Elul 5673.) Inhalt: Ludwig WiM: Judäa. — Abraham Beck: Elul-Klänge. — Ludwig Sclilosz: Kindliche Dankbarkeit. — Josef Hart: Ferien (Forts.). — Haifa (Illustration). — Ben Jehuda Halevi: Zum elften Zionistenkongreß in Wien. —, Perlen aus dem Talmud. — Grabstein des Waharem Asch auf. dem alten Friedhofe zu Eisenstadt (2 Illustrationen). — Ida Bock: Wieso die Elstern das Stehlen lernten (Schluß). — Mit dem Motorboot über das Tote Meer. — Dr. Otto Gotthilf: Unsere Nase als Wächter der Gesundheit. — Uebersetzungs - Aufgabe und Rätsel. — Frage und Antwort. —: Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Die Memoiren des Ascher Levy aus Reichshofen im Elsaß (1598—1635). Herausgegeben,, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Dr. M. Ginsburger. Preis Mk. 3.50. Berlin 1913. Louis Lamm. KriefKaste«. L O. Auf Ihre Anfrage erwidern wir, daß im „Jüdischen Museum" während der Kongreßtage ausgestellt waren: das bekannte Herzlbild Hermann Strucks, ein Passepartout der Familie und außerdem ein sehr interessantes Knabenbild Herzls, ferner der „Judenst a a t" mit einer Widmung des Verfassers an Herrn Hofrat Doktor Politzer, sowie ein Brief N o r d a u's an Herzl. Auch hängt im „Jüdischen Museum" eine Wandkarte der jüdischen Kolonien Palästinas. R. L. Wir können Ihnen das Geheimnis verraten, daß es in Oesterreich Versicherungs-Gesellschaften gibt, die, obwohl ihr Veamtenkörper stark jüdisch infiltriert ist — was schon die Spekulation auf das jüdische Publikum gebietet —, doch ausgesprochen antisemitische Tendenz verfolgen oder doch jede. Aktion vermeiden, die sie irgendwie als „jüdisch" in antisemitischen Kreisen diskreditieren könnte. B. Sch. Die gewünschte Auskunft können Sie erhalten bei Herrn F. Torezyner, II., Große Sperlgasse 6. . - Notizen. Jüdische Bühne. Direktion M. Siegler, „Hotel Stefanie" II., Taborstraße 12. Ab Freitag den 19. September 1913 täglich „Die Weiber", Operette in vier Aufzügen von A. Schorr. — Sonntag den 21. September 1913, nachmittags halb 4 Uhr, bei halben Preisen: „Der Deserteur", Operette von I. Lateiner. — Ab. Dienstag den 23. September 1913 die Novität: „Das Mädel von der West" oder „Die Amerikanerin", komische Operette von A. Schorr. — In Vorbereitung I. L. Peretz's „Die drei Matunes". Musik von Cb. Wolfsthal. — Allabendlich Herr Ch. Wolfsthal am Violineello: Kol-Nidre. Interessant — nicht übersehen! Solange der Vorrat reicht, erhält jeder Leser, der sich ausdrücklich auf unser Blatt bexuft, drei warme, getigerte Herbst- und Winter-Schlafdecken 124X 190 cm groß zum Reklamepreis von K 6'70 für alle drei Stücke durch die Fabriksfirma S. Schein, k. u. k. Hof- und Kammerlieferant, Wien, j., Bauernmarkt 10, 12 u, 14, per Nachnahme. Danksagung! Für die uns anlässlich des Ablebens unseres teueren Vaters s. A. erwiesene Teilnahme sprechen wir allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Dr. Oh. G. Bertisch Dr. L. Bertisch Bezirksrabbiner in Amstetten. Rabbiner in Ledec: Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration.