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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-02-09 · 6 (9.2.1912) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
6 (9.2.1912)
Date
1912-02-09
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 92 Dr. Blochs Wochenschrffl Nr. 6 Damen: Grete Ly, Frl. Petko, Lotte Erol und Mizzi Filler sowie die Herren: Noe, Großmann, Knmpa und Jaeobsen. Die Tanzmusik besorgt die Kap.lle des Jnf.-N.'g. N. 82. — Eintrittskarten zu 3 Kronen sind zu haben beim Obmann Herrn Tr. Isidor Braun, Wien, II/l, Große Stadtfliitaosie 7, ferner im Restaurant Herlinger, II., Zirkusgasse 3, im Cafe Adler. I, Schottenring 12, im Cafe Jglauer, Taborstraße 47, im Cafe Nizza II, Kaiser Joscf-straßc. Wien. Das Damenkomitee des Vereines der Boskowitzer veranstaltet Sonntag den 1l. Februar 1912 im Festsaale des Hotel Continental. II., Taborstraße Nr. 2, live o'clock tea mit Vorträgen und anschließendem Tanzkränzchen. Mit Rücksicht auf den wob'tätlgen Zm ck des Vereines haben ihre gefällige Mitwirkung znge'agt: Herr Edmund Eysler, Komponist, Frl. Gisela Marion, Bürsiertheater. Herr Fritz Berger, Chansonier, Frl. Elli Lohry, Soubrette, Herr Dr. Leo Ascher, Komponist, Frl. Vera Schwarz. Johann Straußtheater. Herr Aurich, Badener Sta^ttheater. Herr Großmau», Apollotbeater, Schwellern Eibuschitz, Klavier- und Violoinvirluosimien, Frl. Käthe Paschkns, Opernsängerin. Im Gemütlichen: Kabarett-Vorträge. Dre Musik besorgt die Militär-Kapelle des k. und k. Infanterie-Regiments Nr. 32. Entreekarten ä K 2.50. Beginn 5 Uhr. Karten sind erhältlich bei F-au Dr. Bix, II., Komödiengasse 6 und bei sämtlichen Komitee- Damen. Wien. (Populär - wissenschaftliche Freitag- Abendvorträge im Bet-Ha midrasch „Talmud Thor a", II., Malzgasse 16. Am 9. Februar: Herr Prof. Mor. Antscherl: „Die Bedeutung der Apokryphen" und am 16. Februar: Herr Rabb. H. Schenk: „Die Psalmen". Beginn jedesmal um y2S Uhr abends. Wien. Die Chamisch' Osor-Feier in der jüdischen Toynbeehalle macht Schule. So gab es Heuer gerade in der Innern Stadt am verfloffenen Baum-Neujahrsfeste in guten Familien eure „Obüjause" mit 15 Fruchtarten, befreundete Kinder wurden hierzu geladen und bewirtet und an d:e Segensfprüche nicht vergessen. Die Mütter insbesondere hatten außer der ganz begeisterten Kinderwelt ihre besondere Freude an dieser traditionellen Baumfestfeier. Religionsunterricht und Jugendgottesdienst tragen nicht wenig zur Popularisirrung unserer Feste bei und der erüe Schritt zum Jüdifchmachen unserer Familien ist durch solche jüdische Kinderfeste geschehen. Haben wir die Kinder einmal für unser traditionelles Judentum gewonnen, dann können wir bet' gründlichem Religionsunterrichte und Einführung der Jugend ins religiöse Leben der Zukunft getrost entgegensehen. Wien. Sonntag den 11. Februar 1912, präzise halb 7 Uhr abends, findet im Turnsaale der Talmud-Thora-Schule, II.. Malzgasie 16, die XV. ordentliche Generalversammlung des Humanitären Vereines „Tiferes Baruchim" Schmuck der Jugend. II., Kl. Sperlgasse 5, statt. Wie«. (Humanitärer Geselligkeitsverein der H o l l e s ch a u e r in Wien.) Am 1. Februar fand im großen Saale des Hotel Central eine große Akademie des humanitären Geselligkeits- Vereines der Holleschauer in Wien statt, welche einen glänzenden Verlauf nahm. Die Vereinsmitglieder waren besonders angenehm berührt, indem zahlreiche angesehene Gäste aus Holleschau der Einladung Folge leisteten. So war auch der Oberkantor Herr David Meise! ans Karlsstadt gekommen und erfreute die Zrhörer durch den eindrucksvollen Vortrag mehrerer Lieder, mit welchen er rauschenden Beifall erntete. Das Vereinsmitglied Herr Richard Fall dirigierte mehrere Musikstücke seines Bruders des bekannten Komponisten Leo Fall, der, gleichfalls ein Holleschauer, dem Vereine als Mitglied angehört. Auch diese Darbietung wurde mit enthusiastischem Applaus ausgenommen. Ebenso wurden auch die übrigen Mitwirkenden mit wohlverdienten Beifalle gelohnt. Die Musikkapelle Herlmger entledigte sich ihrer Aufgabe während des auf die Akademie folgenden Tanzes mit gewohnter Exaklheit. Wie«. Ter Verband jüdischer Frauen zur Förderung der Kulturarbeit in Palästina veranstaltet in den Räumen des jüdischen N.-Fonds, IX., Türkenstraße 9, eine Schaustellung orten* talischer>ivpitzenundErzeugllissederKunstgewerbeschule „Bezale l". Die Besichtigung findet vom II. bis 18. Februar .1912, täglich von 10—1 Uhr vorm, und von 3—6 Uhr nachm, statt. Wie«. („Adaß Jeschurun", Bethaus-Verein, IX, P f l u g g a s s e 4.) Samstag, den 10. d. M.. nachmittags 1/2b Uhrfindet e n Vortrag des Herrn Rabbiners Prof. B. Roseustei« im Vereinslokale statt. Austritte aas dem Judentum Vom 28. Jänner bis inkl. 3. Februar 1912. Ebner Felix Feibel, Architekt, geb. 30. August 1879, Biala, IX, Elisabeth-Promenade 23. Fröhlich Anna, Private, geb. 12. Juli 1892, XIX., Dittesgasse 58. Geiger Alois, geb. in Knezßc, Bez. Caslau, Böhmen, Goltz-Jenikau. Kästner Laura, Näherin, geb. 2. September 1L88, II., Gr. Stadtgntg. 22. Kordos, früher Kohn Gottfried, Prokurist, geb. 23. Februar 1880, Wien, IX., Porzellangasse 7. Krön Stefanie, Private, geb. 12. November 1880, I., Krugerstr. 13. Mensch Margarethe, Private, geb. 21. April 1882, Wien, XIX., Goltzgasse 9. Ortlieb Richard, Kaufmann, geb. 4. Juni 1880, München, IV., Brucknergasse 8. Richter Gabriele geb. Kohn, Bäckergehilfensgattin, geb. 13. Juni 1889 in Stecken, Mähren, IL, KI. Pfarrgasse 28. Schreier Leo, Sp.änglergehilfe, XX., Mortaraplatz 20. Subak Marianne geb. Stein, geb. 26. Juli 1885, III., Engelsburgg. 4. * Der zum Judentum zurückgetretene Isidor Z ei s el, Schauspieler, II, Kaiser Josefstrasse 42. ist mit Herrn Isidor Z e i s e 1, XIX., Eroikgasse 1, nicht identisch. Karlsbad. (Gesellschaftlicher Antisemitismus.) Es finden hier fast allwöchentlich große Bälle und Mastenfeste der Vereine statt, und mit wenigen Ausnahmen sind von allen diesen Veranstaltungen die israelitischen Bewohner Karlsbads ausgeschlossen. Weder einen Schützenball, noch einen Mannergesangvereins- oder Sängerbundball darf ein Jude besuchen: er würde es riskieren, hinausgewiesen zu werden, wenn er einen Turnvereinsball, einen Ball des Bundes der Deutschen, einen kaufmännischen Vereinsball oder einen der Studentenbälle besuchen würde. Mit Ausnahme von ein oder zwei Unterhaltungen sind sämtliche andere für die Juden verschlossen, und dieselben sind darauf angewiesen, eigene Unterhaltungen zu veranstalten. Während in den anderen Städten Nordböhmens diese schroffe Behandlung der Israeliten im Schwinden begriffen ist, dauert sie in der internationalen Kurstadt Karlsbad ungeschwächl, ja eher in verstärktem Matze fort. Karlsbad, woselbst sich unter 70.000 Badegästen nahezu 20.000 Inden befinden, hält mit unveränderter Festigkeit an dem Grundsätze fest: Scheidung der Gesellschaft in Juden und Christen. Nerrtiisürei». (N o st r i f i k a t i o n.) Rabbiner Dr. Simon Mandl wurde vom hohen k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht die Nostrifikation seines an der Universität in Bern erworbenen philosophischen Doktorates zuerkannt. Nach seiner am 17. Juli 1911 am Olmützer k. k. deutschen Staats- Obergymnasium mit gutem Erfolge abgelegten Gymnasial-Reifeprüfung schritt er bei der philosophischen Fakultät der k. k. Universität in Wien um Nostrifikation seines Diplomes ein. Hierauf erhielt er unter dem 30. Januar l. I. D.-Z. 2011 er 1910/11 von der genannten Fakultät den Bescheid über die ausnahmsweise bewilligte, unbedingte Nostrifikation. Prag. (Verband der i s r. N e l i g i o n s l e h re r an den Mittelschulen in Böhmen.) Sonntag den 11. Fcbruar 1912, um 3 Uhr nachmittags, findet im hiesigen jüdischen Rathaus die 7. ordentliche V o l l v e rsammlung statt. Im Anschluß an die Vollversammlung findet eine Diskussion statt über das Thema: „Die Aufnahmsprüfung aus Religion an der Mittelschule". Referenten: Se. Ehrwürden, Herr k. k. Professor Dr. Alex. Kisch und Herr Dr. S. H. Lieben. Teschen. (Todesfall.) Am 7. d. M. morgens, verschied in Wien Herr kaiserl. Rat Jakob S i l b e r st e i n aus Teschen. Herr kaiserl. Rat S i l b e r st e i n, welcher mehr als 10 Jahre als Laienrichter fungierte und zahlreiche Ehrenstellen bekleidete, erfreute sich seiner ausgezeichneten Charaktereigenschaften sowie seines Wohltätigkeitssinnes wegen des größten Ansehens in Teschen und wird von der israel. Kultusgemeinde, die in dem Verblichenen ihren verdienstvollen Präsidenten verliert, wie von allen, die ihn kannten, aufrichtig betrauert. Welwarn. (70. Geburtstag.) Rabbiner G. I. Utitz und seine Gattin, geb. Klein, begehen am 12. resp. 14. Februar ihren 70. Geburtstag. Vukovar. (V o r st a n d s w a h l.) Bei der am 30. Jänner staitaebabten Vorstandswabl wurde zum Präsidenten Herr Doktor L. Veite einstimmig gewählt. Herr Isidor Pfeffermann wurde zum Vizepräsidenten, Herr B. Obersohn zum Durp-lvorsteher, Herr S. F. Klei» zum Kassier und Herr Dr. M. Schön zum Schriftführer gewählt.

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