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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-09-19 · 38 (19.9.1913) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
38 (19.9.1913)
Date
1913-09-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nc. 38 Dr. Vkochs Wochenschrift. Seite 693 8igmuncj und Regine Kauders’sche Heiratsausstattungsstiftung für mittellose jüdische Bräute. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 220.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme jüdische Bräute, und zwar: a) In erster Reihe: Verwandte in der ersten, zweiten und dritten Linie aus der Familie des stifterischen Ehepaares Herrn Siegmund Kauders und dessen Gattin, Frau Regine Kauders geh. Schlesinger; b) in zweiter Reihe: Verwandte in der ersten und zweiten Linie aus den Familien Dr. Anton Kauders aus Könnend in Ungarn und Johanna Wolf, verehelichte Kauders, aus Eisenstadt, Ungarn, Josef Schlesinger aus Tyrnau, Ungarn, und Johanne Neubrunn, verehelichte Schlesinger, aus Trenczin, Ungarn; c) endlich: Bräute österreichischer oder ungarischer Staatsangehörigkeit, unter welchen bei gleichen Verhältnissen nach Wien zuständige oder daselbst geborene und bis zur Zeit der Bewerbung in Wien wohnhaft gewesene Einschreiterinnen bevorzugt werden. Verleihungstag: 26. November 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, eventuell Verwandtschaftsnachweis und Meldezettel. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. September 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen,* verlieren den Anspruch auf die Stiftung. Dr. Adolf JeJIinek-Widmung für Bibel- und Talmudschüler. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 100.—. Bewerbungsberechtigt sind: Bibel- und Talmudschüler des Wiener Beth-ha-Midrasch-Vereines. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, Nachweis des erfolgreichen Besuches der oben bezeichneten Bibel- und Talmudschule. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Komponist Oskar Straus-Stiftung für dürftige Mittelschüler in Wien, aus Anlass des 60. Regierungsjahres Sr. Majestät des Kaisers errichtet. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 60.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige israelitische Wiener Gymnasialschüler. Verleihungstag: 27. November 1913 — 27. Marcheschwan. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studien- Zeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Ludwig Brettauer-Fonds zur ArmenbeUilung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen im Betrage von K 430.—. Bewerbungsberechtigt sind: Besonders' bedürftige jüdische Anne. Verleihungstag: 30. Dezember 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Stiftung zur Unterstützung israel. Studierender, gewidmet von Dr. Sem. Plohn zum Andenken an seinen Vater Jakob Plohn. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen Iv 690.—. Bewerbungsberechtigt sind: 1. Israelitische hilfsbedürftige und unterstützungswürdige eheliche Nachkommen der Geschwister des Herrn Jakob Plohn, welche eine öffentliche Mittel- oder Hochschule in Oesterreich besuchen (Betrag des Stipendiums K 200.—). 2. Für den nach Beteili-j gung der sub. 1. bezeichneten Bewerbungsberechtigten etwa verbleibenden Restbetrag israelitische hilfsbedürftige und unterstützungswürdige Lehramtskandidaten. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Studienzeugnisse, Armutszeugnis und eventl. Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Moses Ehrlich & Rosa Ehrlich Stiftung für Brautausstattung. Aizahl der Plätze: Einer im Betrage von K 420.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme jüdische Bläute. Bevorzugt sind bei gleicher Würdigkeit: a) in erster solche bewerhungshercchtigte Einschreiterinnen, welche von dem Stifter bezw. dessen Gattin in direkter Linie abstammen oder mit denselben in der Seitenlinie nicht über den sechsten Grad hinaus verwandt sind; b) in zweiter Linie, nach Holleschau oder nach Kremsier zuständige Bewerberinnen. Verleihungstag: 15. Januar 1914 (17. Thebet) als Sterbegedächtnistag des Herrn Moses Ehrlich. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, gegebenenfalls Verwandt - sehaftsnachweis bezw. Heimatsschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. September 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen, verlieren den Anspruch auf diese Stiftung. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengas.se 4, II. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. M. L. Biedermann-Stiftung für Religiorsschüler. Anzahl der Plätze: Z\vo: im Betrage von je K 120.—. Bewerbungsberechtigt sind: Hiesige bedürftige Knaben, vorzugsweise Waisen, welche die israelitischen rnterriehtsanstalten (Talmud-Thora-, Lese-, Sprach-, Bibel- oder Talmud-Schulen) in Wien mit gutem Fortgang besuchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sclmlausweise, Bestätigung des Religionslehrers über die Würdigkeit des Bewerbers, eventuell Verwaisungsnachweis (Totenschein etc.). Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Dr. Adolf Schmiedl-Widmung für Talmudschüier. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von je K 100.—. Bewerhuugsberechtigt sind: Israelitische bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudien betreiben. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des schulmäßigen Talmudstudiums, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Freiherrlich von Rothschild’sche Künstler-Stiftung Das Kuratorium der Freiherrlich von Rothschildschen Künstler-Stiftung verlautbart, daß aus den Erträgnissen derselben mehrere Stipendien im Mindestbetrage von je K 800.— für das Jahr 1913 zur Verleihung gelangen. Kompetenzberechtigt für diese Stiftung erscheinen mittellose jüdische, in Oesterreich wohnhafte Künstler oder Künstlerinnen österreichischer oder ungarischer Staatsbürgerschaft, die ihren Beruf auf dem Gebiete der Architektur, der Bildhauerei, der graphischen Künste, der Malerei oder der musikalischen Komposition selbständig auszuüben befähigt sind. ' Unter den den obigen Erfordernissen entsprechenden Kompetenten genießen jene, den Vorzug, welche bereits Be- .weise ihres Talentes und ihres schöpferischen Wirkens gegeben haben. ' Von der Verleihung erscheinen diejenigen Bewerber ausgeschlossen, die sich auf anderen Kunstzweigen als den angeführten betätigen, ferner Kunsteleven, sowie überhaupt im Stadium der Vorbereitung für einen künstlerischen Beruf befindliche Personen. Die an das Stiftungskuratorium gerichteten Gesuche sind bis längsten 12. Oktober 1913 im Einreichungsprotokolle, der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Die Gesuche sind mit dem Geburt«- und dem Heimatsschein, sowie mit Fachzeugnissen und einem eurriculum vitae, welches den Studiengang, die derzeitige Beschäftigung, die Vermögens- und Familien Verhältnisse des Bewerbers in klarer Weise darzustellen hat, zu belegen. Die Bewerber werden ihre Kunstbeilagen — insoferne solche gefordert werden — erst über Verlangen des Kuratoriums zu erbringen haben. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskünfte werden im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde erteilt.

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