Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 6 (9.2.1912)
- Date
- 1912-02-09
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3021981-3021988--20897-3045961- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite öl Nr. 6 Dt. BWchs Verein zur Hebung der Gewerbe in Wien. Sonntag, den 11. Februar 1912, präzise 7Uhr abends, findet im Festsaale des niederösterreichischen Ge- Werbevereines, I., Eschenbachgasse 11, ein Vortragsabend statt. 1. Einleitung, von unserem Vorstandsmitgliede, Schriftsteller Herrn Jaques Jäger. 2. V o r - trag des Herrn Redakteurs Julius Frey, früher in Tientsin (Nord-China) über: „China im Zeichen der Revolution" mit 100 Skioptikonbildern. Wien. (B e k l e i d u n g s f e st.) Am 28. Jänner fand im Sitzungssaale des Tempelgebäudes des 14. Bezirkes, Turnergasse 22, eine feierliche Bekleidung von 26 armen alten Männern und Frauen statt, die der „Verein zur Bekleidung armer alter Männer und Frauen des 12., 13., 14. und 15. Bezirkes" veranstaltete. An der Spitze des Vereines steht die tüchtige Präsidentin Frau Ing. Anna Seinfeld, die Vizepräsidentin Frau Dr. Phila Drucker, die Kassierin Frau Salomea Berger, die Schriftführerin Frau- Mina Hech t, sowie ein auserlesener Kreis vornehmer Vorstandsdamen, welche alles aufbieten, um auf dem Gebiete der Wohltätigkeit viel Ersprießliches zu leisten. Die Feier erhielt ein besonders feierliches Gepräge durch bas Erscheinen des Herrn Rabb. Dr. Grunwald, welcher in einer geistreichen und stimmungsvollen Rede das edle Wirken des Vereines, sowie die verdienstvolle Tätigkeit des Damenkomitees hervorhob. Ebenso hielt Herr Rabbiner Dr. Templer eine feierliche Ansprache. Nachdem noch die Herren Beiräte Dr. Hermann Drucker, Moriz Weiß. I. Fritz und das Ehrenmitglied Herr Anton Stern gesprochen hatten und der armen hilfsbedürftigen Greise gedachten, erfolgte die Uebergabe der warmen Kleidungsstücke. Wien. (Tempelbauverein des VIII. Bez. der Stadt W i e n.) Sonntag den 11. Februar d. I.. 10 Uhr vormittags, findet im. Tempelgebäude, Vlll-, Neudeggergasse 12, die ordentliche Generalversammlung statt. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Verhandlungsgegenstände wird um zuverlässiges Erscheinen gebeten. Wien. Donnerstag den 15. Februar 1912, präzise 7 Uhr abends, findet in den Räumen der isr. Humanitätsvereine B'nai B'rith, IX., Univerfitätsstraße 4, die o r d e n t l i ch e Generalversammlung des „Verein zur Unterstützung israel. Handwerker und Kleingewerbetreibender", Wien, IX., Bergg. 4, statt. Wien. (Jüdischer Mittelschulverein.) Die konstituierende Versammlung des jüdischen Mittelschulvereines findet Dienstag den 13. Februar 1912, 8 Uhr abends, im Restaurant Pinkas, II., Gr. Sperlgasse, statt. Gäste willkommen. Wien. Samstag den 10. Februar 1912, 8!/2 Uhr abends, findet die V. ordentliche Generalversammlung des isr. humanitären Vereines „Kinderstüye" zur Erhaltung der Ferienkolonie im Cafe Jungmann, XVI., Ottakringerstraße 37, statt. Wien. Freitag den 16. Februar wird Herr Leopold Müller sein Amt als Oberkantor der Schiffschul (II., Gr. Schiffgasse 8) antreten. Jüdische Toynbeehalle, Wie n, XX., Othmargasse 46. Akademie. Es. war einer der schönsten Abende seit dem Bestand dieser eminent wohltätigen Institution, der Festabend am 3. Februar, desien künstlerisches Arrangement in den Händen des Herrn Max Schwager lag. Eingeleitet ward der Abend durch die den Mitwirkenden, den trefflichen Arrangeur und die erschienenen Gäste geltende Begrüßungsrede des Obmannes Herrn Dr. I. S a m u e l y. der auch herzliche Worte der Begrüßung an den als Gast anwesenden Rabbiner Herrn Dr. Max Grunwald — der mit seiner Gattin erschienen war — richtete. Rabbiner Dr. Grunwald replizierte in überaus launiger und geistreicher knapper Rede und verglich die aktuellen 15 Fruchtgattungen des 15. Schebat treffend und geistvoll mit dem Obmann. Obmannstellvertreter, dem Sekretär und den Mitwirkenden; die an Wochenschrift Esprit überreichen Worte fanden ein mit stürmischem Applaus begleitetes Echo beim Auditorium, da? die Räume bis in den weitesten Winkel füllte. Mit rauschenden Beifall lohnte man die musikalischen Leistungen des Organisten Herrn M. M e n z e r. den vollendeten Klaviervortrag (Moskowsky's,,« panische Tänze") der Pianistin F: au Regine Schwager. Lauten Jubel erweckte das unter der Leitung des Tanzmeisters Herrn Rudolf Hermann (am Klavier Frau Schwager) exakt und reizend ausgeführte Tanzpotpourri in ländlich wienerischer Tracht der beiden Kinderpaare Karlr—Käthe, Edith—Kurt Schwager, der lieblichen Kindern des Arrangeurs. Mit der ihr eigenen Anmut und vollendeter Grazie vermittelte Frau Stephanie Schnitzer.Heimann ihre künstlerisch vorgetragenen Deklamationen, von tiefstem Empfinden belebt, und wurde die glänzende Leistung durch stürmischen Beifall gelohnt. Ein werdender Künstler, Herr Hugo G o t t e s m a n n, interpretierte mit vollstem Gelingen und den süßesten Tönen die Musikdichtung Sarasate's auf seiner Geige, die ausgezeichnet gespielten Faustphantafien und die Kol Nidrc-Weiscn fanden minutenlangen, rauschenden Applaus. Die Begeisterung und der Jubel der Zuhörerschaft erreichten ihren Höhepunkt, als Oberkantor Morgen st ern aus dem Schatze seiner liederreichen Kehle verschwenderische Gaben der Gesangskunst bot. sowohl moderne wie jüdische Sänge (am Klavier von Frau Schwager, am Harmonium von Braclowsky feinfühlig akkompagniert) in hinreißender Klangfülle sang und einen in stürmischen Hochs aufranschenden Beifallsorkan entfesselte. Die Schlußnummer, die fesselnde kiöes äs rsListancs, des Abends bildete der humoristische Bortrag von Prof. Nascher. Was dieser Meister der Rede bot, glich einem Feuerwerk von Witz, Geist nnd Gelehrsamkeit, der reiche Humor, den er aus dem Born seines fabelhaften Gedächtnisses schöpfte, wurde mit jubelndem Beifall quittiert. . Diese Glanzleistung schloß das Programm dieses einmütig als herrlich bezeichneten Abends ab. Nach den begeisterten Dankesworten für Arrangeur Herrn Max Schwager und Mitwirkende seitens des Obmannes Herrn Dr. Samuely und des Obmannstellstellvertreters Herrn Karl Freund fand die überaus gelungene Akademie ihren Abschluß. —d. Das nächstwöchentliche Programm ist wie folgt festgesetzt: Samstag den 10. d. M.: Rabb. Dr. Max Grunwald: „Die Hygiene der Juden". Mit Vorführung von Lichtbildern. Nach der Pause: Konzert. — Sonntag den 11. d. M.: Schriftsteller Adolf Gelber: Der Weltangstschrei. Von den Phantasien eines Realisten und ihrem Dichter. — Montag den 12. d. M.: Schriftsteller Dr. Heinrich Herbatschek: Bürgerkunde (Zyklus II.) — Dienstag den 13. d. M.: Dr. M. Propper: Das österr. Eherecht» — Mittwoch den 14. d. M : Prof. Dr. K, Kupfer: Jüdische Geschichte (Zyklus) — Donnerstag den 15. d. M.: Bibliothekar Dr. Beruh. Münz: Die Stellung der Juden im Mittelalter. — Freitag den 16 d. M.: Lehrer Leopold Weiß: Bibelvortrag. Beginn der Borträge: An Wochentagen halb 8 Uhr Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. — Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. I. Samuely, Wien, I., Fischerstiege 6, gelangen lasten. „Beth Haanr" (Jüdisches Volksheim) Wien, XVII, Hormayrgrffe 7 a). Samstag den 10. d. M. ^3 Uhr abends: Herr Gustav Spiegler: Rezitation. Mittwoch den 14. d. M. y,8 Uhr abends: Herr Siegfried Morvay: Thema Vorbehalten. Samstag den 3. d. M. bereitete die Gesangsmeisterin Frau Funk-Freund den Besuchern unserer Halle einen überaus genußreichen Abend. Ihre Schülerinnen, die Damen Maria Groß. Mizzi Löwit. Ella Löwit und Marie Neumünz entzückten die Zuhörer durch ihre mit künstlerischer Vollendung vorgrtragenen Arien und Lieder. Herr Adolf Handzel sang mit klangvoller und wohlgeschulter Baßstimme einige Arien und Lieder und erntete stürmischen, wohlverdienten Beifall. Nicht minder gefiel der jugendliche Pianist Herr Siegmuud Kohn durch sicheres und exaktes Spiel. Anmeldungen für Vorträge oder Konzertmrtwiikungen wolle man gefl. an Dr. M. Förster, XVI., Thaliastraße 22, gelangen lasten. Wien. (Anerkennung.) Der hohe k. k. n. ö. Landesschulrat hat mit Erlaß vom 25. Oktober 1911, Z. 4697, dem mit Ende Oktober 1911 in den Ruhestand versetzten Fachlehrer an der Bürgerschule für Mädchen, XVIII., Schulgaffe 57, Bernhard Kohut. in Würdigung seines vieljährigen, verdienstvollen Wirkens im öffentlichen Schuldienste die Anerkennung ausgesprochen. Wien. (Wohltätigkeits akademie.) Der humanitäre Verein zur Unterstützung armer Kurbedürftiger, (Wien. II/1, Große Stadtgutgass. 7, Telephon 15210) veranstaltet am 15. Februar 1912 im Saale des Hotel.Bayrischer Hof" eine Akademie mit nachfolgendem Tanz. Das Reinerträguis wird zur Bestreitung der Kur armer Kranker in den Kurorten sowie zur Beschaffung von Freiplätzen für arme Kurbedürftige in den Hospizen verwendet. Bei der Akademie werden nach einem vom Vorstandsmitglieds des Vereines, Herrn Komponisten Edmund Eysler, zusammen gestellten Programm Mitwirken: die