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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-03-28 · 13 (28.3.1913) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
13 (28.3.1913)
Date
1913-03-28
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 13 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 233 sollst; hätte m.ui .sie dort nicht auch ,,Pallium“ genannt«, ln Spanien war sie noch zu Anfang des 7. Jahrhunderts, „ein * streifenförmig u m gelegt e s, gefalle t e s Tueli aus weißem Stoff“. Bis zum elften Jahrhundert war die mit Fransen gezierte Stola allgemein, und der Jesuitenpater Braun bringt in seinem “Werke über die liturgische Gewandung s. 591 die Abbildung der Stola des St. Hubertus aus dem 8. Jahrhundert, an welcher gerade vier dünne Quasten angebracht sind (!). Die bedeutendste Quelle für die Kenntnis der kath. Liturgie, ßurandus sagt (s. Braun p. 610): „Von alters war die Stola ein weißglänzendes Kleid, das bis zu den Füßen reicht, . . . allein nachdem mail anfing, die Albe zu tragen, wurde sie in einen torques (Kette, Guirlande) umgewandelt“. Und wenn Martigny, Dictionnaire des antiquites ihreliennes (S. Braun p. 611) den Ursprung des kirchlichen Gebrauchs der Stola direkt auf den Gebets in a n t e 1 der Jude n z u r ü c k f ii h r t, so haben wir bis zur Genüge klargelegt, daß die Behauptung, die Stola habe sich aus dem zusammengerollten Tallith entwickelt, zu keinen gefährlichen Mißverständnissen Anlaß geben kann. Der Manipel wurde in der Volksschrift deshalb nicht behandelt, weil er, in seinem Ursprung als eine Art Serviette zum Gebrauch beim Abendmahl eingeführt, absolut christlichen Ursprungs ist. Dozent Dr. L. Venetiane r. Wien. Hochverehrter Herr Redakteur! In bezug auf die Notiz , Die Nachkommen des Rabbi Akiba Eger“ in Nr. 12 der „Wochenschrift“ gestatte ich mir zu bemerken, daß Rabbi Akiba Eger am 11. Oheschwan 5522 (d. i. 8. November 1761) in Eisenstadt geboren wurde, mithin hätten die Nachkommen dieses großen, hochverdienten Rabbi, dessen hundertfünfzigsten Geburtstag Donnerstag den 11. Oheschwan 5672 (2. November 1911) feiern sollen. In der beregten Notiz heißt es aber: Im Monate März sind es 150 Jahre, seit der große Gelehrte Rabbi Akiba Eger das Licht der Welt erblickte!“ — Hochachtungsvoll Fr. Antisemitismus, — eine erbliche Belastung. Kurzgefaßter und volkstümlich gehaltener Nachweis. Von einem Kommunallehrer. Preis 20 Heller. Wien 1913. Kommissionsverlag R. Löwit, I., Rothenthurmstraße Nr. 22. Diese unter vorstehendem Titel erschienene außerordentlich belehrende und aufklärende Schrift, in einer edlen, volkstümlichen Sprache abgefaßt, verdient die weiteste Verbreitung. Es würde sich empfehlen, Exemplare dieser Schrift anzukaufen und gratis verteilen zu lassen. Der geringe Preis des Heftes ermöglicht es jedem treuen Juden, ein gutes Werk für sein Volk zu tun, indem er zur Verbreitung dieser Schrift beiträgt. Der Verfasser hat sich um die gute Sache ein wirkliches Verdienst erworben. Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen. 1. Jahrgang. Wien 1913. Nr. 2 und 3. Inhalt: Wie Kaiser Wilhelm II. und Bernhard Dernburg miteinander verwandt sind. Von Dr. jur. et. phil. Stephan Kekule v. Stradonitz, Kammerherrn des Fürsten zu Schaumburg-Lippe. — Das Testament der Baronin Leonore Wetzlar. Mitgeteilt von Dr. Bernhard Wachstein. (Mit zwei Illustrationen.) — Die Descendenz des Karl Abraham Freiherrn Wetzlar von Plankenstern. (Mit zwei genealogischen Tafeln und einer Illustration.) >— Das Diplom eines jüdischen Arztes aus dem Jahre 1695. Von Dr. Ignaz Schwarz. \— Die Memoiren des Simeon v. Geldern, Heinrich Heines Großoheim. — Ein Graf Palffysclies Privilegium für einen Vorfahren der Leiderdorfs und der Freiherrn v. Neuwall. (Mit zwei Porträts.) — Jüdisches Museumswesen. — Zur Evidenzhaltung der Konvertiten. — Bücherbesprechungen. — Verschiedenes: Eine wertvolle Anerkennung. — Der Familientag der Nachkommen des Bassevi v. Treuenberg. — Eine Berichtigung des Baron Philipp Scliey. — Ein jüdisches Geschlechterbuch. — Jüdische heraldische Exlibris in England. — Anfragen und Antworten. — Redaktion und Administration: Wien, VIII., Piaristengasse Nr. 2. Dr. 8. Gelbhaus, Rabbiner und Prediger in Wien, Lektor am Wiener Bethamidrasch. Religiöse Strömungen in Judäa während und nach der Zeit des babylonischen Exils. Zur Geschichte und Literatur des zweiten jüdischen Staatswesens. Leipzig und Wien 1913. M. B r e i t e n s t e i n, Verlagsbuchhandlung, Wien, IX/3, Währingerstraße 5. B. Friedberg, Geschichte der Familie Horowitz. Ihr Leben und literarisches Wirken vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart. Frankfurt a. M. 1911. Sänger u. Friedberg. J. B. Brociner. Doua definitiuni suprimate si und Adevarata in Chestiunea Israelitilor Romani. No. 7. Din Publicatiunile Ordinului S. I. R. (Societatea Israelitilor Romani.) Bukarest 1913. Tipografia Euf. N. M i u 1 e s c u, 46, Strada Campineanu, 46. Juug-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang, Nr. 6. Prag, den 14. März 1913. (5. Weadar 5673.) Purim-Nummer. Inhalt: Moritz Antscherl: Zu unserer Purimfreude. —- Ben Jehuda: Purim. Ida Bück: Wenn Purim kommt. — Jak Brenner: Tan, der kleine Vielwisser. — Vera Machschewes: Zu Purim. — Die Bedeutung der yemenitischen Juden für die Entwicklung Palästinas. (Illustr.) — Josef Hart: Das Dreigespann. (Forts.) Dr. Adolf Heller: Rabbi Chiskia. — J. Bronner: Ins Land der Väter. (Forts.) — Die jüdischen Vornamen. - Uebersetzungs-Aufgabe. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Krirfkasten. K. F. Der Kampf gegen den Alkoholismus ist uralt. p!,n vorigen Jahre wurde ein Teil der Bibliothek des berülnnteu assyrischen Herrschers ausgegraben, die aus dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammt. Bon etwa 20.000 Tontüfelcheu, die da gesammelt wurden, beschäftigen sich mehrere Hunderte auch mit Medizin und enthalten eine große Anzahl Rezepte assyrischer Aerzte. Lehrreiche Aufschlüsse zeigen, mit welchem Verständnis und großer Beobachtungsgabe die ärztliche Wissenschaft ihre Aufgabe zu lösen suchte, natürlich mit Hilfe der ihr bekannten äußeren Hilfsmittel und Bedingungen. Schon damals wurden die Gewohnheitstrinker als Kranke behandelt, und es zeugte von hoher Einsicht, daß als einziges Mittel die Enthaltsamkeit vom Trinken empfohlen wurde. Wir können demnach wohl mit Recht sagen, daß auch der Kampf gegen den Alkoholismus schon vor 2500 Jahren bestand und die Beurteilung und die Einsicht in die Mittel des Kampfes, in bezug auf Trinker selbst, heute kaum weiter gediehen sind. L. R. in Wien. Heber das Kolnidre-Gebet, welches zweifellos marannifchen Ursprunges ist, hat die „Oesterreichische Wochenschrift" wiederholt ausführliche und ausklärende Artikel gebracht und es liegt kein Anlaß vor, neuerdings den Gegenstand zu behandeln. R. K. 25jährige Amtsjubiläen werden in Wien grundsätzlich nicht gefeiert. Der Israel. Kultusvorstand hat vor Jahren bereits sämtlichen Beamtenkategorien hierüber vertraulich eine Verständigung zugehen lassen. M. R.-H. Bitte senden Sie uns ein Manuskript. Josef Schwarz, Wien. Der Schriftsteller Aoenarius hat sich mit den Tendenzen des besprochenen Artikels einverstanden erklärt und förmlich identifiziert. Männer jüdischer Abstammung können unmöglich vollwertige deutsche Dichterwerke schaffen, dürfen keine deutschen Schriftsteller im eigentlichen Sinne sein. Der Nachweis, daß er selber dann der deutschen Schriftstellerzunft zu Unrecht sich zurechnet, ist umso verdienstvoller. B. in Br. Auch in Prag dürste mancher sein, der sich im Innern dieser Pöbelei schämt. AUFRUF! An alle Wohltäter, Gross und Klein, ergeht meine dringende Bitte, einem ausserordentlichen Unglücke besondere Teilnahme zu betätigen. Rabbiner Reichenberg in Tyrnau, eine Zierde der Judenheit, wurde uns im blühendsten Mannesalter entrissen, nachdem ihm seine Gattin kurz vorher im Tode vorausgegangen war. Acht Waisen im Alter von t—13 Jahre sind hilflos zurückgeblieben. Uie Krankh» it der beiden Verblichenen hat die Gemeinde zur Anspannung aller Kräfte veranlasst, die auch weiter die grössten Opfer bringen will. Um diesen acht Waisen eine ihren Eltern würdige Erziehung zu geben, sie zu guten Menschen und guten Juden heranzubilden, sind bedeutende Summen erforderlich. Ich appelliere an das jüdische Herz und erbitte Beiträge zu diesem edlen Werke. Wien, i. Adar 5673. 6 Rabbiner 8. Fürst, Schiffschul, >>., Gr. Schiffgasse 8. Aufruf des Jüd sehen Wanderbundes „Blau-Weiss“. Jüdische Eltern und Jugendfreunde! Wir rufen Euch zu einem Werke der Liebe zu Euren Kindern auf, im Vertrauen auf Eure bewährte Tatkraft, die noch nie versagte, wenn es galt, für Eure Kinder zu wirken. Und es gilt, mit geringen Mitteln Grosses und Schönes zu schaffen. Seht sie nur an, jene ernsten, bleichen Kinder, wenn sie verkrümmt über ihren Büchern sitzen und emsig Rüstzeuge sammeln für den schweren Daseinskampf, der ihrer harrt! Seht unsere jüdische Jugend nur an, wie sie in den Strassen der Giossstadt die Stunden verbringt, die ihrer Erholung und Freiheit gewidmet sein sollten!

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